Ostthüringer Mittelstand gut aufgestellt - Wirtschaftliche Entwicklung in Gera bereitet Birgit Diezel Sorgen

Mittelstand pflegen, Netzwerke ausbauen, eine noch bessere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Mitglieder des BVMW, als Gäste im Mercedes-Autohaus Gera, berieten über den Wirtschaftsstandort Ostthüringen.
Gera: AUTOSCHOLZ- AVS GmbH & Co. KG | Von Reinhard Schulze

Thüringen hat im vergangenen Jahr mit drei Prozent das höchste Wirtschaftswachstum der Ost-Bundesländer erreicht. Damit sei die Wirtschaft im Freistaat nach der Krise gut aus den Startlöchern gekommen, so Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Deutlich gestiegen sei auch die Zahl der Erwerbstätigen. Eine Einschätzung, die auch Landtagspräsidentin Birgit Diezel teilt. Dennoch ließ sie einige Sorgenfalten erkennen, als sie kürzlich in der AUTOSCHOLZ- AVS GmbH & Co. KG in Gera vor den Mitgliedern des Bundesverbandes mitteldeutscher Wirtschaft (BVMW) zum Thema "Wirtschaftliche und finanzielle Situation in der Region Ostthüringen und Maßnahmen zur Gewerbeansiedlung in der Region" referierte.

Gute Noten verteilte die Landtagspräsidentin an den Landkreis Greiz, aber auch an die Kreise Altenburger Land und Saale-Orla-Kreis. Sie hätten es verstanden Wirtschaft, Gewerbe wie auch die Landwirtschaft kontinuierlich zu fördern. Trotz so mancher schmerzlicher Rückschläge sei der Mittelstand in Ostthüringen gut entwickelt und so für die Zukunft gerüstet.

Wie eine solche erfolgreiche Entwicklung konkret aussieht, konnte Gastgeber Ulrich Weise vermelden, der noch einmal im Telegrammstil die mehr als 20-jährige erfolgreiche Entwicklung des Mercedes-Autohaus Revue passieren ließ. 355 Mitarbeiter sind derzeit an den Standorten in Altenburg, Eisenberg, Gera, Hohenölsen, Jena und Schmölln beschäftigt und mehr als 60 Auszubildende.

Weniger positiv beurteilte Birgit Diezel die Situation in der Otto-Dix-Stadt Gera, sprach sogar von einem "Sorgenkind" mit dem größten Nachholebedarf.
Die Landtagspräsidentin forderte die Kommunen auf, den Mittelstand weiter zu hegen und zu pflegen. Was wiederum BVMW-Geschäftsführer Ulrich Winterstein zum Anlass nahm, die Steuererhöhungspläne der Stadt Gera zu kritisieren. Eine solche Politik sei abträglich für eine wirtschaftliche Entwicklung. Winterstein weiter: "Wirtschaft funktioniert nur durch Entlastung und nicht durch Belastung."

Als wichtige Voraussetzung für eine weitere Gesundung der Wirtschaft sei es erforderlich, so Birgit Diezel, die Netzwerke zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft durch den BVMW noch enger zu knüpfen und weiter auszubauen. Große Reserven sieht die gelernte Volkswirtschaftlerin auch in der noch engeren Zusammenarbeit zwischen heimischen Wirtschaft und der Forschungsund Lichtstadt Jena.
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