Wann, wenn nicht jetzt? Drei junge Männer suchen das Abenteuer für acht Monate in Neuseeland

Mittlerweile sind sie in der Luft. Auf dem Foto sind Christopher Gas (von links), Johannes Bondzio und Martin Neupert bei den letzten Vorbereitungen für ihr achtmonatiges Abenteuer „Work & Travel Neuseeland“ zu sehen.
Christopher, Johannes und Martin sind gerade in etwa zehn Kilometern Höhe irgendwo zwischen Dubai und Melbourne. Bis sie ihr endgültiges Ziel Aukland auf der neuseeländischen Nordinsel erreichen, wird noch ein Tag vergehen. Dann kann das Abenteuer beginnen.

Ein Jahr ist es jetzt her, dass sich Christopher Gas (22 Jahre, aus Zickra bei Weida) darüber Gedanken machte, was er nach seiner Ausbildung zum Industrie-Kaufmann machen wolle. Work & Travel – zu gut deutsch: Arbeiten und Reisen. Wer danach das Internet durchforscht, stößt zwangsweise auf Neuseeland. Christopher hat seinem Freund davon erzählt. Zwei Tage hat Martin Neupert (20 Jahre, Chemnitz) damals überlegt. „Wann, wenn nicht jetzt?“, so sein Entschluss damals, schließlich hat er sein Studium Wirtschaftswissenschaften vor kurzem beendet. Für das Überzeugen der Mütter hatten beide dann etwas länger gebraucht. Anfang des Jahres stieß noch Johannes Bondzio (18 Jahre, Wetzdorf bei Harth-Pöllnitz) dazu, der gerade sein Abi gemacht hat. Sein Patenonkel war bereits vier Wochen dort und riet ihm: „Wenn Work & Travel, dann Neuseeland!“.

Seit Monaten hat sich das Trio vorbereitet, Seminare und Info-Workshops besucht, bei verschiedenen Organisationen eingelesen. „Das hat uns in unserer Entscheidung bestärkt“, betont Martin. Nette Menschen gibt es dort, hilfsbereit, keine giftigen Tiere und eine faszinierende Landschaft, die wir alle aus „Herr der Ringe“ kennen, erklären sie. Die Fläche von Neuseeland sei in etwa mit Deutschland vergleichbar. Aber im ganzen Land nur so viel Einwohner wie Berlin.

Gestern Abend wurden Christopher, Johannes und Martin von ihren Familien mit der einen oder anderen Träne im Auge in Frankfurt/Main verabschiedet. In ihren Rucksäcken haben sie so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Acht Monate Abenteuer liegen vor den drei jungen Männern. Von PraktikaWelten in Deutschland entsendet, werden sie von der Partnerorganisation IEP New Zealand in Aukland empfangen. Bankkonto eröffnen, Steuer-Nummer holen und, und, und. Zehn Tage hat das Trio für die organisatorischen Dinge eingeplant. „Vielleicht haben wir dann auch schon ein billiges Auto als mobiles Zuhause gefunden“, würde sich Martin freuen, ansonsten wird Richtung nördliche Spitze getrampt. Erst mal einleben, Land und Leute kennenlernen und Englisch auffrischen stehen als erstes auf der Agenda.

Dann Ausschau nach Arbeit halten. Auf vielen neuseeländischen Farmen wird Freiwilligenarbeit angeboten. Geld verdient man dabei nicht, aber dafür sind Verpflegung und Unterkunft frei. Natürlich gibt es auch bezahlte Jobs. Die Drei sind offen für alles, nach dem Perfektionieren des Englisch auch mit mehr Kundenkontakt, beispielsweise in einer Bar.

Wo sie in drei Monaten sein werden, wissen sie heute noch nicht. Auch wenn sie nicht bei ein und denselben Arbeitgeber unterkommen, wollen sie doch zusammenbleiben, zumindest am selben Ort. „Wir gehen das Abenteuer zusammen an und wollen es auch zusammen bestehen“, sind sie sich einig.

Martin kommt noch auf die Maori zu sprechen, die Ureinwohner, die Neuseeland geprägt haben. Ihren Haka Haka – ein ritueller Tanz - möchte er auf alle Fälle live erleben. Apropos Tanzen. Wem die drei Jungs die ganze Zeit schon so bekannt vorkommen, dem dürfte spätestens jetzt der Groschen fallen: Sie sind Mitglieder der Weidaer Tanzcrew „Jump your Style“. Somit sind zwei Dinge nicht ausgeschlossen: Mit dem ausgelegten Klingelbeutel Neuseeländer tanzend erfreuen und somit die eigene Reisekasse aufbessern. Und – da müssten sich die Daheimgebliebenen aber noch acht Monate gedulden – vielleicht tanzt Jump your Style dann auch den Haka Haka. Am 29. Juni 2015 wissen wir mehr.

Wer zwischendurch über das Abenteuer Neuseeland am Laufenden bleiben möchte, kann den Blog und die Facebook-Seiten von Christopher, Johannes und Martin verfolgen.
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1 Kommentar
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Silke Rönnert aus Gotha | 30.10.2014 | 12:10  
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