Deutsche-Einheit-Eiche gedeiht. Gedenkfeier 25 Jahre nach dem Pflanzen an der früheren 24. POS Gera-Lusan

25 Jahre später: Rüdiger Rub ist stolz darauf, was aus dieser zarten Eiche geworden ist, sie misst mittlerweile 15 Meter. Gemeinsam mit Schülern am 3. Oktober 1990 gepflanzt, möchte er das Werk jetzt mit dem Anbringen einer Gedenktafel und einer Feier vollenden und lädt dazu Schüler und Lehrer der damaligen 24. POS Gera ein.
 
Am 3. Oktober 1990 versammelte sich eine kleine Schar von Schülern und Lehrern auf dem Schulgelände, um diesen historischen Tag in der deutschen Geschichte, die Wiedervereinigung Deutschlands, mit dem Pflanzen eines Baumes, der „Eiche der deutschen Einheit“, zu würdigen. (Foto: Rüdiger Rub)
Gera: 24. POS Gera | Wissen Sie noch, was Sie 1990 zum Tag der Deutschen Einheit gemacht haben? Rüdiger Rub muss nicht lang überlegen. Er war damals Unterstufenlehrer für Deutsch, Mathematik und Sport an der 24. POS Gera-Lusan. Bei der erstmals freien Wahl der Schulleitung in einer Art Schulkonferenz wurde er zum stellvertretenden Direktor für außerschulische Tätigkeiten gewählt. Noch kurz zuvor wäre dies undenkbar gewesen, da die Parteileitung den rebellischen Lehrer ständig im Visier hatte. „Damals war alles von einen auf den anderen Tag anders. Eine bewegte Zeit“, erinnert er sich.

„Die Schulleitung mit Beate Barth als Direktorin und Hanni Spengler als stellvertretende Direktorin für Planung war ein Superteam. Ich hatte mit ihnen darüber gesprochen, dass dieser von uns lang ersehnte Tag nicht einfach spurlos vergehen dürfe. Ich hatte ihnen vorgeschlagen, gemeinsam mit Schülern am Tag der Deutschen Einheit einen Baum zu pflanzen. Die Idee stieß auf Gefallen“, so Rub. Für 50 D-Mark in Gera-Langenberg erworben, schnallte Rub die Eiche auf sein Trabi-Dach. Am schwarzen Brett der Schule hing ein Aufruf: „Am 3.10.90 um 8 Uhr wollen wir zur Würdigung dieses historischen Tages eine Eiche pflanzen und rufen dazu interessierte Schüler auf“. Der Aufruf war insofern notwendig, da dieser Tag – es war damals ein Mittwoch – erstmals schulfrei war. Mehrere Schüler aus verschiedenen Klassenstufen setzten gemeinsam mit Lehrern das Projekt „Eiche der deutschen Einheit“ um.

Mit der Neuordnung des Schulsystems ab dem Schuljahr 1991/92 wurde Rüdiger Rub Schulleiter an der 11. Grundschule Gera. Seiner alten Schule und dem Baum fühlte er sich nach wie vor verbunden. So organisierte er von der neuen Schule aus, dass an der Eiche ein Sockel errichtet wurde. „Der entstand mit Hilfe von Herrn Prager, ein Vater von einem meiner Schüler“, freut er sich heute noch. Nur zu der geplanten Gedenktafel, die auf dem Sockel angebracht werden sollte, kam es leider nicht mehr.

Aus den Augen verloren hat Rub dieses Vorhaben nicht. Jetzt - ein Vierteljahrhundert später - soll der Sockel endlich mit der Tafel komplettiert werden, verbunden mit einer kleinen Gedenkfeier. Ein schwarzes Brett, wo man einen diesbezüglich Aufruf jetzt nach 25 Jahren anbringen könnte, hat die Schule womöglich noch. Nur lesen würde den niemand mehr, da der Schulbetrieb bereits vor Jahren eingestellt wurde. „Damals beteiligte Schüler leben mittlerweile in alle Winde verstreut, einige sogar im Ausland“, macht Rub auf die Schwierigkeiten der Vorbereitungen für die Gedenkfeier aufmerksam.

AUFRUF

An ehemalige Schüler und Lehrer der 24. POS Gera, Lusan/Magnus-Poser-OS. Am 3. Oktober 1990 versammelte sich eine kleine Schar von Schülern und Lehrern auf dem Schulgelände, um diesen historischen Tag in der deutschen Geschichte, die Wiedervereinigung Deutschlands, mit dem Pflanzen eines Baumes, der „Eiche der deutschen Einheit“, zu würdigen.

Zum 25. Jahrestag dieses Ereignisses treffen sich einige der damals Beteiligten und laden auch weitere Lehrer und Schüler, sowie Gäste zu einer kleinen Gedenkfeier am Samstag, 3. Oktober 2015, 11 Uhr, auf dem Schulgelände Zeulenrodaer Straße 7-9 ein.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige