Stadt Gera trauert um Ute Heckmann. Mitarbeiter verlieren hochgeschätzte Kollegin und unermüdliche Museumsfrau

Ute Heckmann war seit 2004 Leiterin des Stadtmuseums. Seit 2010 oblag ihr zusätzlich die Leitung des Museums für Naturkunde.
Gera: Stadtmuseum | Die Stadt Gera trauert um die langjährige Leiterin des Stadtmuseums Ute Heckmann, die gestern (am Abend des 20. Februar) nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren verstorben ist. „Ich habe Frau Heckmann als Museumsfrau mit Leib und Seele kennengelernt, deren ganze Kraft dem Einsatz für das Stadtmuseum und das Museum für Naturkunde gehörte. Die hohe Fachkompetenz und ihre engagierte Arbeit waren beispielhaft“, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn. Gera verdanke Ute Heckmann unvergessliche Ausstellungen, hervorragende Publikationen und andere museale Höhepunkte. Das Stadtmuseum und das Museum für Naturkunde habe sie mit ihrer Arbeit nachhaltig geprägt. „Meine Trauer gilt aber auch einer eindrucksvollen Persönlichkeit“, bekannte die Oberbürgermeisterin.

Tief betroffen haben die Kollegen und Mitarbeiter der Museen und der Geraer Kulturverwaltung die Nachricht vom Tod von Ute Heckmann aufgenommen. Die durch sie entstehende Lücke könne nicht geschlossen werden. „Wir werden Ute immer vermissen und versuchen, die beiden bis dato unter ihrer Leitung stehenden Museen ganz in ihrem Sinne weiter zu profilieren“, erklärte ihre Kollegin und Freundin Rita Stielau stellvertretend für viele andere.

Ute Heckmann wurde am 12. Juli 1951 in Großensee im Wartburgkreis geboren. Nach der Schulzeit studierte sie von 1971 bis 1975 an der Sektion Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit 1975 arbeitete sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und ab 1982 als stellvertretende Leiterin im Geraer Museum für Geschichte. Von 1985 bis 1990 war sie Direktorin der Museen der Stadt Gera; 1991 stellvertretende Leiterin und seit 2004 Leiterin des Stadtmuseums. Seit 2010 oblag ihr zusätzlich die Leitung des Museums für Naturkunde.

Als ausgewiesene Kennerin der Geraer Stadtgeschichte und verschiedener historischer Fachthemen hat Ute Heckmann sowohl in der Stadt Gera als auch überregional immer wieder Aufsehen erregt. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Stadtmuseum Gera zu einem der modernsten Museen im Freistaat Thüringen und einem der wenigen Geschichtsmuseen, die einen lückenlosen Abriss der Geschichte von der ersten Besiedlung bis zur Gegenwart präsentieren. Zu ihren wichtigsten Ausstellungsprojekten und Publikationen der jüngeren Zeit zählen „Stromauf!“ (2005), „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ (2011) und die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte sowie die zweibändige Publikation zur Geschichte Geras.

Im Stadtmuseum liegt ein Kondolenzbuch aus. Dort können sich alle Geraer ab Freitag, 22. Februar, während der Öffnungszeiten des Museums eintragen und Ute Heckmann so ihre Reverenz erweisen.
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8 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 21.02.2013 | 17:21  
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Hannelore Grünler aus Artern | 21.02.2013 | 17:27  
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Petra Seidel aus Weimar | 21.02.2013 | 17:56  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 21.02.2013 | 19:04  
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Karin Jordanland aus Artern | 21.02.2013 | 20:18  
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Christine Weller aus Gera | 22.02.2013 | 11:07  
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Steffen Weiß aus Gera | 25.02.2013 | 07:04  
Simone Schulter aus Weimar | 25.02.2013 | 15:58  
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