Beste Wintersportbedingungen in der Skiarena Silbersattel in Steinach

  Steinach: Skiarena Silbersattel | Wow! Die schwarze Piste mit ihrem Gefälle zwischen 50 und 80 Prozent hat’s in sich. Wer hier nicht sicher Ski oder Snowboard fahren kann, ist hoffnungslos verloren. Aber man muss ja nicht gleich mit dem Steilhang beginnen. Die Skiarena Silbersattel Steinach hält auch mehrere Strecken mit mittlerem und leichtem Schwierigkeitsgrad parat.

Den Chef der Skiarena Silbersattel Steinach für ein Gespräch zu bekommen, ist nicht so einfach. Wie ein Wirbelwind ist er auf dem nicht kleinen Gelände unterwegs. Und kaum hat Gerhard Müller erklärt, dass es die Skiarena - eine hundertprozentige Tochter der Stadt Steinach - so in dieser Form gibt, ist er auch schon wieder mit seinem Funkgerät und dem Handy beschäftigt. Ein Notfall. An der Talstation befindet sich ein Wintersportler, dessen Handgelenk wahrscheinlich gebrochen ist. Der Kreislauf droht zusammenzubrechen. Müller ordert den Notarzt und einen Krankenwagen. Etwa 40 bis 80 derartige Einsätze sind pro Wintersaison erforderlich. Für die Erstversorgung ist die Bergwacht des DRK vor Ort. Der Notarzt wird aus Steinach, der Krankenwagen aus Neuhaus beziehungsweise Sonneberg geordert – so ist schnelle Hilfe gewährleistet.

Durchschnittlich zählt die Skiarena Silbersattel 40.000 Besucher pro Saison. In guten Wintern sind es auch schon mal 52.000. „Im Jahr des Kyrill kamen nur knapp 10.000“, erinnert sich Müller. Die meisten der Gäste sind Tagestouristen. Etwa zehn Prozent der Gäste sind Einheimische, 40 Prozent kommen aus der Region südlich des Rennsteiges, 40 Prozent nördlich des Rennsteiges mit etwa einer Fahrstunde und zehn Prozent sind weit gereiste Gäste, sogar aus Hamburg.

Acht Pisten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden stehen den Wintersportlern zur Verfügung. Fünf davon sind künstlich beschneibar. Die vier Propellermaschinen und drei Schneilanzen sind ab minus drei Grad nutzbar. „Aber so richtig Sinn macht das erst ab minus sechs Grad“, erklärt Müller. Mit einer elektrischen Leistung von 320 Kilowatt müssen die Pumpen bei minus neun Grad ungefähr 40 Kubikmeter Wasser fördern. „Das ergibt dann die zwei- bis zweieinhalbfache Menge Schnee. Und wenn der Wind in die richtige Richtung weht, kommt dies auch auf der Piste an“, so Müller. Das Wasser stammt aus dem extra angelegten Schneiteich mit etwa 6000 Kubikmetern Fassungsvermögen, der von einem Bach gespeist wird. Müller spricht von Glück, dass man somit immer genügend Wasser für den Kunstschnee habe. „Manpower“ nicht mitgerechnet, beziffert er die Energiekosten für einen Kubikmeter künstlichen Schnee auf einen Euro. Für eine Grundbeschneiung der Pisten werden 30.000 bis 35.000 Kubikmeter benötigt. Das kann schnell zu einem Dilemma werden, wie dieses Jahr erlebt. Am 6. Januar war aufgrund der frühlingshaften Temperaturen nicht mehr viel übrig von der weißen Pracht. Erst am 11. Januar konnte mit den endlich gesunkenen Temperaturen mit der Neubeschneiung begonnen werden. „Eigentlich müssten wir den neuen Kunstschnee erst zwei, drei Tage liegen lassen. Aber uns fehlt die Zeit“, beschreibt er die Not in diesem Winter. Und so liefen nicht nur die Schneemaschinen auf Hochtouren, sondern auch die drei Pisten-Bullys.

Mittlerweile, auch durch den Neuschnee, finden die Wintersportler in der Skiarena Silbersattel ideale Bedingungen vor. Und das nicht nur im sportlichen Sinn. Einen Imbiss gibt es an der Berg-, Mittel- und Talstation ebenso wie Toiletten. Zwei Schlepplifte, ein Doppelsessellift, ein Babylift und das Skikinderkarussell stehen den großen und kleinen Wintersportlern zur Verfügung.

Geöffnet hat die Skiarena, sofern genügend Schnee vorhanden ist, von Anfang Dezember bis Mitte März täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr. Donnerstags und freitags ist bis 21.30 Uhr geöffnet. Dann geht es auf Thüringens längster Flutlichtpiste 1500 Meter bergab. Direkt an der Mittelstation stehen für die Wintersportler rund 150 Parkplätze zur Verfügung. Sind die voll, kann auf dem Marktplatz von Steinach geparkt werden. Samstags, sonntags und feiertags fährt ein kostenloser Shuttlebus vom Marktplatz zur Mittelstation und zurück. Weitere Informationen auf www.silbersattel.de.

Übrigens gibt es rund um die Skiarena Silbersattel auch ein rund 90 Kilometer langes loipenähnliches Skiwanderwegenetz für Langlauf und Skating. Dies natürlich wieder mit der Einschränkung: Sofern genügend Schnee vorhanden ist. Voriges Wochenende lag noch zu wenig. Und noch ein Tipp für Rodler: Rodeln ist in der Skiarena Silbersattel leider nicht möglich, aber auf einer anderen Strecke in Steinach.

Na dann, wie die Ski- und Snowboardfahrer so schön sagen: Hals- und Beinbruch!
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Hannelore Grünler aus Artern | 26.01.2013 | 00:37  
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Renate Jung aus Erfurt | 26.01.2013 | 01:01  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 26.01.2013 | 10:18  
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Antje Hellmann aus Jena | 30.01.2013 | 13:38  
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