Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

Politisches Umdenken gefordert

Am 21. Juli wurde bundesweit der Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher unter dem Motto. „Leben retten“ durchgeführt. In zahlreichen Städten und Gemeinden fanden Veranstaltungen statt. So wurden u.a. in Braunschweig, Kiel, Ravensburg und in der JVA Lingen-Damaschke aus diesem Anlass zu Gottesdiensten eingeladen.

Die christlichen Kirchen unterstützen Betroffene durch Seelsorge und Beratung. Angesichts der bitteren Notwendigkeit, konkret Leben zu retten, verhalten sich Theologen und Vertreter kirchlicher Hilfsorganisationen erstaunlich zurückhaltend. Kritik an der aktuellen Drogenpolitik kommt nur von vereinzelten christlichen Stimmen.

Demgegenüber hat am 21. Juli hat die Deutsche- AIDS- Hilfe (DAH) eine konsequente Umsetzung erfolgreicher Hilfsangebote gefordert. „Praxiserfahrungen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass Drogenkon­sumräume, die Substitutionsbehandlung und das Notfallmedikament Naloxon Leben retten“, sagt DAH-Vorstandsmitglied Sylvia Urban. „Wir könnten die Zahl der Drogentoten in Deutschland so erheblich senken“, ist Urban überzeugt. Tatsache ist allerdings, dass es in zehn Bundesländer keine Drogenkonsum­räume gibt.

Um Leben zu retten, braucht es ein Umdenken in der Drogenpolitik. Genau darauf weist auch der „Alternative Sucht- und Drogenbericht“ hin, der in diesem Jahr erstmals erschienen ist. Er wird herausgegeben von akzept e.V. Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, Deutsche AIDS-Hilfe e.V. und JES Bundesverband e.V. und ist zu finde4n unter: http://alternativer-drogenbericht.de/
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Hannelore Grünler aus Artern | 24.07.2014 | 02:17  
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