Hiphop ist cool! Vorbereitung auf die Ostdeutsche DAT Videoclip/Hiphop-Meisterschaft in der Tanzschule Schulze Gera

Tanzlehrer Sebastian Richter
 
Stehen auf Hiphop und freuen sich bereits auf die am 9. Mai in der Geraer Walhalla ausgetragene Meisterschaft: Carolin Schmuck und Max Hubensteiner.
Gera: Tanzschule Schulze | „Konzentration!“ Mit den ersten Takten von Conor Maynards „R U Crazy“ setzt sich die Gruppe in Bewegung. Viel muss Tanzlehrer Sebastian Richter nicht korrigieren. Die Schritte sitzen. Die Bewegungsabläufe sind perfekt. „Sechs, sieben, und“. Das „Und“ wird von einem kräftigen Handklatsch manifestiert. Dass die Gruppe die eigens für sie gestaltete Choreographie beherrscht, ist kein Wunder – schließlich haben sie den Tanz bereits zur Weihnachtsgala aufgeführt.

Die Gruppe hat gute Chancen, bei den Ostdeutschen DAT Videoclip/Hiphop-Meisterschaften am 9. Mai einen vorderen Platz zu belegen. Max Hubensteiner (15 Jahre, Gera) ist als einziger Junge seit knapp einem Jahr sozusagen der Hahn im Korb dieser Tanzgruppe. Er sieht es ganz entspannt, ab und zu mal im Mittelpunkt zu stehen. Das ausschlaggebende Erlebnis hatte er mit zehn Jahren. Hiphop-Brakedancer aus der holländischen Partnerstadt Arnheim hatten einen Workshop gegeben. Max fand Gefallen daran. Bei seiner Recherche, wo man so etwas in Gera lernen könnte, stieß er auf die Tanzschule Schulze. Mittlerweile tanzt er in zwei Gruppen. Musik ist für ihn wichtig, um sich besser konzentrieren zu können. Wobei er in seiner Freizeit eher keinen Hiphop hört, sondern eher Hard Rock wie AC/DC. „Von denen habe ich bereits sechs CDs, die ich regelmäßig höre“, betont Max und auf Nachfrage bestätigt er: „Nein, die sind nicht gebrannt, sondern richtig im Laden gekauft“.

Zu den besten Ladys in der Tanzgruppe, wie Tanzlehrer Richter meint, gehört Carolin Schmuck (17 Jahre, Gera). Sie war bereits im Paartanz aktiv. Aber als sie beim Weihnachtsball 2012 die Hiphop-Gruppe von „Basti“ gesehen hat, war es um sie geschehen: „Da hat’s mich gepackt!“. Angesteckt vom Hiphop-Virus, hat sie dem Paartanz Adieu gesagt: Ein toller Tanzlehrer, eine tolle Gruppe, ich bin begeistert!“.

Die Hiphop-Formation von Sebastian Richter besteht bereits seit sieben Jahren, in der derzeitigen Konstellation aus 24 Damen und dem einen Herr seit einem Jahr. In verringerter Variante werden sie zur Meisterschaft antreten. Für „R U Crazy“, der schon in Richtung Videoclipdance tendiert, trainieren sie bereits ein Dreivierteljahr. „Wer Lust hat mitzumachen, kann einfach mal vorbei schauen. Wir trainieren immer mittwochs, 17.15 Uhr. Und wir machen nicht nur Hiphop“, verrät Richter. Konkret arbeitet seine Formation gerade an einer Michael-Jackson-Show „Ghost“. Bis die richtig sitzt, wird wohl noch eine Weile vergehen. Premiere ist zur Dark Night zu Halloween im eigenen Haus geplant.

Die Ostdeutsche DAT Videoclip/Hiphop-Meisterschaft wird bereits zum dritten Mal in Gera ausgetragen. Organisiert und durchgeführt wird die Veranstaltung in Gera von der Tanzschule Schulze. Bislang haben sich 16 Formationen plus weitere Duos und Solotänzer angemeldet. Gestartet wird am 9. Mai, ab 9.30 Uhr, in den Altersklassen Kids, Junior 1, Junior 2 und Adults. Nach einer ersten Sichtungsrunde erfolgt eine Einteilung in Hobby- und Profitänzer. Die Wertung übernehmen vom Deutschen Amateur Turnieramt (DAT) gestellte Jurymitglieder. Die Sieger treten zur Deutschen Hiphop-Meisterschaft am 20./21. Juni im Mannheimer Rosengarten an.

„Seitdem die Meisterschaften in Gera ausgetragen werden, ist der Ehrgeiz der Tanzschüler enorm gestiegen. Hiphop hatten wir auch schon zuvor gelehrt. Aber zwischen einem öffentlichen Auftritt und der Meisterschaftsteilnahme liegen Welten, das ist nochmals ein enormer Qualitätssprung“, erklärt Ralf Schulze, Inhaber der gleichnamigen Tanzschule. „Kinder finden Hiphop cool, kennen es aus den Musikvideos. Insgesamt um die 200 Kinder und Jugendliche trainieren bei uns Hiphop und genau so viel stehen bereits in den Startlöchern. Das hat uns natürlich den Paartanz etwas madig gemacht. Mit Hiphop haben wir eine eigene Konkurrenz im Haus geschaffen“, resümiert Schulze. Als er anfing, das Tanzen zu lernen, ging es noch um Polka. Heute fragen die Kinder: „Hä, was iss’n das?“.

Die Meisterschaft war ursprünglich im Kultur- und Kongresszentrum geplant. „Für ein so großes Haus haben wir bislang zu wenig gemeldete Teilnehmer“, bedauert Schulze die Absage. Die Veranstaltung wird in das eigene Haus am Naumannplatz verlegt. Weitere interessierte Tanzformationen können sich noch kurzfristig bei ihm anmelden.

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