Burg Posterstein zwitschert. Mit Twitter, Facebook & Co. als Museum up to date sein

Die Litfasssäule reicht längst nicht mehr. Museumsdirektor Klaus Hofmann setzt auf Twitter, Facebook & Co nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Die Strategie gibt ihm Recht: Nicht nur die Zahl der virtuellen Besucher auf der Burg Posterstein ist rasant gestiegen.
Posterstein: Museum Burg Posterstein | Am 1. Februar wird der „Internationale follow a Museum Day“ begangen. Was für ein Day, zu gut deutsch Tag? Dem Museum folgen? Bei näherer Recherche über den Aktionstag ist eine Liste der internationalen Teilnehmer zu finden. Aus Deutschland beteiligen sich gerade mal 14 (Stand vergangener Montag) Museen. In der Teilnehmerliste ist das Museum Burg Posterstein zu finden.

Das Museum muss wohl etwas Besonderes sein? Ist es! Deutschland hat tausende Museen. Was macht die Burg Posterstein so außergewöhnlich? Es ist die Art und Weise des Marketings. Direktor Klaus Hofmann hat die Zeichen der Zeit erkannt und weiß sie für das Museum zu nutzen. Nicht nur das. Er leitet innerhalb des Thüringer Museumsverbandes den Arbeitskreis Marketing und Tourismus und gibt dort sein Wissen und bislang gesammelte Erfahrungen weiter.

Hofmann beobachtet riesige Unterschiede in der Museumslandschaft des Freistaates: „Viele Museen haben nicht mal eine eigene Internet-Seite und weitere können/dürfen nicht selbstständig mit der Presse arbeiten. Das ist tödlich!“. Dabei betrachtet der Hausherr von Burg Posterstein weitaus mehr als nur die eigene Internetseite als lebensnotwendig. Für ihn sind Pressearbeit und Webpräsenz die Klassiker in der Öffentlichkeitsarbeit. Allerdings funktionieren diese nur in eine Richtung. Hofmann legt großen Wert auf Rückkopplung. Die bekommt er unter anderem im Facebook-Auftritt des Museums. Dort fänden sich nach seiner Auskunft vor allem die Menschen zusammen, die die Burg kennen, eine Ausstellung besucht oder an Veranstaltungen teilgenommen haben. „Damit erreicht man junge Leute“, freut sich Hofmann und fügt an, dass man auf Facebook unkompliziert miteinander ins Gespräch kommt.

Die nächste Stufe ist Twitter, das große Netzwerke ermöglicht. „Die muss man sich allerdings selbst aufbauen“, erklärt er. Twitter sei ein schnelles, kurzlebiges Medium. Aber dafür könne vieles auf kurzem Weg geklärt werden. Voriges Jahr hatte die Burg Posterstein erstmals am Internationalen Museumstag „gezwitschert“. Es gab einen digitalen Salon. Während einer Führung mit 20 Leuten hatte die Hälfte von ihnen währenddessen getwittert. Die ganze Welt konnte daran teilhaben. „Daraus ergab sich eine virtuelle Besucherzahl, die gewaltig war“, erinnert sich Hofmann. Der eingangs erwähnte Aktionstag findet ebenso auf Twitter statt. Und auf die Behauptung, das sei doch nur was für junge Menschen, begegnet er: „Ich bin 57!“.

Hofmann sieht die Möglichkeiten von SocialMedia als Chance und nicht als Belastung. Vergangenen Herbst hat der Museumsverband Thüringen seine Erhebung, wie die Museen des Landes SocialMedia nutzen, veröffentlicht. Posterstein liegt unter den Top 10 der Facebooknutzer, gerade mal fünf Museen nutzen Twitter und nur drei Youtube/Vimeo. „Ich staune immer wieder, dass viele den Schuss noch nicht gehört haben, versinnbildlicht Hofmann. Dabei kann er mit Zahlen belegen, wie sich durch die Nutzung von SocialMedia die Besucherzahlen deutlich erhöht haben.


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Hannelore Grünler aus Artern | 22.01.2014 | 18:15  
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