Ralf-Uwe Bauer neuer Präsident der IHK Ostthüringen

Albrecht Pitschel (rechts) gratuliert Ralf-Uwe Bauer, der heute zum neuen IHK-Präsidenten gewählt wurde. (Foto: IHK Ostthüringen)
Gera: . |

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen (IHK) hat am 2. September Dr. Ralf-Uwe Bauer, Geschäftsführender Direktor des Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e. V. (TITK) und Geschäftsführer des Tochterunternehmens Ostthüringische Materialprüfgesellschaft für Textil und Kunststoffe mbH Rudolstadt (OMPG) zu ihrem neuen Präsidenten gewählt.

Ralf-Uwe Bauer löst Albrecht Pitschel, ab, der viereinhalb Jahre an der Spitze des Ehrenamts stand und sich zum Jahresende als Chef der Bad Köstritzer Schwarzbierbrauerei in den Ruhestand verabschieden wird. Der neue Präsident dankte seinem Vorgänger ausdrücklich für die geleistete Arbeit. Insbesondere im Bereich Berufsorientierung sei die IHK ein gefragter Partner geworden.

Dr. Bauer wurde am 19. Juli 1956 in Rudolstadt geboren. Der promovierte Diplom-Ingenieur für chemische Verfahrenstechnik verantwortet innerhalb der TITK-Gruppe einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro und ist Chef von 186 Mitarbeitern. Er gehört der Ostthüringer Voll-versammlung seit 2008 an und engagiert sich seitdem im Industrie- und Forschungsausschuss der IHK. Als Mitinitiator der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse ist Ralf-Uwe Bauer seit März deren erster Präsident. Außerdem steht er dem Verband Innovativer Unternehmen mit Sitz in Berlin vor. Mit Blick auf seine neue Tätigkeit betonte er, sich stärker für die regionale Kooperation von industrienaher Forschung und Wirtschaft einzusetzen. Für mehr Wettbewerbsfähigkeit brauche der Ostthüringer Mittelstand mehr eigene Wertschöpfung. Das gehe nur über innovative Produkte, die schnell zur Marktreife gelangen.

Die VV-Mitglieder beschlossen heute, die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt der Region mit Sprachkursen, Bewerbungstraining und berufsbezogenen Fachseminaren zu unterstützen. Die IHK bleibt damit in Ostthüringen erste Adresse nicht nur für deutsche Azubis, sondern wird auch verstärkt Migranten beraten, die in der Region eine Ausbildung suchen. Angeboten werden zudem persönliche Berufsorientierung, die Organisation von Praktika/Einstiegsqualifizierungen und die passgenaue Vermittlung in Unternehmen mit Begleitung während der Ausbildung.

Kritisch sehen die Unternehmer der Vollversammlung die Rechtsunsicherheit beim Bleiberecht. Es sei für keinen Unternehmer zumutbar, wenn der Azubi während oder kurz nach der Lehre abgeschoben werde. Willkommenskultur sei nur glaubwürdig, wenn die Gesetze ein Willkommen, das Bleiben und die Integration auch ermöglichen, schnell und unbürokratisch.
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