NPD-Motto: Schlag ins Gesicht der DDR-Opfer

Erfurt/Weimar, den 16. Juni 2011

Pressemitteilung
des „Geschichtsverbundes Thüringen - Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" zu der in Gera von der NPD organisierten Veranstaltung am 17. Juni 2011 sowie dem Konzert „Rock für Deutschland" am 6. August 2011 unter dem Motto: „Nie wieder Kommunismus - Freiheit für Deutschland".

Als Institutionen, die sich mit der Aufarbeitung des Unrechtes beschäftigen, dass die SED auch im Namen des Kommunismus an den Menschen in der DDR verübte, ist es für uns unerträglich zu erleben, wie die NPD den Slogan „Nie wieder Kommunismus - Freiheit für Deutschland" für ihre ideologische Propaganda missbraucht. Die Begründung der NPD, mit diesem Konzert an die Opfer des 17. Juni 1953 und des Mauerbaus 1961 erinnern zu wollen, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die zu DDR-Zeiten für ein freiheitliches und demokratisches Land kämpften. Die NPD instrumentalisiert mit diesem Slogan gezielt die Opfer der SED-Diktatur für ihre eigenen, antidemokratischen Interessen. Die Mitglieder des Geschichtsverbundes verwahren sich gegen derartige Kampagnen.


Für den Geschichtsverbund Thüringen:
Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Erfurt, Gera und Suhl; Deutsch-Deutsches Museum Möldlareuth; Freiheit e.V.; Gedenkstätte Amthordurchgang Gera e.V.; Gedenkstätte Billmuthausen e.V.; Stiftung Point Alpha; Gesellschaft für Zeitgeschichte Erfurt e.V.;
Grenzlandmuseum Eichsfeld; Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR; Landeszentrale für politische Bildung Thüringen; Stiftung Ettersberg - zur vergleichenden Erforschung europäischer Diktaturen und ihrer Überwindung, Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk"; Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. -Landesgruppe Thüringen
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Michael Kleim aus Gera | 12.07.2011 | 15:13  
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