Die Spitze gehört nach unten! Eine Spezialität von Saskia Raifarth aus Crossen sind 100-Loch-Eier

Crossen: Saskia Raifarth | Da ist sich Saskia Raifarth sicher: „Die Spitze gehört nach unten!“. Darüber würde die Crossener gegeben falls auch ein Streitgespräch führen. Ansonsten geht es bezüglich der Ostereier bei Saskia eher ruhig zu. Mit einer Ausnahme. Das Geräusch des Perforierens der Eier erinnert ein wenig an einen Zahnarztbesuch.

Rückblende: Bei einem Kuraufenthalt 2002 macht Saskia Raifarth Bekanntschaft mit einer Ostereiergestalterin. Sie findet Gefallen daran, besorgt sich Wachteleier und legt zuhause angekommen gleich los. Zu Beginn entstehen Sandeier. Die Technik stammt aus Österreich, dort spricht man allerdings von Weihnachtseiern. Das Ei wird mit Leim eingestrichen und darauf kommt der Sand. Es folgt chinesische Lackmalerei mit Acrylfarben. Die Motive sind ausschließlich schwarz/weiß beziehungsweiße schwarz/braun. Bis zu sieben Lackschichten lassen eine gewisse Tiefe entstehen. Dann haben es Saskia Raifarth die grafischen Muster angetan. Sie verziert die Eier mit strengen geometrischen Mustern bis hin zu Hundertwasser-Motiven. Blumen gehören eher zur freien Gestaltung. Die Crossenerin lässt sich jedes Jahr etwas Neues einfallen.

Zurzeit sind es 100-Loch-Eier, die es ihr angetan haben. Ja, Sie können gern nachzählen! Ein 100-Loch-Ei hat mindestens 100 Löcher. Es können aber auch mehr sein. Zur Perforation gesellt sich mittlerweile die Kratztechnik. Eine weitere Spezialität ist das Beschriften der Eier mit Gedichten von Rielke bis Möricke, mit Sprüchen, Aphorismen, Gedanken, Liedern und Alles rund ums Ei.
Es könnten an die 1000 Eier sein, die bei Saskia Raifarth über das Jahr verteilt entstehen. Dafür bedarf es natürlich entsprechendem Nachschub an Eiern. Die bekommt sie beispielsweise aus dem Westerwald, Norddeutschland und der Ukraine. Ukraine? „Ja! Versuchen Sie mal in Deutschland Gänseeier zu bekommen“, erklärt sie.

Bereits zum dritten Mal beteiligt sich Saskia Raifarth an der Osterausstellung im Naturkundemuseum Gera und ist auch beim Ostereiermarkt diesen Samstag und Sonntag, jeweils 11 bis 17 Uhr, im Botanischen Garten Gera mit vertreten. In der Ausstellung im Museum sind bis 15. April etwa 500 in den unterschiedlichsten Techniken gestaltete Ostereier von etwa einem Dutzend Ausstellern zu sehen. Zu den Ostereier-Markttagen führen die Aussteller Gestaltungstechniken vor. In der Eier-Werkstatt gibt es zahlreiche Mitmachangebote ganz für die Familie. An beiden Orten werden zudem Gewinnspiele angeboten.

Ausstellung im Museum für Naturkunde Gera:
16. März – 15. April 2012
Dienstag bis Sonntag, Feiertage 11 – 18 Uhr

Ostereier-Markttage im Botanischen Garten Gera:
24./25. März 2012, 11 – 17 Uhr
Vorführung und Verkauf, Gestalten von Ostereiern unter künstlerischer Anleitung und mehr

Mehr Informationen unter www.ostereiermarkt-gera.de


Weitere Teilnehmer am Ostereiermarkt und Infos zum Museum für Naturkunde sind hier zu finden:

http://www.meinanzeiger.de/gera/themen/museum-f%FC...
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Karin Jordanland aus Artern | 20.03.2012 | 20:46  
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Steffen Weiß aus Gera | 20.03.2012 | 20:48  
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Hannelore Grünler aus Artern | 20.03.2012 | 20:59  
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