Ein Leben für den Radsport - Wolf-Dieter Lampke wird 75

Begegnung zwischen Olympiabronzemedaillengewinner im Teamsprint, Robert Förstemann (m.), mit seinem ersten Trainer Wolf-Dieter Lampke (l.) und dem jetzigen Trainer Emanuel Raasch (r.).
Gera. „Sollte dich jemand alt nennen, dann schlag sie mit deinem Stock und wirf ihnen dein Gebiss hinterher.“ – So scherzt der Volksmund. Dass Wolf-Dieter Lampke – fast jeder kennt ihn nur unter dem Pseudonym „Lumpi“ – am 31. März auf 75 Jahre seines Lebens zurückblicken kann, sieht man dem Jubilar nicht an. Für ihn gilt der Spruch: „Sport ist nicht Mord", sondern Sport hält fit und ist äußerst hilfreich bei der Überwindung kritischer gesundheitlicher Probleme, über die Wolf-Dieter Lampke heute kein Aufsehen macht. Geholfen haben ihm dabei seine Disziplin, Willensstärke und sein Motto „nur nicht aufgeben“, solange man nicht über den Zielstrich ist. Eigenschaften, die mit der Sportart Radsport aufs engste verbunden sind. Wer sie einmal verinnerlicht hat, kommt davon nicht mehr los, so wie das Leben des Jubilars auch ein Leben mit dem Rennrad ist und das seit seinem 14. Lebensjahr.

Noch heute sitzt er im Rennsattel, dreht seine Runden. Vielleicht nicht mehr so oft und die Strecken sind nicht mehr so lang. Doch Radsport bedeutet für ihn nicht nur das Treten in die Pedale. Wolf-Dieter Lampke lebt den Radsport. So versäumt er keine Radsportveranstaltung des SSV Gera und fährt so manche Kilometer mit seinem Auto, um das Flair des Radsports zu genießen und was für ihn besonders wichtig ist, seine einstigen Weggefährten zu treffen und dabei auch etwas in vergangenen Zeiten zu schwelgen.

Ob es dabei die Zeit in der BSG Einheit, während seines Studiums bei der BSG Karl-Marx-Stadt, der SG Dynamo Gera, der BSG Elektronik Gera oder dem SSV Gera sei, „Lumpi“ kann so manche Story erzählen, vieles zum Besten geben. Manches dabei mag in Vergessenheit geraten sein, wie der Fakt, dass die BSG Elektronik zu Zeiten von Wolf-Dieter die höchsten Delegierungsraten zur SG Wismut Gera hatte. Was er aber nicht vergessen hat, sind Fakten, Namen und Ergebnisse. Beginnt er zu erzählen, dann denkt man, er liest aus einer Radsportchronik.

So manches Radsporttalent hat er mit geformt. Sie haben Radsportgeschichte geschrieben und viele von ihnen sind heute noch aktiv oder sind in verschiedenen Funktionen für den Radsport tätig. Die bekanntesten seiner Schützlinge sind der Bronzemedaillengewinner von London im Teamsprint Robert Förstemann, die Juniorenweltmeisterin Tina Liebig, der ehemalige Radprofi und Tour de Franc Teilnehmer Jens Heppner und Torsten Kunath aus dem heutigen Masters Team Jenatec.
„Zum Glück fühle ich mich ja noch viel jünger, doch die Jahre vergehen wirklich immer schneller“, meint Wolf-Dieter Lampke und legt nach: „Wenn man über 60 Jahre im Rennsattel saß und knapp die Hälfte der Jahre Rennen gefahren ist, muss man auch danach rege sein.“

Wünschen wir dem Jubilar und Ehrenmitglied des SSV Gera 1990 e.V. weiterhin viel Gesundheit, die Fitness zum Radfahren und dass ihn alle seine Radsportfreunde auch weiterhin bei vielen Wettkämpfen als Besucher begrüßen können.
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