Astreiner Erlös: 4143 Euro pro Festmeter für einen Bergahorn aus dem Lohsenwald Schmölln zur Wertholz-Submission im Erfurter Steigerwald

Revierförster Hans-Peter Schenk hat mit seiner Auswahl von Bäumen ein glückliches Händchen gezeigt.
Schmölln: Lohsenwald | Schmölln/Erfurt. Forstamtsleiter Karsten Schröder und der Revierförster Hans-Peter Schenk sind stolz: 4143 Euro für den Festmeter Bergahorn. Ein sagenhafter Preis! Kein weiterer Baum aus Ostthüringen brachte mehr Geld.

Jährlich findet auf dem Holzlagerplatz in Egstedt im Erfurter Steigerwald die Thüringer Wertholzsubmission statt. Insgesamt wurden am 19. Januar 2048 Festmeter Laub- und Nadelholz - das sind 1502 Stämme - angeboten. Knapp 24 Festmeter - das sind 40 Stämme - stammen aus dem Schmöllner Forst. 44 Bieter von Unternehmen aus Deutschland, Österreich und Polen hatten auf das angebotene Holz gesteigert. Dabei erreichten die Schmöllner Bergahorne aus dem Lohsenwald mit jeweils 4143 und 2612 Euro pro Festmeter Platz eins und zwei der Preise für Ostthüringen. Nur einige Bäume aus dem Hainich-Werratal waren noch wertvoller.

Während es auf einige thüringer Bäume sogar keinerlei Gebote gab, war der Schmöllner Bergahorn heiß begehrt: 14 Firmen haben auf den Spitzenbaum geboten. Revierförster Hans-Peter Schenk war selbst vom Erlös überrascht.

Als erfahrener Submissionsteilnehmer nutzte er die Chance des trockenen Herbstes. Die Rückung (Transportieren des gefällten Holzes an die Waldstraße zum Weitertransport) gestaltet sich ansonsten schwierig. Als längste Rückentfernung waren immerhin 1000 Meter zu überwinden.

Daneben gegriffen hat Schenk mit seiner Auswahl von Bäumen für die Submission bis heute nicht. Natürlich, so ist er sich bewusst, unterliege die Nachfrage bei dem angebotenen Holz immer den "Modeerscheinungen" der Möbelindustrie. Da benötigt man als Revierförster viel Fingerspitzengefühl.

Er und Schröder sind begeistert vom Schmöllner Lohsenwald, der aus etwa 55 Hektar Altwald und 45 Hektar Neuanpflanzungen besteht. Bereits 20 Jahre nach dem Anpflanzen können Durchforstungseingriffe gemacht werden. "Das ist ungewöhnlich", kommentiert Schröder, da dies frühestens nach 30 bis 35 Jahren üblich ist.

Revierförster Schenk betreut etwa 1900 Hektar Wald. Keine einfache Aufgabe, wenn man bedenkt, dass die Waldflächen in der Schmöllner Gegend stark zersplittert sind. Über die Hälfte davon ist Privatwald mit über 1000 Eigentümern. In der Forstbetriebsgemeinschaft "Schmöllner Land" sind derzeit 103 Mitglieder mit 605 Hektar Waldfläche organisiert.

Die Wertholz-Submission im Erfurter Steigerwald erbrachte einen Gesamterlös von 660.000 Euro, das sind durchschnittlich 349 Euro pro Festmeter.
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Hannelore Grünler aus Artern | 26.01.2012 | 18:39  
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 26.01.2012 | 20:13  
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Petra Seidel aus Weimar | 27.01.2012 | 19:01  
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