Studenten-Förderverein will Gera als Hochschulstandort etablieren

Bereits im Jahr 2012 startete der Verein zusammen mit den ansässigen Hochschulen die Plakataktion „5000 Studenten für Gera“. Mit dieser weckten Si e nicht nur das Interesse der Einwohner, sondern auch andere Hochschulen wurden auf Gera und das Engagement des Vereins, die Stadt als Hochschulstadt zu etablieren, aufmerksam. Diana Hirsch, Leiterin Marketing der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera GmbH und Ralf Spies, Vorsitzender des Studentenförderverein Gera e.V. zeigen hier noch einmal das Plakat, welch (Foto: Foto: Olaf Böhme)
 
Derzeit ist die SRH Fachhochschule in der Villa Hirsch untergebracht. Doch bei über 500 Studierenden wird diese zu klein. Außerdem steht das Haus unter Denkmalschutz was dazu führt, dass schon das Anbringen von Technik für den Unterricht, ein Problem ist. Deshalb ist die Schule auf der Suche nach einem neuen Domizil in Gera. (Foto: Lars Werner)
Um es vorweg zu nehmen, ja es gibt Studenten in Gera. Aber nicht weil in unserer Nachbarschaft Universitäten ansässig sind, sondern weil es in der drittgrößten Stadt Thüringens mit der Berufsakademie und der SRH Fachhochschule, mittlerweile zwei Schulen gibt an denen ca. 1200 Studierende ihren Abschluss machen. Doch bis jetzt wurden sie von der breiten Masse nicht wahrgenommen und somit auch keine Lobby. Doch nachdem über mehr als ein Jahrzehnt junge Menschen nach dem Schulabschluss schnell das Weite gesucht haben, ist es wichtig geworden als Stadt für die Studenten zu werben, weitere Hochschulen nach Gera zu holen und sich Ihrer Bedürfnisse anzunehmen.

Das diesbezüglich in Gera etwas passieren muß, merkten einige Bürger der Stadt schnell und gründeten im Herbst 2011 den „Studentenförderverein Gera e.V. „Wir wollen ein klares Bekenntnis zum Hochschulstandort Gera und den hier Studierenden abgeben und mit Engagement einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Hochschullandschaft in Gera leisten. Hierzu gehört schon, dass die Studenten wahrgenommen und unterstützt werden“ erzählt Ralf Spies, der erste Vorsitzende des Vereins, zu den Gründen einen solchen Verein ins Leben zu rufen. Seit der Gründung hat der Verein aber nicht nur geredet, sondern die ersten Aufgaben auf den Weg gebracht und umgesetzt. So gab es im Jahr 2012 die Plakataktion „5000 Studenten für Gera“ bei der für den Studienstandort Gera geworben wurde. „Die Aktion war ein großer Erfolg, denn die Hochschullandschaft wurde auf Gera aufmerksam und auch die Bürger haben die Notwendigkeit, hier etwas zu tun, erkannt und wissen was mit einem durchdachten Konzept alles möglich werden kann“ erzählt Ralf Spies weiter. Weiterhin konnte der Verein in der Vergangenheit bereits mehrere Stipendien vergeben, was durch zahlreiche Spenden und Mitgliedsbeiträge ermöglicht wurde. Auch beteiligt er sich mit verschiedenen Events an den Aktivitäten der Studenten. „Perspektivisch wollen wir dazu beitragen, dass sich die Hochschullandschaft in Gera sowohl qualitativ als auch quantitativ entwickelt, und damit auch auf unseren Wohnort zurückstrahlt. Hierbei könnten wir uns neben dem Ausbau der beiden vorhandenen Hochschulen auch die Ansiedlung weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen vorstellen“ erklärt Heiko Wendrich, der zweite Vorsitzende des Vereins.

Doch um dies alles umzusetzen ist es wichtig, das sich möglichst viele daran beteiligen und auch die Studenten ihre Bedürfnisse äußern können. Deshalb hat der Verein den Stammtisch des Fördervereins ins Leben gerufen, welcher im Februar erneut stattfand. Bei diesem wird über die Arbeit und die Fortschritte im Verein gesprochen, Studenten und Personen oder Firmen werden zu bestimmten Themen zueinander geführt und es wird gemeinsam über weitere Projekte und deren Umsetzung diskutiert. Erfreut waren die Vereinsmitglieder, dass zahlreiche interessierte Bürger, Firmeninhaber und Studenten zum Treffen im Clubhaus Comma erschienen waren, so dass der Raum zeitweise überfüllt war. An diesem Abend wurde über verschiedene Ideen, wie der Neuansiedlung eines Studentenwohnheimes gesprochen, aber auch über die zukünftige Neuansiedlung von Hochschulen. Auch die SRH Fachschule war ein Schwerpunkt der Gespräche. Diese ist seit 2007 in Gera ansässig und hat derzeitig 520 Studierende. Jedoch wird das Domizil, die Villa Hirsch, langsam zu klein und außerdem hat man hier mit Denkmalschutz und weiteren Hürden zu kämpfen. Deshalb hat sich die Schule bei der Stadt für das angedachte Kunsthaus zur Nutzung beworben. „Wenn dies klappt, wären wir einige Probleme schnell los. Die Villa Hirsch ist sehr schön, jedoch mittlerweile zu klein und durch den Denkmalschutz ist es schon schwer einen Beamer in den Räumen anzubringen“ erzählt Diana Hirsch, die Marketing und PR Leiterin des Hauses. Dies unterstützt der Verein und weist darauf hin, dass es wichtig ist die Schule im Stadtkern zu halten um das Bild mitzuprägen. Außerdem hat man den angrenzenden Hofwiesenpark, welcher als Campusgelände mitgenutzt werden könnte und somit einen weiteren Pluspunkt für das Gesamtprojekt Hochschulstadt Gera, wäre. Wer mehr zum Verein wissen möchte, diesen aktiv unterstützen will oder für die einzelnen Projekte Spenden will, kann sich im Internet unter www.studenten-gera.de informieren und mitwirken.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige