Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert mehr Arbeitsplätze für Ältere. Abschluss der Demografiereise bei Jena-Optronik

Bundeskanzlerin Angela Merkel schließt mit ihrem Statement vor der Presse ihre Demografiereise durch Deutschland ab. Sie forderte beim Besuch des Raumfahrt-Unternehmens Jena-Optronik mehr Chancen für die Generation 50plus.
  Bundeskanzlerin Angela Merkel beendete heute (2. Mai) mit dem Besuch des Raumfahrt-Unternehmens Jena-Optronik ihre Demografiereise durch Deutschland. Sie lobte in Jena die Personalpolitik des Betriebs, die langfristig angelegt sei:

"Meine Damen und Herren, ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Herrn Ratzsch und bei der Ministerpräsidentin bedanken, denn ich habe durch Thüringen ein tolles Unternehmen kennengelernt. Ich konnte mich heute davon überzeugen, dass hier nicht nur Spitzenprodukte im wissenschaftlich-technischen Bereich - in der Raumfahrt - hergestellt werden, sondern dass hier einfach eine auf lange Frist angelegte Personalpolitik betrieben wird.

Es gibt in der Bundesregierung eine Demografiestrategie unter dem Motto „Jedes Alter zählt“. Hier konnte ich mich davon überzeugen, dass das gelebt wird und dass das Alltag ist, dass die Älteren von den Jüngeren lernen, dass die Jüngeren auch ihr Wissen anwenden können und das, was sie zusätzlich aus ihrer Ausbildung mitbringen, auch einbringen können.

Ich habe mich überzeugen können, dass das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ hier kein Pflichtthema ist, sondern ein Thema ist, das als eines angenommen wird, was zum Leben gehört, auch was zu zufriedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört, und dass gerade auch Frauen ermutigt werden, hier zu arbeiten und ihr Knowhow auf dem wissenschaftlich-technischen Gebiet einzubringen.

Ich habe gesehen, dass man in einer Vielzahl von Netzwerken engagiert ist, die Jena eine Stadt sein lassen, in der mehr als in anderen Orten schon heute generationenübergreifend und in Netzwerken gedacht wird, sich Unternehmen zusammenschließen und gemeinsam Antworten auf die verschiedenen Fragen suchen - und das auch mit Unterstützung der Stadt.

Insofern ist das für mich hier ein Besuch gewesen, von dem ich weiß, dass wir nicht nur eine Theorie machen, wenn wir mit der Demografiestrategie der Bundesregierung agieren, sondern dass das angenommen wird. Ich habe mich auch gefreut, dass das Programm 55+ vom Land Thüringen ganz intensiv weiterverbreitet und in den Unternehmen umgesetzt wird. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, dass mir auch aus der Sicht des Betriebsrates noch einmal dargelegt wurde, dass alle mit an einem Strick ziehen, dass das also nicht gegeneinander, sondern miteinander geht. Insofern danke, dass ich heute hier sein konnte!"

Schon seit 2005 beschäftigt sich Jena-Optronik mit demografieorientierter Personalpolitik. Um Spitzenleistungen zu produzieren, muss das Unternehmen für Weltraumtechnik langfristig die Weitergabe von Know-how sicherstellen.

Im Projekt 55+ wurde mit den älteren Beschäftigten diskutiert, wie sie möglichst lange gesund, fit und motiviert im Unternehmen bleiben. Mittlerweile gibt es beispielsweise spezielle Trainingsprogramme, die besonders auf das Lernverhalten dieser Altersstufe abgestimmt sind.

Auch die Frage, wie die Älteren ihr Wissen und ihre Erfahrungen ins Unternehmen einbringen können, ist Thema bei Jena-Optronik. Nicht zuletzt setzt die Firma auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Merkel wies auf die Beteiligung des Landes Thüringen hin, das intensiv an der Weiterverbreitung des Programms 55+ arbeite. Und auch die Stadt Jena spiele eine entscheidende Rolle. Heute schon werde hier generationsübergreifend und in Netzwerken gedacht.

Dem Dialogprozess mit Ländern, Kommunen und Unternehmen misst die Bundeskanzlerin eine besonders hohe Bedeutung zu. Am 14. Mai wird die Bundeskanzlerin beim zweiten Demografiegipfel über Antworten auf die Bevölkerungsentwicklung sprechen. Dabei wird sie auch die Erfahrungen ihrer Demografiereise mit einfließen lassen.
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8 Kommentare
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 02.05.2013 | 21:51  
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Steffen Weiß aus Gera | 02.05.2013 | 21:52  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 02.05.2013 | 22:02  
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Steffen Weiß aus Gera | 03.05.2013 | 06:38  
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Antje Hellmann aus Jena | 03.05.2013 | 10:00  
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Steffen Weiß aus Gera | 03.05.2013 | 11:45  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 03.05.2013 | 17:15  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 03.05.2013 | 17:58  
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