Streitbare Cannabis-Patientin wird geehrt

Ute Köhler aus Thüringen erhält die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland

Am 09. Januar bekommt Ute Köhler die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die hohe Auszeichnung, die Bundespräsident Gauck bereits unterzeichnet hat, wird ihr am 09. Januar in Erfurt überreicht.


Ute Köhler brachte Tabuthemen wie die mangelhafte Schmerztherapie in Deutschland oder die Nutzung von Hanf als Heilmittel in der Öffentlichkeit. Dabei ging sie durchaus außergewöhnliche und prägnante Wege. Sie nahm als Patientin und Bürgerin den demokratischen Charakter unserer Gesellschaft ernst und stärkte Werte wie Meinungsstreit, öffentliche Auseinandersetzung, Therapiefreiheit und die Achtung der Würde des Menschen.

Obwohl sie selbst schwer mit ihrer Krankheit kämpfen muss, hat sie sich für die Belange kranker Menschen eingesetzt. Mit ihrem Engagement hat sie die gesellschaftliche Diskussion und die demokratische Kultur gefördert. Sie hat Mut, unbequeme Positionen zu vertreten und kritische Fragen zu stellen. Sie steht mit ihrer Person für ihre Überzeugung ein. Sie ist damit ein Vorbild für Zivilcourage und gesellschaftlicher Verantwortung.

Ute Köhler ist eine mutige Frau, deren Engagement mit der Auszeichnung gewürdigt wird. Die Verleihung der Verdienstmedaille ist ein gutes Symbol – für Frau Köhler und für unsere Demokratie.

Ute Köhler ist Mitglied der evangelischen Kirche. Die Verleihung der Verdienstmedaille wurde von Mitarbeitern der Kirche, Diakonie und der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt.
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Petra Seidel aus Weimar | 03.01.2013 | 19:12  
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