Mit Sandmännchen und Märchenbuch an die Kindheit erinnern. Ausstellung „Komm mit ins Spielzeugland. Puppen, Autos, Würfelspiele zwischen 1946 und 1989“ im Stadtmuseum Gera

Aus der Nähe bestaunt. Damit haben die Kinder also früher gespielt?
Gera: Stadtmuseum | Einen Querschnitt durch 40 Jahre DDR-Spielzeuggeschichte zeigt das Stadtmuseum in einer Studioausstellung unter dem Titel „Komm mit ins Spielzeugland. Puppen, Autos, Würfelspiele zwischen 1946 und 1989“ vom 30. November 2012 bis zum 24. Februar 2013. Etwa 60 Objekte sollen Zeitkolorit vermitteln und zugleich die große Welt im Kleinen widerspiegeln. Eisenbahnen, ferngesteuerte Autos, Feuerwehr- und Polizeiautos oder Weltraumfahrzeuge, wie das erste Raumschiff „Wostok“, regen vielleicht besonders die Phantasie der Jungen an. Ein Kaufmannsladen, Puppen, Puppenwagen, Puppenmöbel und -geschirr könnten besonders Mädchen ansprechen. Eine Besonderheit: eine Käthe-Kruse-Puppe aus dem Jahre 1954. Aber auch Bilder- und Märchenbücher, Würfel- und Kartenspiele, Kuscheltiere und das Sandmännchen wecken Erinnerungen an vergangene Tage.

Zwischen dem ältesten Exponat, einem Quartettspiel, das ein Vater 1946 in der Kriegsgefangenschaft für sein Kind gefertigt hat, und dem jüngsten Ausstellungsstück, einer im VEB Prefo Dresden hergestellten „Eisenbahn für Haus und Garten“, die 1988 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt wurde und ab 1989 im Handel war, spannt die Ausstellung einen Bogen. Damit gewährt sie einen Einblick in die vielseitige Produktpalette der Spielzeugwarenindustrie in der DDR. Vor allem der traditionsreiche Sonneberger Raum war für die Spielzeugproduktion bekannt. Neben Modelleisenbahnen sind dort auch Puppen und Plüschtiere, Bausteine, Tierfiguren und Puzzles hergestellt worden. In Brandenburg hingegen wurde zum Großteil das mechanische und elektromechanische Spielzeug, vor allem Autos, Flugzeuge sowie Figuren aus Kunststoff und Blech gefertigt. In der Ausstellung werden nicht nur die Kinderaugen leuchten. Auch die Erwachsenen können sich, inspiriert von der Wunderwelt des Spielzeugs, in ihre Kindheit zurückversetzen. Eine Kindergarten-Inszenierung aus dem Jahre 1985 soll so manche Erinnerungen wecken.

Alle präsentierten Objekte stammen aus der umfangreichen Spielzeugsammlung von Ramona und Andreas Reißmann aus Greiz. Andreas Reißmann begann bereits 1975 im Alter von 13 Jahren das eigene technische Spielzeug zu sammeln. Seine Ehefrau Ramona unterstützte später diese Leidenschaft mit ihrer Begeisterung für Puppenstuben und Kaufmannsläden. Inzwischen umfasst die Sammlung der Familie Reißmann etwa 2.500 Objekte und ist längst noch nicht abgeschlossen. Das Stadtmuseum zeigt die Ausstellung zur Weihnachts- und Winterzeit. Sie möchte ganz besonders Familien mit Kindern sowie alle Kindertagesstätten und Grundschulen zu einem Besuch einladen. Ebenso herzlich willkommen sind auch die interessierten Erwachsenen. Ein spezielles museumspädagogisches Angebot bietet zusätzliche Einblicke in die Vielfalt der Spielzeugwelt.

Das Stadtmuseum am Museumsplatz 1 hat dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet; am 24. und 31. Dezember ist geschlossen.
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8 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 30.11.2012 | 19:04  
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Steffen Weiß aus Gera | 30.11.2012 | 21:02  
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Hannelore Grünler aus Artern | 30.11.2012 | 22:11  
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Renate Jung aus Erfurt | 01.12.2012 | 02:06  
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Steffen Weiß aus Gera | 07.12.2012 | 07:10  
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Steffen Weiß aus Gera | 28.01.2013 | 07:00  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 28.01.2013 | 16:42  
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