Wende im Vermisstenfall Max?

  Gera: Gera-Lusan | Am 2. März verschwindet der damals noch 22-jährige Student Max Weil aus seiner Wohnung in Gera-Lusan. Die Polizei sucht mit Hubschraubern und Hunden nach dem jungen Mann, doch die Spur endet an einer Straßenbahnhaltestelle in der Nähe seiner Wohnung.

Nachdem anfangs von einem Verbrechen ausgegangen wurde, wendet sich jetzt scheinbar das Blatt: Zwei Zeuginnen wollen am Montag vergangene Woche in Weiden (Oberpfalz) mit dem vermissten jungen Mann gesprochen haben. Er berichtete von seiner abgebrochenen Ausbildung und sei auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Unterwegs war Max, so berichten die Zeuginnen, auf einem Fahrrad mit Kinderanhänger. Er wohne im Wald. Dies deckt sich mit der Begegnung eines jungen Mannes in Großgerau vom 27. Juli. In einem Waldgebiet will er den inzwischen 23-jährigen mit Fahrrad und Anhänger erkannt haben.

Das macht den Eltern Hoffnung ihren Sohn zu finden: „Wir brauchen Gewissheit was mit ihm ist“ sagt Mutter Gabi Weil: „Vielleicht hat er psychische Probleme und braucht Hilfe“. Die Eltern, die in Frankfurt wohnen, waren inzwischen unzählige Male in Gera, um nach ihren Sohn zu suchen. Unterstützt werden sie seit Mai von der 27-Jährigen Elke Riedel. Die Chemnitzerin beschäftigt sich schon seit Jahren in ihrer Freizeit mit Vermisstenfällen und half zuletzt bei der Suche nach der verschwundenen Davina Seyfried aus Bremen. Mit ihren Erfahrungen in Sachen Suchaktionen und Kontakt zu Institutionen hilft sie jetzt bei der Suche nach Max. Obwohl sie den vermissten Studenten nicht kennt, verteilte die Cheminitzerin eifrig Flyer in Gera, hat eine Website eingerichtet und hält Kontakt zu Obdachlosenheimen und Vereinen. Zu Max Eltern hat sie inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut, so Riedel. Sie ist fest überzeugt Max wiederzufinden: „Ich glaube er hat einfach eine persönliche Sinnkrise“.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten bisher zu keinem Ergebnis, so Michael Schwenzer von der Geraer Polizei. "Die Kollegen in Hessen gehen jedoch allen Hinweisen nach". Die Mutter Gabi Weil weiß aber auch, dass die Ermittlungen bei Weitem nicht mehr mit der Intensität geführt werden wie vor einigen Monaten. Er ist über 18 Jahre alt und kann tun was er möchte. Von einem Gewaltverbrechen wird inzwischen nicht mehr ausgegangen, so die Mutter des vermissten Studenten.

Hoffnungen setzten Elke Riedel und die Mutter von Max auf Vereine und Institutionen die viel in der freien Natur unterwegs sind. "Wir haben Wandervereine, Forstämter und Radsportclubs angeschrieben". Bis jetzt fehlt aber eine neue Spur. Letztlich können wir nicht ausschließen einem Phantom hinterherzulaufen" gesteht Elke Riedel ein. Trotzdem: Die Suche geht weiter.

Wollen Sie die Familie bei der Suche unterstützen? Flyer zum Herunterladen, gemeinsame Suchaktionen und Neuigkeiten finden Sie auf der Suchwebsite http://maxvermisst.123imwww.com/ .

HINWEISE ZU MAX
Max Weil (23) stammt aus Frankfurt/Main, studierte und lebte jedoch in Gera. Er ist ca. 1,80m groß, hat blaue Augen, ist Brillenträger und hat dunkelblondes welliges Haar.

Hinweise können Sie unter diesem Beitrag hinterlassen bzw. per Mail an den zuständigen Redakteur f.purucker@allgemeiner-anzeiger.de senden oder telefonisch an die Eltern unter 0172 4695070 weitergeben.
Hinweise nimmt auch die Kriminalpolizeiinspektion Gera, Telefon (0365) 8 23 44 04 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
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4 Kommentare
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Heidrun Fischer aus Nordhausen | 19.08.2011 | 15:02  
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Elke Riedel aus Gera | 21.08.2011 | 14:54  
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 23.08.2011 | 21:50  
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Elke Riedel aus Gera | 24.08.2011 | 23:33  
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