Ei, Ei, Ei. Jubiläum: 10. Ostereiermarkttage Gera im Museum für Naturkunde

Andrea Steinel erklärt auf diesem Osterei, beschriftet mit Tusche, das Gersche Alphabet.
 
Nachfolgend sind Eier-Kunstwerke zum Thema „Gera“ zu sehen. Die Fotos zeigen eine Auswahl der eingereichten Arbeiten, dieses mit dem Titel "Ich liege im Trend" (Mützeneier). Die Arbeiten sind allesamt nicht benamt, damit anonym über die Favoriten abgestimmt werden kann.
Gera: Museum für Naturkunde | „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden, belebenden Blick, …“ Besser, Sie kennen Goethes Osterspaziergang auswendig. Ansonsten müssten Sie laufen, etwa zwei Dutzend Mal im Kreis um die Ausstellungsvitrine.

Andrea Steinel hat eine Vorliebe dafür entwickelt, Eier zu beschriften. „Der Osterspaziergang findet Platz auf einem Hühner-Ei. Für die Schöpfungsgeschichte brauche ich ein Gänse-Ei und für Schillers Glocke sogar ein Straußen-Ei“, erklärt die Gersche. Und was ist, wenn der Text nicht aufs Ei passt? Eine Seite zum Umblättern gibt es schließlich nicht. Sie schmunzelt. Das sei ihr anfangs öfter passiert. „Wenn zum Schluss noch Platz übrig bleibt, ist das nicht so schlimm“, meint sie. Passt der Text allerdings nicht drauf, war die Mühe vergebens. Das passiere ihr heute nicht mehr.

Andrea Steinel war bereits beim ersten Geraer Ostereiermarkt neugierig geworden. Beim zweiten hat sie erstmals mitgewirkt, stellte umfilzte Ostereier und weitere mit grafischen Mustern aus. Letztlich hat sie sich auf die Beschriftung spezialisiert. Der Osterspaziergang war erstmals 2007 in der Ausstellung im Museum für Naturkunde Gera zu sehen.

Etwa eine Stunde braucht sie für ein Ei. Geschrieben wird mit einem Tuschezeichenstift mit 0,25-Millimeter-Spitze. Anfangs hat sie in Schreibschrift geschrieben, dann in Druckschrift mit großen Anfangsbuchstaben und mittlerweile alles komplett in Großbuchstaben. Dass das alles so korrekt aussieht, hat seinen Ursprung in ihrem Beruf: Andrea Steinel hat Bauzeichner gelernt und arbeitet seit Jahren als Tiefbauingenieur.

In der aktuellen Ausstellung im Museum für Naturkunde, die am 13. März eröffnet wird, zeigt sie unter anderem zwölf Eier mit Sternzeichen. Insgesamt sind etwa 300 künstlerisch gestaltete Ostereier von 16 Gestaltern zu sehen. Aus Anlass des Jubiläums – es ist die zehnte derartige Ausstellung an diesem Ort – gab es im Vorfeld einen Aufruf, Eier-Kunstwerke zum Thema „Gera“ zu schaffen. Hier werden 56 Eier von 30 Teilnehmern gezeigt, entstanden auf Wachtel-, Zwerghuhn-, Hühner-, Enten-, Gänse- und Emu-Eiern in den unterschiedlichsten Techniken. Ein Spiegel-Ei ist hier ebenso zu finden wie das Höhler-Ei und das mahnende „5-vor-12-Ei“. Die Gäste der Ausstellung können über ihren Favoriten abstimmen. Unter allen Beteiligten der Abstimmung wird ein Preis ausgelost.

Höhepunkt des 10. Geraer Ostereiermarktes sind die Markttage am 14. Und 15. März. Jeweils von 10 bis 17 Uhr wird in den festlich geschmückten Barocksaal des Museums eingeladen. Elf Aussteller werden vor Ort sein und ihre Gestaltungstechniken vorführen. Zudem sind im Botanischen Garten von Kindergruppen unter dem Motto „Ei, Ei, Ei – wer ist dabei?“ gestaltete Ostereier-Sträucher und Ostereier-Bäume zu sehen.

Ausstellungseröffnung im Museum für Naturkunde: Donnerstag, 12. März, 17 Uhr. Öffnungszeiten mittwochs bis sonntags und feiertags von 12 bis 17 Uhr. Öffnungszeiten Botanischer Garten: mittwochs bis sonntags und feiertags von 12 bis 15.30 Uhr.
7
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
2 Kommentare
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 11.03.2015 | 18:05  
7.095
Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 12.03.2015 | 22:21  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige