Für Sportchef Lars Wackernagel eine feste Größe - Chance für Sportassistent Lucas Schädlich auch 2012 im Team NSP

Lucas Schädlich im Kampf gegen die Uhr. Foto: privat
 
Lucas Schädlich. Foto: privat
Gera. Lucas Schädlich (SSV Gera / Team NSP)Seit nun fast einem Jahr tritt der Geraer Lucas Schädlich für das Radteam NSP in die Pedale. Für den heute 24-jährigen kein leichter Weg, galt es doch für ihn, Radsport und Ausbildung in Einklang zu bringen. Seit wenigen Tagen hält er seinen Abschluss als Staatlichgeprüfter Sportassistent in den Händen.

„Es war eine harte Zeit und nicht immer einfach, nach dem Unterricht die notwendigen langen Trainingsumfänge zu absolvieren, vor allem in den Wintermonaten“, so Lucas Schädlich. Dass er es doch bis zu einem erfolgreichen Abschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,9 geschafft hat, ist sicherlich seinem Ehrgeiz geschuldet. „Bei Erfolgen gibt es ja bekanntlich immer viele Väter. Doch im Ernst, da waren wirklich viele, bei denen ich Unterstützung und Verständnis fand. So war es bei Lars Wackernagel, dem Sportlichen Leiter des Teams NSP, der mir die Chance gab, nach meinem Ausscheiden aus dem Thüringer Energie Team mich sportlich weiter zu entwickeln, obwohl er wusste, dass ich das volle Programm wegen meines Studiums nicht absolvieren konnte. Da waren die Eltern meiner Freundin Marie-Therese Ludwig, bei denen ich im letzten Jahr wohnen konnte. Ein Dank geht auch an diejenigen, die es ermöglichten, die Ausbildung für uns Leistungssportler um ein Jahr zu verlängern, wie auch an Sabine Franz von der Sportakademie des Landessportbundes Thüringen in Bad Blankenburg. Und nicht zuletzt an meine Teammitglieder, die von mir keine spektakulären Erfolge erwarteten, dafür aber stets mit meiner Unterstützung rechnen konnten“, resümiert Lucas Schädlich.

Vor acht Jahren wechselte Lucas Schädlich vom ESV Lok Zwickau zum SSV Gera 1990, trainierte bei Gerald Mortag, fuhr in den Folgejahren im Thüringer Energie Team, bis er dann altersbedingt wechseln musste und im Team NSP bei Lars Wackernagel eine neue Heimstatt fand.

„Ich kenne Lucas schon seit längerem und habe vor allem seine menschliche Seite schätzen gelernt. Er ist für sein Alter ein erfahrener Renner, leistet sehr gute Teamarbeit und ist ein Tempomacher, was sich dann auch in der laufenden Saison unter Beweis stellte. Dass er nebenbei noch seine Ausbildung hatte, störte da weniger. Gespannt war ich aber schon, wie er der Spagat zwischen sportlichem Anspruch und dem erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung meistern würde. Wir wollten ihm aber auch die Chance geben, beides zu realisieren, was er dann ja auch toll geschafft hat. Bei den Rundfahrten hat er seine Leistungsvermögen im Interesse des Teams ausgeschöpft und auch sein 15. Platz bei den Deutschen Meisterschaften war beachtlich, bedenkt man, dass diese gerade in der Zeit stattfanden, als der Schuldruck für ihn am Größten war“, so der sportliche Teamleiter.

Nun heißt es für den Geraer sich zu entscheiden, weiter Rad zu fahren oder sich beruflich zu etablieren, eine Entscheidung, die er für sich aber nur selbst treffen kann. In der Saisonplanung für 2012 ist Lucas Schädlich für Lars Wackernagel eine feste Größe. Noch einmal Lars Wackernagel: „Für ein Radteam, was erfolgreich sein will, ist es nicht ungewöhnlich, dass man sich von Fahrern trennt und neue unter Vertrag nimmt. Die Chancen für Lucas, was die kommende Saison angeht, stehen gut. Noch sind die Gespräche nicht abgeschlossen, so dass ich um Verständnis bitte, wenn ich jetzt noch keine definitive Aussage treffen kann.“

Was das Berufliche angeht, würde Lucas Schädlich später gern im Radsport arbeiten, und das am liebsten in Thüringen.
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