Erstmals Futterzukauf für Rinder. Getreideernte läuft auf Hochtouren, schlechte Erträge bei Silomais und Kartoffeln erwartet

Jede Minute passenden Erntewetters muss in diesen Tagen genutzt werden. Hier fährt das Team der Agrargenossenschaft Niederpöllnitz e.G. auf einem Feld nahe Wetzdorf die Ernte ein.
Harth-Pöllnitz: Agrargenossenschaft Niederpöllnitz e.G. | Michael Wittig, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Niederpöllnitz e.G. ist stolz auf seine Ernteteam: „Das Wetter diktiert die Arbeitszeit. Da müssen die Kollegen auch schon mal über zehn Stunden ran. Sie sind dennoch hochmotiviert!“.

Die teils extremen Witterungsbedingungen 2013 fordern in der Landwirtschaft ihren Tribut. Von durchschnittlichen Erträgen spricht Wittig beim Raps und Getreide. 440 Hektar Raps und 1000 Hektar Getreide, davon 600 Hektar Winterweizen, hat die Agrargenossenschaft angebaut. Bei Wintergerste liegen die Erträge leicht unter dem Durchschnitt, bei Tritikale und Raps etwas über dem Durchschnitt und bei Weizen normal bis leicht überdurchschnittlich.

Nicht nur die Aufzucht ist ein Spiel mit dem Wetter. Wichtigstes Kriterium neben der Reife ist bei der Ernte der Feuchtegehalt des Getreides. „Damit Getreide lagerfähig ist, darf der Feuchtegehalt maximal 15 Prozent betragen“, erklärt Wittig. Einerseits bemüht sich die Agrargenossenschaft, die Kosten für die nachträgliche technische Trocknung so gering wie möglich zu halten. Andererseits gilt es, die Qualität des Getreides zu erhalten. So wurde in den vergangenen Tagen trotz geringfügig höherem Feuchtegehalt die Ernte eingefahren. Mit drei eigenen und einem gemieteten Mähdrescher ist das Team vom späten Vormittag bis in die Nacht hinein auf den Feldern unterwegs. „Zudem muss der Großteil des Strohs in hoher Qualität geborgen werden, weil wir es als Einstreu und Futter für unsere Tiere benötigen“,erklärt Wittig.

Kommt Wittig auf Silomais und die Kartoffeln zu sprechen, wird seine Stimme wehmütig: „Die Erträge werden sehr niedrig ausfallen, vielleicht 60 Prozent vom normalen Ertrag. Das bedeutet, dass wir erstmals für unsere 2000 Rinder Futter zukaufen müssen“. Für die Kartoffeln war es zu kalt, zu nass. Die Niederschläge haben den Boden verfestigt, dadurch hat sich die Entwicklung verzögert. Es gebe zu wenig und zu kleine Knollen.

Insgesamt betrachtet spricht Wittig von einem unterdurchschnittlichen Jahr für die Landwirte. Im gleichen Atemzug bemerkt er dennoch, dass dies keine Katastrophe bedeutet: „In der Landwirtschaft gibt es ein ständiges Auf und Ab. Schlechte Jahre müssen mit Ressourcen aus guten Jahren ausgeglichen werden“.
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9 Kommentare
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Antje Hellmann aus Jena | 21.08.2013 | 08:24  
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Petra Hirsch ( aus Oettersdorf ) aus Zeulenroda-Triebes | 21.08.2013 | 21:58  
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Steffen Weiß aus Gera | 22.08.2013 | 10:27  
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Antje Hellmann aus Jena | 22.08.2013 | 12:55  
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Steffen Weiß aus Gera | 22.08.2013 | 15:53  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 06.09.2013 | 07:40  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 06.09.2013 | 08:26  
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Antje Hellmann aus Jena | 06.09.2013 | 11:34  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 06.09.2013 | 11:57  
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