Mit Sachverstand für Geras Zukunft

Dr. Ulrich Porst
Gera: bürgerschaft | Interview mit dem Vorsitzenden des Vereins „Bürgerschaft Gera“, Dr. Ulrich Porst
Um als Interessenvertreter der Bürger und sachverständiger Rat für den Stadtrat aktiv zu agieren, gründeten einige Geraer Bürger im Dezember vorigen Jahres den Verein „Bürgerschaft Gera“. Der AA Gera fragte nach dem Grund und den Zielen des Vereins beim Vereinsvorsitzenden Dr. Ulrich Porst nach.

Warum eine weitere Bürgervertretung?

Die OB-Wahl 2012 hat gezeigt, dass rund 70 Prozent der Geraer Bürger eine Veränderung gewollt und entsprechend gewählt haben. Eine Vielzahl von ihnen wünscht sich, dass allein Sachverstand die Entscheidungsgrundlage im Stadtrat bilden soll, unabhängig parteipolitischer Einflussnahme. Das wurde bisher vermisst. Nur zu oft hat die Vergangenheit gezeigt, dass Blockbildung und Koalitionsvereinbarungen im Stadtrat kontraproduktiv sind. Diese Erkenntnis war die Grund für die Gründung des Vereins Bürgerschaft Gera e.V.

Was sind die Ziele?Wir möchten im Sinne der Bürger mit Sachverstand Einfluss nehmen auf Fragen der Wirtschaftsentwicklung, den zügigen Ausbau des Bildungswesens, der Infrastruktur, der Sport- Freizeit und Kulturangebote und sozialen Belange in der Stadt. Dabei bürgerschaftliche Kräfte bündeln, also Vereine, Verbände, Ortsteilbürgermeister mit einbeziehen...
Zudem werden wir aufmerksam und wenn erforderlich kritisch die Umsetzung von Stadtratsbeschlüssen begleiten. Wunschvorstellungen, die finanziell nicht untersetzt werden können, werden von uns nicht mit getragen.


Sie selbst sind ja – wie weitere Vereinsmitglieder – bereits im Stadtrat aktiv.

Das ist richtig. Wir haben nun eine eigene Fraktion „Bürgerschaft Gera“ im Stadtrat gebildet. So können wir wichtige Themen und Fragen der Bürger aufnehmen und sie direkt in den Stadtrat tragen.

Wer kann Mitglied werden?Der Verein bietet denen eine Plattform, die sich unvoreingenommen und konstruktiv für dessen Ziele engagieren, sich also für parteiübergreifenden Sachverstand in Fragen der Kommunalpolitik einsetzen und die Stadt gemeinsam mit allen Stadträten voran bringen möchten. Wir sehen uns als Mitglieder allein den Bürgern und dem Gemeinwohl gegenüber in der Pflicht – keinem Parteibuch. Karriereabsichten und persönlich motivierte Interessen haben bei uns keinen Platz.

Was sind die kommenden Aufgaben?

Eine Vereinsgeschäftsstelle soll noch im Januar eröffnet werden. Wichtig ist auch die Präsenz im Internet, eine entsprechende Plattform wird erstellt. Natürlich wird Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle spielen, um mehr engagierte Geraer zu gewinnen.

Blick in die Zukunft – wird sich der Verein zur Wahl des Stadtrates 2014 beteiligen?
Wenn es von den Geraern gewünscht wird, werden wir zur Wahl antreten.
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