Ohne Bedenken Gurken essen - Auf Biohof Aga werden seit einer Woche Gurken geerntet

Gemeinsam mit der Chefin vom Biohof Aga, Carolin Ullrich, erntet Einzelhändler Roger Borgolte die ersten Gurken für seinen Kaufmannsladen.
Gera. „Warum essen Blondinen eigentlich keine Gurken?“ Der Volksmund hat sicherlich eine Antwort darauf. Das es aber am Ehec-Erreger liegen soll, darauf ist bisher bestimmt noch keiner gekommen. Genau er ist es aber, der nicht nur Blondinen vom Gurkenverzehr abhält, sondern so manchen, der bisher auf die Gurke geschworen hat, nun in Angst und Schrecken versetzt. Vorbei die Zeit, wo man mit dem Verzehr von frischem Gemüse die Gesundheit förmlich hergebetet hat. Was sind das aber für Menschen, die sich trotz der Hysterie weiter an frischem Gemüse schadlos halten oder sogar zum Verzehr animieren, während große Handelsketten Frischgemüse aus dem Sortiment auslisten?

Wer dachte schon an den Ehec-Erreger, als im neu errichteten Gewächshaus auf dem Biohof Aga mit dem Gurkenanbau begonnen wurde. Nun ist die Zeit der Ernte gekommen. Doch soll man jetzt noch Gurken essen? Carolin Ullrich, die Chefin des Biohofs, kennt darauf nur eine Antwort: Ja. „Gurken vom Biohof Aga auf jeden Fall“, sagt sie mit einem Lächeln, an dem man einerseits Verständnis für so manchen Skeptiker ablesen kann, aber auch Vertrauen spürt, gefahrlos die Agaer Gurken zu genießen.

Am 12. Mai wurde mit dem Gurkenanbau auf einer Fläche von 5300 Quadratmetern begonnen. Mit ca. 40 Gurken je Quadratmeter rechnet die Gartenbauingenieurin und die wollen nicht nur geerntet, sondern auch verkauft sein. Über 20.000 Gurken an den Mann zu bringen, wenn von oberster Stelle aus vor dem Verzehr gewarnt wird, da gehört schon eine gewaltige Portion Selbstvertrauen dazu und daran mangelt es Carolin Ullrich nicht. Ohne ihren Mut und ihre Vision würde es den Biohof nicht geben.

Nicht beirren von der Ehec-Hysterie lässt sich auch Roger Borgolte, als Einzelhändler war er bereits am Dienstagvormittag auf dem Biohof, um die ersten Gurken für seinen Kaufmannsladen zu ordern. Bis zum Mittag waren fast alle verkauft, so dass er nachmittags noch einmal nachfassen musste. „Die Geschäfte laufen. Zwar wird nachgefragt, ob man das wirklich essen kann. Wenn der Kunde dann weiß, dass es aus der Region kommt, dann greift er meistens auch zu“, erzählt Roger Borgolte, der sich, wie das Bio-Seehotel Zeulenroda, für den Biohof Aga als Partner entschieden hat.

„Als Regionalanbieter mit guter Qualität und wenn man dann noch den Herstellungsweg für den Verbraucher transparent gestaltet, dann gewinnt man auch an Vertrauen. Wir hier auf dem Biohof machen genau das, und so bin ich mir sicher, dass unsere Produkte auch bei den Kunden gefragt sind“, so Carolin Ullrich. Auch wenn vieles im Moment unsicher erscheint, so kann sie doch der ganzen Sache etwas Positives abgewinnen, hinsichtlich der Preisgestaltung zwischen Fach- und Einzelhandel, aber auch gegenüber dem Großhandel als Massenproduktanbieter. Bis Oktober wird es Gurken vom Biohof Aga geben. Im Herbst kommen Tomaten hinzu.
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