Aufklärung statt erhobener Zeigefinger - Mit „KlarSicht“ gegen Alkohol und Tabak

Die elfjährige Maxine Böttger (Bildmitte) merkt gerade wie schwierig es ist unter Alkoholeinfluss den Weg nach Hause zu finden. Durch die Brille ist sie in ihrer Sicht ziemlich eingeschränkt und würde ohne die Hilfe ihre Freundin Lisa Jäger (links) den Parcours nicht bewältigen können.
Klar sehen, nichts vernebeln,, den Durchblick haben und sich nichts vormachen. Dabei will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Jugendliche und junge Erwachsene unterstützen. Deshalb hat die BZgA im Rahmen ihrer Jugendkampagnen zur Tabak- und Alkoholprävention den interaktiven „KlarSicht“ – Mitmachparcours entwickelt. „Die BZgA hat im Rahmen der Aufklärung einige Projekte dieser Art. Dieser Parcours ist bereits seit 2005 an Deutschlands Schulen unterwegs und war auch 2006 schon einmal in Gera. Die Zeigefingermethode hilft bei jungen Heranwachsenden nicht, aber durch interaktive Aufklärung, wann und wie Alkohol beispielsweise wirkt, lernen die jungen Menschen etwas, ohne dass sie jemand belehren will“ erzählt der Projektleiter Sebastian Thiel. Auf Initiative vom Streetwork Gera e.V. machte Klarsicht am 25. und 26. April Station an der staatlichen Regelschule 4 von Gera. Doch nicht nur die Schüler des Hauses, sondern auch Schüler aus sechs weiteren Schulen des Ortes, konnten sich an den beiden Tagen mit den einzelnen Stationen des Parcours beschäftigen und auch interessierte Eltern bekamen die Chance mit den Projektbetreuern das Ganze zu erleben. „Wir sind froh, dass „Klarsicht“ wieder in Gera Station gemacht hat. Wir haben gemerkt, dass manche Schüler durch Rauchen und Trinken Suchtverhalten an den Tag legen. Hierbei haben Gespräche manchmal nichts gebracht und durch ständiges Belehren gibt es dann eher Trotzreaktionen. Deshalb haben wir uns erneut bei der BZgA gemeldet, damit diese mit ihrem Projekt zu uns kommen“ erzählen Britta Stiller, die Direktorin der Regelschule 4 und Dorothe Weil vom Verein „Streetwork e.V.“ und Organisatorin des Projektes in Gera. Doch das soll keineswegs heißen, das unser Nachwuchs mehr Probleme mit Tabak und Alkohol hat, als dies früher der Fall war. Hans-Jürgen Lippold, der Jugendschutzbeauftragte der Stadt Gera, wies darauf hin, dass dies nicht der Fall sei. „Heute ist alles exzessiver, die jungen Menschen kommen leichter an Tabak und Alkohol und vor allem leben wir als Erwachsene es vor und dulden es teilweise auch bei Jugendlichen“ so seine Worte warum Projekte, wie „KlarSicht“ benötigt werden. Unter Anleitung der Moderatoren konnten so an beiden Tagen mehr als 300 Schüler aktiv mitmachen und lernen. Begeistert waren die meisten, denn sie erfuhren nicht nur was Alkohol und Tabak im Körper anrichten, sondern aktiv merkten sie wie sich im Laufe der Zeit alles verändert und welche Kosten über die Jahre für die Suchtmittel anfallen. Wie bei jedem hört auch bei den jungen Heranwachsenden der Spaß auf wenn es ums Geld geht. So waren sich viele einig: „Mit der Kohle kann ich was Besseres anfangen.“
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4 Kommentare
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Antje Hellmann aus Jena | 05.05.2013 | 00:39  
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Lars Werner aus Gera | 05.05.2013 | 01:48  
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Mike Picolin aus Gera | 05.05.2013 | 07:22  
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Antje Hellmann aus Jena | 05.05.2013 | 08:08  
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