Wohin mit Gera? (Leserbrief)

Wenn man die Zeitung aufschlägt, verschlägt es einem zuweilen die Sprache. Um Gera ist es schlecht bestellt. Wir stecken in der Klemme. Der kommunale Finanzausgleich vom Land reicht hinten und vorne nicht. Gera muss an erster Stelle sozial Schwachen helfen und erst dann kommen Kulturangebote und deren Orte, Sanierung von Straßen, Schulen, Unterstützung für Kindergärten, Tierpark ...! Gera soll sparen und droht dabei sein Gesicht zu verlieren. Eine wichtige Frage ist für mich: Können wir denn wirklich ohne KuK auskommen? Und was höre ich von seiten der Stadtverwaltung? "Das hat uns der Alte eingebrockt!" Da schüttelt´s mich. Es geht doch jetzt nicht um Schuldfrage und Schuldzuweisungen und wer den ersten Stein werfen darf. Es geht um das Nachvorndenken, Lösungen suchen und an der Problembehebung arbeiten. Es geht darum, ehrlich über die Probleme zu reden. Wenn jemand die Dinge kleinredet oder gar vertuscht wird sich nichts zum Positiven wenden. Wenn jemand Dinge beschönigt um den Wähler zu beruhigen, werden wir bald im Chaos versinken. Gera braucht seine Kraft und Energie jetzt für die Zukunft. Ein Klempner lamentiert auch nicht erst lange rum eh er den Rohrbruch behebt.

Ich fing 2010 an, Leserbriefe zu schreiben über das was mir an kommunalen Themen unter den Nägeln brennt. Das tu ich jetzt im Jahr 2014 wieder. Und ich bin inzwischen ein paar Schritte weiter gegangen: Ich engagiere mich persönlich und an vorderer Stelle in der Kommunalpolitik. Warum gerade bei den Grünen und im Bürgerhaushalt? Weil hier echte Demokratie stattfindet. Weil ich hier (auch oder gerade als Frau) ernst genommen werde, mir zugehört wird und mein Wort Gewicht hat und weil man hier ehrliche, nette und kompetente Mitstreiter/innen findet. Weil hier verschiedene Meinungen nebeneinander stehen bleiben können und trotzdem oder gerade deshalb an der Lösung dringender Probleme gemeinsam gearbeitet werden kann und muss. Weil es nicht ums Siegen und Verlieren sondern ums "Wie-geht-es-weiter?" gehen muss. Am Wochenende gab es eine interessante Tagung im Rathaus Gera unter der Überschrift "Frauen machen Kommunen stark". So sehe ich es auch. Es gilt, sich als Frau in der Kommune stark zu machen für die Menschen, die Familien und die Firmen die hier ihr zuhause haben. Gemeinsam mit Mitstreitern kann es gelingen, Gera lebenswerter zu machen und dem Rückschritt den Rücken zu kehren.

Regina Pfeiler

Gera, 14.01.2014/ 16.01.2014
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9 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 16.01.2014 | 22:09  
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Renate Jung aus Erfurt | 16.01.2014 | 22:11  
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Antje Hellmann aus Jena | 17.01.2014 | 12:07  
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 17.01.2014 | 12:21  
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 26.01.2014 | 22:35  
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