Zig Tonnen mit Feingefühl. Stefan Weidland fährt als Thüringens zweitbester Staplerfahrer zur Deutschen Meisterschaft

Stefan Weidland ist Thüringens zweitbester Staplerfahrer und hat sich damit für die Teilnahme an der 11. Deutschen Meisterschaft dieses Wochenende in Aschaffenburg qualifiziert.
 
Als Staplerfahrer bewegt Stefan Weidland bei Getränke Pfeifer täglich 280 bis 300 Tonnen.
Korbußen: Getränke Pfeifer Gera GmbH | Die Platzierungen werden von hinten her bekannt gegeben. Doch der Name Stefan Weidland fällt und fällt nicht. Die Hälfte ist durch, kein Weidland dabei. Die Hälfte der Top Ten, kein Weidland. Der erste Treppchenplatz, kein Weidland. Platz 2! Der Geraer ist mehr als überrascht und erfreut zugleich. Das hätte er nie gedacht. Stefan Weidland ist Thüringens zweitbester Staplerfahrer.

Und dabei ist er erstmals zu einem derartigen Wettbewerb angetreten. „Schuld“ daran ist sein Kollege Lutz Hilbert. Er hat bereits dreimal beim Thüringen-Ausscheid teilgenommen, 2012 auch den ersten Platz belegt. Da er aus Zeitgründen nicht mehr teilnehmen kann, hat er den Wettkampf seinem Kollegen empfohlen und bewies damit einen „guten Riecher“.

Mit seiner Platzierung hat sich der 26-Jährige für die 11. Deutsche Meisterschaft im Staplerfahren – kurz StaplerCup genannt – qualifiziert. Der findet dieses Wochenende in Aschaffenburg statt. Gemeinsam mit Alexander Leißner aus Hohenbergen/Schlotheim vertritt er Thüringen. Insgesamt gehen die 63 besten Staplerfahrer Deutschlands an den Start.

„Stefan hat 2013 bei uns als Kommissionierer und Staplerfahrer angefangen. Er ist ein Mitarbeiter, der weiß was er tut, der mitdenkt. Er ist ein sehr guter Staplerfahrer. Und sehr gut heißt bei mir: Kein Bruch und kein Schaden! Das geht mit einem Stapler sehr schnell. Staplerfahrer benötigen eine sehr gute Feinmotorik und müssen ständig dreidimensional sehen, denken und handeln. Die Paletten stehen teils in Höhen von über sechs Metern. Stefan Weidland beherrscht sämtliche Stapler im Haus und sämtliche Aufgaben von der Warenentladung, -beladung bis zur Regalbeschickung. In der Getränkeindustrie braucht man sehr viel Feingefühl, damit alles dort stehen bleibt, wo es soll, betont Gernod Tietz, Niederlassungsleiter der Getränke Pfeifer Gera GmbH in Korbußen.

Der gelernte Fachlagerist fährt gern Stapler. Er ist bereits auf die in Aschaffenburg gestellten Aufgaben gespannt, die sicher noch schwieriger werden. „Und das alles unter Zeitdruck. Sich auf andere Stapler einzustellen, ist eine weitere Herausforderung“, so Weidland. Ein bisschen nervös kann man da schon werden. Aber er hat gelernt, alles andere auszublenden, wenn er auf dem Stapler sitzt. Dann sieht er hochkonzentriert nur die zu bewältigende Aufgabe. 10.000 bis 13.000 Getränkekästen pro Tag - das sind etwa 280 bis 300 Tonnen - sind ein gutes Training für die anstehende Meisterschaftsteilnahme.

Daumen drückende Unterstützung in Aschaffenburg bekommt der Geraer von seiner Lebensgefährtin, die mit dem gemeinsamen dreijährigen Sohn bereits zum Thüringenausscheid in Blankenhain dabei war. Bleibt nur eine Frage zum Schluss: Wenn man ständig in derart hohe Regale hinauf schauen muss, bekommt man da nicht irgendwann Genickstarre? „Nein! Das gleiche ich mit meinem Smartphone, wo man ständig nach unten schaut, wieder aus. Natürlich nach dem verdienten Feierabend“, so Weidland.


Über den StaplerCup

Der StaplerCup wurde 2005 erstmalig als reine deutsche Meisterschaft ausgetragen – rund 20.000 Fahrerinnen und Fahrer sind seither bei dem Wettbewerb gestartet, bei dem es um Präzision, Schnelligkeit und Übersicht auf dem Gabelstapler geht. 2007 wurde die Veranstaltung um den internationalen Team-Wettbewerb „International Championship“ erweitert; seit 2008 wird auch in der Disziplin „Firmen-Team-Meister“ ein Mannschaftswettbewerb abgehalten. Der erste Weltmeistertitel wurde 2014 an den Deutschen Stefan Theissen vergeben; 2015 hat die Deutsche Meisterschaft der Staplerfahrerinnen, ein Finale allein unter Frauen, Premiere.

Wichtigstes Anliegen des Veranstalters Linde Material Handling ist die Vermittlung von Sicherheitsvorschriften, um zur Vermeidung von Arbeitsunfällen beizutragen. Jährlich begeistert die dreitägige Veranstaltung auf dem Aschaffenburger Schlossplatz, die von einem bunten Familienprogramm begleitet wird, an die 15.000 Zuschauer.

Der StaplerCup wurde bereits mit zahlreichen Preisen der Kommunikations- und Wirtschaftsbranche, unter anderem dem PR-Award in Gold, dem Internationalen Deutschen PR- Preis und dem internationalen Titel „Bester europäischer Sportevent“ vom EuBEA ausgezeichnet. 2013 erhielt der StaplerCup Gold und die höchste Auszeichnung „Best of Show“ bei den renommierten amerikanischen GALAXY Awards.

www.staplercup.com
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