Prächtiger Schmetterling: Atlas-Spinner im Museum für Naturkunde Gera geschlüpft

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Mit 21 Zentimetern Flügelspannweite gehört der Atlas-Spinner zu den größten Schmetterlingen der Welt. Kornelia Meyer ist stolz, ihn im Museum für Naturkunde Gera zeigen zu können.
Gera: Museum für Naturkunde | Wer ihn sehen möchte muss sich beeilen! Es ist tragisch, aber von der Natur aus nicht anders vorgesehen: Der Atlas-Spinner wird nur wenige Tage leben. Als vollentwickeltes Insekt besitzt dieser Schmetterling keine Mundwerkzeuge und kann somit keine Nahrung aufnehmen. Die Lebenserwartung liegt somit nur bei durchschnittlichen zwei Wochen.

„Zur Museumsnacht im September konnten die Besucher die großen grünen Raupen bewundern. Die hatten sich mittlerweile verpuppt. Aus einem Kokon war in der Nacht zum Montag ein Schmetterling geschlüpft“, erklärt Korneila Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums für Naturkunde Gera und freut sich, einen der größten Schmetterlinge der Welt präsentieren zu können. Nach ihrer Auskunft lebt der Atlas-Spinner normalerweise in den tropischen und subtropischen Wäldern in China, Indien und Teilen Japans. Da es im Museum weitaus kälter als in der Heimat des Falters ist, präsentiert er sich eher ruhig und „handzahm“. Der Falter hat eine Flügelspannweite von stolzen 21 Zentimetern. Wie Malte Jänicke, ehrenamtlicher Mitarbeiter der entomologischen Sammlung des Museums, feststellte, handelt es sich um ein Männchen. Weibchen werden übrigens noch größer. Es ist nicht auszuschließen, dass in den nächsten Tagen weitere Schmetterlinge schlüpfen.

Zu sehen ist der Atlas-Spinner innerhalb der Sonderausstellung „Insekten – Leben auf sechs Beinen“, die bereits seit Ende Juni läuft. Eine besondere Attraktion innerhalb dieser Ausstellung sind die lebenden Insekten Zu sehen sind unter anderem drei Arten Stabschrecken, „Wandelndes Blatt“, Blattschrecken und Mehlwürmer. Ein besonderer Sammlungsschatz im Museum ist die wissenschaftliche Insektensammlung mit rund 120.000 Exemplaren. Exemplarisch vorgestellt werden in der Ausstellung die für Wissenschaft und Lehre aufbewahrten Insektensammlungen der Entomologen Malte Jänicke und Rudi Damm.

Geöffnet hat das Museum vom heutigen Mittwoch bis kommenden Sonntag jeweils von 12 bis 17 Uhr. Ab dem 24. November beginnt im Museum für Naturkunde eine vierwöchige Schließzeit für den öffentlichen Besucherverkehr. Sonderführungen beispielsweise für Schulklassen können auch weiterhin angeboten werden.

Vortrag „Spannende“ Nachtfalter

Am Mittwoch, dem 26. November, erleben die Besucher des Museums für Naturkunde um 19.00 Uhr einen interessanten Bildvortrag zu einer besonderen Gruppe einheimischer Nachtfalter. Mit 350 Arten in Thüringen und circa 23.000 Arten weltweit gehören sie zu den artenreichsten Insektengruppen unseres Planeten. Doch kaum ein „normaler“ Mensch kennt sie – die Spanner. Der Vortragsreferent, Biologe Sven Erlacher vom Museum für Naturkunde Chemnitz, hat sich jedoch ganz dieser Schmetterlingsfamilie verschrieben, die er mit vielfältigen Methoden bearbeitet. Diese reichen von klassischen Präparationstechniken bis hin zum modernen DNA-Barcoding. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise in die Welt der Jungfernkinder, der Klein-, Grün-, Blatt- und Baumspanner!
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3 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 19.11.2014 | 20:15  
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Steffen Weiß aus Gera | 21.11.2014 | 09:28  
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Steffen Weiß aus Gera | 21.11.2014 | 09:51  
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