Wenn wir sehen was wir Tun

Wie kann man in der Bevölkerung die Bereitschaft erlangen, sich für die Bundeswehr zu entscheiden? 20 Prozent Mädchen wünscht sich Frau von der Leyen…



Im letzten Jahr gab es in etwa 8000 Besuche von Bundeswehroffizieren an deutschen Schulen, um den 16 bis 18 jährigen beizubringen, dass Soldat sein ein ganz normaler Beruf ist. Aufstiegschancen, Karrierechancen und spätere Übernahme in den zivilen Dienst.

Ihr erlangt Kenntnisse über Elektronik und deren Anwendungen. Ihr werdet gebraucht und das, was Ihr tut ist immer richtig. Der Staat, unser Staat eine Demokratie, geprüft im Parlament würde Euch nie etwas Verbrecherisches befehlen. Außerdem ist es höchst unwahrscheinlich, dass Ihr noch kämpfen müsst wie eure Großeltern. Heute kommen Drohnen zum Einsatz die können töten von tausenden Kilometer Entfernung.

Selbstverständlich töten wir immer die Richtigen. Wir sitzen in Potsdam und lenken über Rammstein die Raketen ins Ziel. Wir sind selbstverständlich im Recht, weil wir nicht das richtige tun müssen, denn wir richten sofort hin. Das alles ohne Justiz, ohne Gesetze denn wir sind im Recht, denn wir sind die Guten und treffen die Bösen.

Mit diesen Schablonen glaubt man den Schülern in den Gehorsam des Militärs pressen zu können. Kriege sind weit entfernt und werden nur noch elektronisch via Joystick geführt. Man tötet, ohne dass es die eigenen Gefühle berührt.

Bewohner von großen Ballungszentren wären nicht in der Lage sich eigenständig zu ernähren. Das Tier müsse man selbst töten, öffnen, ausweiden und unter umständen sogar roh essen. Die meisten wären dazu nicht in der Lage.

Weil wir sehen was wir tun.

Töten wir einen Menschen in 20 Kilometer Entfernung mit einer Drohne wird er zerfetzt sodass der Mensch medizinisch irreparabel ist. Wir sehen es nicht. Ein weit entferntes Ziel und die Elektronik erledigt das übrige. Bei diesen Einsätzen trinke man Kaffee und lehne sich entspannt zurück und höre Musik. Und am Wochenende gehe man aus, treffe man seine Familie Frau und Kind. Es gibt nach einem solchen Angriff keinerlei Rückmeldungen über die Wirklichkeit, die angerichtet wurde.

Diese Offiziere können sagen, was sie wollen. Es muss dann aber darauf hingewiesen werden, was es bedeutet. Was es bedeutet, wenn eine Kanone abgefeuert wird, ----- Ein gigantisches technisches Gebilde und ein lauter Knall--- Großartig …. Das ist Werbung.

Wenn für Spülmittel geworben wird, zeigt man nicht nur, wie die Flüssigkeit ins Wasser gelangt. Dann zeigt man eben auch die glänzenden Teller und bei Waschmittel die weiße saubere Wäsche.

Die Werbung für eine Kanone oder Drohne muss jedoch die Wirkung zeigen. Sie muss zeigen wie Häuser und die im Hinterhof spielenden Frauen und Kinder zusammenbrechen. Das wagt sich das Militär nicht. Denn dann hat man Schuldgefühle für das, was man tut.

Was wirklich angerichtet wird, darf keiner sehen. Dieses Verschweigen der angerichteten Wirklichkeit ist die Werbestrategie der Bundeswehr um diese in der Mitte der Gesellschaft ankommen zu lassen.

Fazit: Es ist außerordentlich wichtig, dass nicht Missionaren des Militärs geglaubt wird sondern dem was Ihr in Wirklichkeit wertfühlt. Sonst werden euch die eigenen Gefühle wie schrecklich es wäre einen Menschen töten zu müssen wegtrainiert. Es ist ein Ziel aller Militärs die Tötungshemmung effizient auszuschalten. Es werde euch unter Drill beigebracht wie der Körper sich maschinell einsetzen lässt. Die Individualisierung und Entpersonalisierung ist in jeder Form die Stärke des Militärs. Darauf basiert das Gehorsam Prinzip …. Ihr tötet nicht mehr sondern man schaltet nur noch aus……..
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2 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 01.04.2016 | 12:23  
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Mike Picolin aus Gera | 01.04.2016 | 13:13  
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