"Für mich ging ein Traum in Erfüllung" - Nils Plötner erkämpft sich seinen ersten Deutschen Meistertitel

SSV-Radsportler Nils Plötner erkämpfte sich bei der Deutschen Bergmeisterschaft den Titelin der U23 und damit auch den ersten Meistertitel für das bayrische Team Heizomat.
 
Der Echtheitstest!
Gera. „Hallo nach Gera. Durch meinen Sieg bei der Deutschen Bergmeisterschaft habe ich mir einen Traum erfüllt. Ohne Ihren Anteil als meine früheren Trainer hätte ich dies nicht geschafft. Ich möchte mich dafür bedanken. Schönen Tag noch. Gruss Nils.“ - Es war wie ein kleines SMS-Gewitter, was am 23. Juli über Gera niederging. In Urnau am Bodensee war gerade die Deutsche Bergmeisterschaft der Männer Elite, U23 und Junioren zu Ende gegangen, wo sich Nils Plötner als Deutscher Meister in der U23 feiern ließ. „Ich habe mich tierisch gefreut. An diesem 23. Juli ging für mich ein Traum in Erfüllung: einmal Deutscher Meister zu sein. Ich war total happy. Erst der Sieg, dann das Schwarz-Rot-Goldene Trikot und dann noch die Nationalhymne“, lässt Nils Plötner seinen Emotionen freien Lauf. Seine Gedanken in den ersten Stunden der Freude sind auch bei seinem Heimatverein SSV Gera 1990. So greift er zum Handy, um sich per SMS bei all denjenigen zu bedanken, die, wie er es scherzhaft sagt, „immer zu mir gehalten und an mich geglaubt haben, was ja nicht immer einfach war. Übrigens Zweiter bei einer Meisterschaft war ich schon mal, als Schülerfahrer bei Rolf Riemann.“

Zu den ersten Gratulanten zählte auch sein Teamchef Markus Schleicher, sportlicher Leiter des bayrischen Teams Heizomat.

Geliebäugelt mit einer Medaille, ja mit dem Titel, hatte der 22-jährige schon. 8,4 km und das nur bergauf, so etwas liegt Nils Plötner und dass er kämpfen kann, hatte er schon bei anderen Rennen unter Beweis gestellt. „Es war meine letzte Chance in der U23 einen Deutschen Meistertitel zu holen, das hat mich schon motiviert. Störend nur die widrigen Witterungsbedingungen, doch damit hatten ja alle Starter zu kämpfen.“

Ermittelt wurden die Deutschen Bergmeister nach der aus dem nordischen Skisport bekannten Gundersen-Methode. So wurden zunächst in einem 8,4 km langen Bergzeitfahren hinauf auf den 837 m hohen „Höchst“ die 30 Zeitschnellsten ermittelt, die danach in den Abständen der Qualifikation erneut die 360 Höhenmeter bewältigen mußten. Wer dann zuerst das Ziel „Höchst“ erreicht hatte, war Deutscher Meister.

„Es war gut, dass wir im 15-Sekunden-Abstand gestartet sind, so dass man die voran fahrenden Fahrer immer im Blick hatte. Ich fuhr so schnell ich konnte. Beim Herunterfahren hörte ich, dass ich die schnellste Zeit hatte. Für einen Moment dachte ich, wenn es nicht noch eine zweite Runde geben würde, wäre ich jetzt Deutscher Bergmeister und das mit ganzen fünf Sekunden vor Felix Spensberger und 33 Sekunden auf Tim Gebauer. Ich wollte, ja musste beim zweiten Rennen einfach noch einmal so gut fahren. Ich kam mit Felix überein, dass wir das Rennen machen, erst gemeinsam und oben dann die Entscheidung suchen. Unser Konzept ging auf. Auf den letzten 300 m spurteten wir dann gegeneinander. Mir schoss es immer wieder durch den Kopf: Es ist meine letzte Chance für einen Titel in der U23. Ich muss es schaffen und ich schaffe das auch“, resümiert der in St. Gangloff beheimatete Radamateur seine Meisterschaftsläufe.

Für ihn eher unbefriedigend eine Woche zuvor sein Start bei der Europameisterschaft, die er zwar als Zweitbester deutscher Fahrer beendete, aber nur auf Platz 30. „Es scheint in meiner Natur zu liegen. Wenn ich einmal mein Ziel nicht erreiche, wie eben bei der EM, dann bin ich eine Woche später richtig gut. Es fehlt mir noch irgendwie die Kontinuität in meiner Leistungsentwicklung.“

Nun hofft Nils Plötner auf eine Nominierung für Tour de l’ Avenir. „Für mich wohl die letzte Chance, um mich für ein Profiteam zu empfehlen. Es gibt aber auch noch die Weltmeisterschaft. „Die wird in Kopenhagen auf einer relativ flachen Strecke ausgetragen. Mir liegt mehr das Bergige, auf dem Flachen konnte ich in diesem Jahr auch nicht recht überzeugen. Da wird es wohl mit einer Nominierung nichts, was ich aber auch verstehen kann“, zeigt sich Nils Plötner als Realist.
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