Internationaler Tag des Ehrenamtes - Engagement würdigen und selbst ehrenamtlich tätig werden

Nicole Kirchner, Jeannette Weigl, Monique Heinze, Steffi Drognitz, Renate Scherf, Wolfgang Seidemann und Monika Erbrich gehören derzeit zum Team der Ehrenamtszentrale. Zurzeit bereiten Sie neben der täglichen Arbeit, auch die Veranstaltung zum Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember vor. An diesem Tag werden die Bürger für ihren Einsatz im Ehrenamt ausgezeichnet. Die Vereine und Organisationen schlagen die eventuellen Preisträger vor und eine Arbeitsgruppe entscheidet an wen die Auszeichnungen in diesem Jahr gehe
Jeder arbeitet nur wenn er dabei auch Geld verdient. Soziales Engagement zeigen ohne dafür bezahlt zu werden, ist in Zeiten von Ellbogengesellschaft und ständigen Krisen für viele nicht das erklärte Ziel. Doch weit gefehlt, denn immer mehr engagieren sich im Dienste der Allgemeinheit. Sie zeigen damit, dass ehrenamtliches und gemeinnütziges Engagement unersetzlich für das Gemeinwohl sind. Viele Vereine, Organisationen und Initiativen suchen Unterstützung für ihre Projekte und freuen sich über jede Hilfe. Oft wissen die Bürger jedoch nicht, wo ihr Engagement gebraucht wird und an wen sie sich wenden können.

Dafür gibt es in vielen Städten eine Ehrenamtszentrale, welche meist von karitativen Einrichtungen betrieben wird. Gera ist dabei die einzige Stadt Thüringens, in der sich die Zentrale in kommunaler Trägerschaft befindet. „Eine Stelle an welche man sich wenden konnte gab es schon immer. Jedoch war das Problem, dass es wechselnde Ansprechpartner gab, Einrichtungen selbst nicht immer wussten an wen sie sich wenden sollen wenn Freiwillige gesucht werden und vor allem die Bürger zu viele Wege gehen mussten um ans Ziel zu kommen. Hier wollte die Stadt etwas tun und übernahm die Trägerschaft“ erzählt die Teamleiterin der Geraer Ehrenamtszentrale, Renate Scherf. Einmalig ist das Modell bis jetzt in Thüringen, doch immer mehr Gemeinden erkundigen sich darüber um es auch in ihrer Stadt umzusetzen. „Für die Bürger ist es einfacher geworden. Wir sitzen am Kornmarkt und haben Montag bis Freitag ab 9 Uhr geöffnet. Wir geben jedem Hilfe und Unterstützung bei der Vermittlung einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Durch die Gespräche erfahren wir in welchem Bereich derjenige eventuell tätig werden will. Dabei arbeiten wir eng mit Vereinen, Firmen und Organisationen zusammen. Diese wenden sich mit ihrer Suche an uns und wir können durch die Informationen die bei uns von allen Richtungen eingehen, vermitteln“ erklärt Renate Scherf.

Zur Arbeit gehört nicht nur die Vermittlung, sondern z.B. auch Hilfe beim Gründen einer Selbsthilfegruppe und beim Beantragen von Förderungen. Sie organisieren Veranstaltungen, wie Fachvorträge, Workshops für Ehrenamtliche, ein Weihnachtskonzert und die Festveranstaltung zum Tag des Ehrenamtes. Veranstaltungen, wie der Geraer Gesundheits- und Selbsthilfetag und der Weltumwelttag werden bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützt. Projekte, wie der „Thüringer Schülerfreiwilligentag“ und der „Marktplatz der Guten Geschäfte“ in Gera werden organisiert und durchgeführt. Dabei ist die Zentrale in vier Gebiete unterteilt. Zum einen gibt es die „Freiwilligenagentur“, welche zwischen den Bürgern, Vereinen und Organisationen vermittelt und z.B. auch bei Anträgen für Förderungen hilft. Der zweite Bereich ist das „Seniorenbüro“, welches verschiedene Interessengruppen unterstützt und ältere Bürger in die ehrenamtliche Arbeit einbindet. Zudem gibt es die „Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen“. Sie hat die Aufgabe, Selbsthilfe und Eigeninitiative im Gesundheitsbereich zu fördern und zu koordinieren. Das „Büro Lokale Agenda 21“ ist der vierte Bereich der Zentrale. „Es gibt einen Agenda Beirat der aus den Fraktionen, Kirche und Wirtschaft besteht. Ziel ist es eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung der Stadt zu entwickeln. Dazu gehören z.B. die Unterstützung sozialer Projekte und der Bürgerhaushalt“ erklärt Monique Heinze, die zuständige Mitarbeiterin des Bereiches.

Die Resonanz zur Arbeit der Ehrenamtszentrale ist groß und funktioniert sehr gut was daran liegt, dass alle an einem Strang ziehen und somit schnell und unkompliziert vermittelt und geholfen werden kann. Trotz allem muss sich das Team immer wieder etwas einfallen lassen um auf die Zentrale aufmerksam zu machen, die Menschen zu aktivieren und für das Ehrenamt zu begeistern, weiß Renate Scherf zu berichten. Sieben Personen umfasst das Team und alle sind mit Leib und Seele dabei. Denn man ist nicht nur Anlaufpunkt bei Fragen zum Ehrenamt, sondern oft auch Kummerkasten, soziale Anlaufstelle und auch für diejenigen da, welche mit bestimmten Situationen nicht zurechtkommen und nicht wissen wohin mit den Problemen. Die Mitarbeiter der Ehrenamtszentrale leben das Ehrenamt in ihrem Job vor. Gut das es Sie und die zahlreichen ehrenamtlich tätigen Menschen gibt, denn ohne sie würde einiges nicht funktionieren.
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