Bürger wollen Gera beim Sparen helfen. Übergabe der Auswertung der Bürgerumfrage an die Stadtverwaltung

 
Montag Mittag übergaben die Sprecherin der Arbeitsgruppe (AG) Bürgerhaushalt Regina Pfeiler (ich) und der Stellvertreter Günter Brinkmann die statistische Auswertung der Bürgerumfrage. Anfang September konnten alle Bürger aus Gera abstimmen, welche Sparmaßnahmen ihnen in Gera wichtig sind und wo Mehreinnahmen erzielt werden sollen. Es gingen 1381 Fragebögen bei der Stadt ein und wurden über die letzten Wochen von einer Auswertungsgruppe der überparteilich und unabhängig sowie ehrenamtlich agierenden AG aufbereitet.

Die zahlenmäßige Erfassung der geschlossenen Fragen oblag der Berufsakademie unter Leitung von Professor Jürgen Müller. Die Teilnehmer der offenen Arbeitsgruppe und insbesondere die Mitstreiter der Auswertungsgruppe, die die Auswertung der Freitexte vornahmen, waren sich einig, dass vor allem konstruktive Vorschläge vom Bürger kommuniziert wurden. Auch das betriebswirtschaftliche Denken des Bürgers brachte sehr praktikable Ideen und Meinungen hervor.

Ein Bürgerhaushalt soll so unbürokratisch wie möglich durchgeführt werden. Es geht hier nicht darum perfekt oder repräsentativ zu sein, sondern wertvolle Ideen der Basis herauszukitzeln, an die Stadtverwaltung und an die Kommunalpolitiker weiterzuleiten. Der Bürger wohnt hier und weiß was ihm wichtig ist. So soll die Finanzpolitik der Stadt immer eine Politik für den Bürger sein. Das gemeinsame Ringen um eine schöne und lebenswerte Stadt sollte immer im Mittelpunkt und vor den parteipolitischen Interessen stehen. 

Aus Zeitgründen wurde darauf verzichtet, mit der Oberbürgermeisterin Frau Dr. Hahn einen offiziellen Übergabetermin zu machen. Die Unterlagen wurden durch die Büroleiterin entgegen genommen. Auf Zitate aus den Meinungsäußerungen im Freitext wurde bewusst verzichtet, denn wir haben schon erlebt, dass da manches missverstanden wurde. Wie mit den Wortbeiträgen weiter verfahren wird, wird in der nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt am 5. November entschieden.

Aus der Statistik kann jedoch schon viel entnommen werden. So votete bei den geschlossenen Fragen die Mehrzahl der Bürger
- gegen eine Kürzung bei Freizeit- und Kulturangeboten,
- an zweiter Stelle sprach sich der Bürger gegen eine Erhöhung der Steuern und
Gebühren und
- an dritter Stelle für Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung aus.

Bei den eigenen Vorschlägen wurden
- am häufigsten Einsparungen bei den Personalkosten in der Stadtverwaltung,
- an zweiter Stelle Einsparungen bei Mieten und sonstigen Kosten innerhalb der
Stadtverwaltung und
- an dritter Stelle Einsparungen bei Straßenbeleuchtung und Ampeln genannt.

Es gingen 702 online-Antworten und 679 Fragebögen in Papierform ein. "Dies ist für so eine Umfrage eine beachtliche Beteiligung.", freut sich der Stellvertretende Sprecher der AG Bürgerhaushalt Günter Brinkmann.
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