Leserbriefe zum Thema "Wir für die 4": Straßenbahn nach Langenberg

Gera: straßenbahn | Ein öffentlicher Personennahverkehr sollte möglichst den größten Teil der Einwohner des Ortsteils erreichen. Derzeit ist dem auch so. Sollte die Linie 4 gebaut werden, werden die meisten Langenberger Bürger und die Schulkinder benachteiligt.
Ein gleisgebundenes Nahverkehrssystem ergibt nur im Stadtzentrum Sinn. Vielleicht sollte die Idee der Bürgerinitiative "Lebenswertes Langenberg" aufgenommen werden. Diese regte an, Busse mit alternativen Antrieben (Brennstoffzellen o.ä.) einzusetzen. Busse sind flexibler als Bahnen. Im Übrigen wird auch diese Variante des Nahverkehrs gefördert. Andere Städte sind uns da voraus und haben dies schon mit Erfolg verwirklicht!

Andre Zeidler, Zeitzer Str.

Grüne für die 4???
Was ist so grün an der Linie 4? Flächen werden versiegelt, eine Streuobstwiese wird vernichtet, Bäume werden fallen, das letzte öffentliche Grün in Langenberg wird gelb!

Eine von nur 4 in Thüringen existierenden Fledermausstuben wird in ihrer Population gestört – vermutlich sogar vernichtet. Die Busse fahren, nach dem Zubringen an die Langenberger Wendeschleife, leer nach Gera. Über 70% des benötigten Stromes für die Bahn wird aus fossilen Energien gewonnen! Die Bahn kreuzt 2 mal eine Bundesstrasse, d.h., dass es auf Grund erhöhter Wartezeiten an den Ampelregelungen zu vermehrter Staubildung und deutlich höherer Abgas- und Feinstaubbelastungen kommen wird.
Eine grüne Alternative sieht anders aus!

Ute Uebel, Langenberger Str.


Den Befürwortern der Linie 4 ist vermutlich nicht bewusst, dass spätestens in 20 Jahren die Bahnkörper wieder einer Sanierung bedürfen. Wer soll dann die Steuergelder dafür erwirtschaften? Derzeit müssten „nur“ die Strassen saniert werden. Ich denke, für beide Projekte wird nie das nötige Geld da sein.

N. Linke, Langenberg


100 Unterschriften!!! Eine super Leistung – 100 Unterschriften für 20Mio. Euro Steuergelder!
Sollte dies Erfolg bringen, sammeln wir weiter Unterschriften gegen kaputte Strassen und Gehwege, für die komplette Sanierung der Langenberger Grundschule (diese wird derzeit nur energetisch saniert), für ein Gemeinde- und Vereinszentrum, für die Sanierung defekter Brücken… . Für notwendige Dinge wird dann kein Geld mehr zur Verfügung stehen, wenn die Steuergelder verschwendet werden, für vernunftwidrige Dinge, wie eine Straßenbahn nach Langenberg. Hierbei sollte man nicht vergessen, dass es den Stadtrat niemals in den Sinn gekommen wäre, eine Straßenbahn nach Langenberg zu bauen, wenn nicht die Fördervoraussetzungen einen Streckenneubau verlangt hätten.

Werden von den Unterschriften, diejenigen abgezogen, die nicht in Langenberg wohnhaft oder die noch nicht volljährig sind und die von den Bürgern, welche sowieso mit dem Auto fahren, bleiben vermutlich nur noch ca. 50 Unterschriften übrig. Eine super Leistung!

Meine Vermutung, dass die Unterschriften heruntergerechnet werden müssen, stützt sich auf die Art und Weise der Durchführung der Sammlung. So wurden die Kunden auf dem Lidl Parkplatz angesprochen und gleichzeitig von mehreren Personen um die Unterschrift gebeten. Auch legte man keinen Wert darauf zu hinterfragen, ob die angesprochene Person überhaupt in Langenberg wohnt.

M. Kirsch, Eisenberger Str.


Auf dem am 02.07. verteilten Flyer (schade um die Investition!) wurde damit geworben, dass man ohne Umsteigen in die Stadt käme. Hinweis! – Die Linie 4 fährt nur auf dem Gleis. Sie kann nicht zur Schwimmhalle und auch nicht zum Kino fahren. Auch dort hin müsste man umsteigen. Der größte Teil der Langenberger wohnt nicht in der Langenberger Strasse. Man bedenke, dass der wirklich größte Teil der Langenberger Bürger künftig schon das erste Mal IN Langenberg umsteigen müsste!!!

Übrigens – die Autobahn gilt schon lange nicht mehr als Stauverursacher. Diese Information ist nun wirklich veraltet. Aber die Pläne ja auch.
Verspätungen und Behinderungen gibt es auch und gerade bei der Straßenbahn. Während ein Bus ein eventuelles Hindernis umfahren kann, muss eine Straßenbahn erst auf dessen Beseitigung warten. Und im Winter sind die Busse die zuverlässigeren Verkehrsmittel.

Soll es wirklich gewollt sein, dass die Kaufkraft der Langenberger komplett in die Stadt gezogen wird, so kann der Stadtrat gewiss sein, dass die ortsansässigen Händler ihre Geschäfte schließen werden. Somit wären es dann schon wieder weniger Langenberger, die die Linie 4 nutzen könnten und die Gewerbesteuereinkünfte für die Stadt würden sich auch verringern.

Einfach mal darüber nachdenken!

R. Hüllner, Stublach


Danke!
Danke, sagt die Bürgerinitiative "Lebenswertes Langenberg" für die überwältigende Teilnahme von Bürgern aus Langenberg, Gera und Umgebung an der Unterschriftensammlung gegen die Stadtbahnlinie 4. Mit Ihren Unterschriften haben Sie gezeigt, dass Sie als mündige Bürger mitentscheiden wollen, bei der Entwicklung der Stadt Gera. Dass Sie gefragt werden wollen, wenn solch gewaltige Ausgaben unser aller Haushalte für Jahrzehnte belasten werden. Dass wir bereit sind, Gera gemeinsam zu gestalten. Mehr als 1200 Bürger zeigten freiwillig und in eigenem Engagement ihre freie Meinung – NEIN zur Stadtbahnlinie 4!!!
Leider hat sich nun einmal mehr gezeigt, dass die tatsächlichen Interessen der Bürger nicht geachtet werden. Die Entscheidung ist gefallen. Mit dem Bau der Stadtbahnlinie 4 soll nun schnellstens begonnen werden!
Wer soll die hohen Schulden bezahlen? Gera wird so nicht aus den roten Zahlen kommen! Unsere Kinder werden künftig noch die Belastungen tragen müssen.
Wer haftet nach Fertigstellung, wenn man dann feststellt, dass 16 Mio. Euro ausgegeben wurden und die viel beschworene Verbesserung der ÖPNV Anbindung nicht eintritt und die 3000 täglich zu erwartenden Fahrgäste, z.B. auf Grund der demografischen Entwicklung, ausbleiben???

Bürgerinitiative "Lebenswertes Langenberg"
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