Thränitz feiert - 777 Jahre Kirche , 500 Jahre Ersterwähnung - zwei Jubiläen an einem Tag

Der Posaunenchor und Pastorin Schwarz laden ein zum Festgottesdienst in die 777-Jahre alte Thränitzer Kirche.
Gera: Thränitz | Wenige Kilometer von Geras Stadtzentrum entfernt erstrahlt eine weiß gestrichene Kirche inmitten eines kleinen gepflegten Friedhofes am Rande des Geraer Stadtteils Thränitz. Dass diese älter sein soll als der Ort, in dem sie steht, klingt ungewöhnlich. Einer alten Überlieferung nach besteht die Kirche 777 Jahre. Der Ort soll jedoch vor 500 Jahren erstmalig urkundlich erwähnt worden sein. Beide Jubiläen fallen in diesem Jahr zusammen und so feierte das Dorf am 29. August 2015 sozusagen gleich zweimal.
Die Thränitzer sind stolz auf ihre Kirche. Die Spendenbereitschaft im Ort und im Kirchspiel zeigt, dass Gemeindemitgliedern und Einwohnern viel am Erhalt ihrer Kirche gelegen ist.
Ein Festgottesdienst gehört ganz selbstverständlich zum Jubiläum.
Pastorin Ulrike Schwarz von der Kirchengemeinde Gera betreut seit Anfang dieses Jahres das Kirchspiel Thränitz, zu dem die Orte Collis, Grobsdorf und Zschippern gehören.
In alten Chroniken ist zu lesen, dass im Jahre 1238 Jutta, die Gemahlin Heinrich des Mittleren, eines Vogts zu Weida, diese Kirche stiftete. Noch im selben Jahr trennte sich Jutta von ihrem Gemahl und gründete das Dominikanerinnen-Kloster Cronschwitz bei Wünschendorf. Dort wurde sie die erste Priorin. Erst 200 Jahre später, zur Zeit der Reformation, findet man wieder belegbare Aufzeichnungen über das Gotteshaus. Die kleine und mittlere Glocke stammen aus dem Jahre 1462 und sind damit die ältesten noch vorhandenen Glocken im Raum Gera. Eine dritte kam 1501 hinzu und geht auf Martinus Rosenberger zurück. Den Festgottesdienst umrahmte der Posaunenchor der Stadtkirchengemeinde Gera unter Leitung von Kantor Martin Hesse.
Hoch zu Kutsche führen Oberbürgermeisterin Viola Hahn, Pastorin Ulrike Schwarz und Ortsteilbürgermeister Dieter Karius den Festumzug quer durch das Dorf an, begleitet vom Spielmannszug Altenburg und viele Gästen.
Ein buntes Sommerfest mit viel Unterhaltung und Spielspaß für Groß und Klein schloss sich an. Wer zu den sommerlichen Temperaturen noch eine kleine Abkühlung in der Kirche genießen wollte, wurde zudem mit barocken Klängen aus Deutschland und Italien mit dem Ensemble für alte Musik des Goethegymnasiums Rutheneum Gera belohnt.
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Hannelore Grünler aus Artern | 01.09.2015 | 10:18  
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