„Ich hab´s geschafft und nur das zählt. Ein tolles Gefühl.“ - Geraerin Marie-Therese Ludwig hat Stresstest Frauenrundfahrt gemeistert

Nach sieben Tagen und 590,1 km im Sattel können Teamchef Bert Dressel und die Geraerin Marie-Therese Ludwig mit den gezeigten Leistungen bei der 24. Internationalen Thüringen Rundfahrt der Frauen durchaus zufrieden sein.
Gera. Nach sieben Tagen und 590,1 km im Sattel können Teamchef Bert Dressel und die Geraerin Marie-Therese Ludwig mit den gezeigten Leistungen bei der 24. Internationalen Thüringen Rundfahrt der Frauen durchaus zufrieden sein.Gut vier Wochen im Rennsattel, Trainingslehrgang im Harz, Krasna-Lipa-Rundfahrt, Europameisterschaft, Internationale Thüringen-Rundfahrt der Frauen – Marie-Therese Ludwig hat sich mit guten Leistungen schon in ihrem ersten Jahr bei den Frauen eingelebt. „Jede braucht etwas Zeit um sich einzugewöhnen. Aber bisher läuft es mit Marie positiv. Da ist Potenzial und sie hat schon einiges gezeigt – ihre Nominierung für die Europameisterschaft, wie auch ihre Platzierungen bei der Frauen-Bundesliga mit Platz eins in der Sonderwertung Jahrgang 92 sowie Rang 7 im Gesamteinzelklassement und ihr Anteil am Gewinn der Teamwertung“, so Bert Dressel, sportlicher Leiter des Teams Stevens-Redvil, vor dem Start zur Abschlussetappe der Frauenrundfahrt in Altenburg. Man könnte auch sagen: Den erste Stresstest hat sie bestanden.

Die Weltklasse des Frauenradsports war dem Ruf von Vera Hohlfeld nach Ostthüringen gefolgt. Damit war alles was Rang und Namen hat, abgesehen von der Weltmeisterin Marianne Voß, bei einem der bedeutendsten Etappenrennen im Weltterminkalender am Start. Von den 93 Radamazonen, die beim Prolog in Jena zum Mannschaftszeitfahren gestartet waren, konnten nach den sechs folgenden Etappen nur 69 von sich behaupten, „wir haben uns bis zum Schluss durchgebissen".

Marie-Therese Ludwig vom SSV Gera war eine von ihnen. Im Gesamtklassement der 24. Auflage wird sie auf Platz 47 geführt, in der Nachwuchswertung auf Rang sechs. „Marie hat über den gesamten Verlauf der Rundfahrt eine starke Leistung gezeigt. Sie konnte sich, abgesehen vom Einzelzeitfahren in Schmölln, immer im Hauptfeld platzieren. Damit hat sie seit ihrem Wechsel zu den Frauen bestätigt, dass sie über ein gewachsenes Grundniveau verfügt, was sie auch in entscheidenden Momenten abrufen kann“, so das Fazit des Teamchef.

Wobei er auch gleich auf den Schwachpunkt bei Marie-Therese Ludwig, die von Michael Beckert trainiert wird, zu sprechen kam. „Zeitfahren ist nicht so ihr Ding. So büßte sie nach dem Einzelzeitfahren gleich zehn Plätze in der Gesamtwertung ein, rutschte von Rang 43 nach der Etappe in Zeulenroda auf Rang 53 nach dem Einzelzeitfahren in Schmölln. Dass sie sich dann nach der Etappe in Altenburg im Gesamtklassement noch bis auf Platz 47 vorarbeiten konnte, zeigte, dass sie schon noch über Reserven verfügt. Sie ist unwahrscheinlich kampfstark. So hat sie sich nach einem Schaden 10 km vor der ersten Sprintwertung in Altenburg wieder ins Hauptfeld vorgearbeitet.

Marie ist noch jung und hat noch alle Zeit der Welt“, so Bert Dressel, der sich aber auch über die Leistungen seines gesamten Teams freute. „Als kleines Regionalteam haben wir uns unter den Besten der Welt mit achtbaren Leistungen behauptet.“ In der Gesamtwertung wird das Team Stevens-Redvil auf Platz zwölf geführt. Zum Team gehörte bei der Rundfahrt auch Beate Zanner vom RC Gera 92, die sich in der Gesamt-Rundfahrtwertung auf Rang 44 eintrug.

Es ist das stetig wechselnde bergige Profil, was die Frauenrundfahrt in Ostthüringen einerseits so schwierig, andererseits aber auch so attraktiv macht. Allein schon die Tatsache, dass 24 Frauen im Verlauf der Rundfahrt vom Rad stiegen, berechtigt durchaus zur Skepsis, ob man alle Etappen durchsteht. So war es auch bei Marie-Therese Ludwig. „Der Wille zum Durchhalten war schon da. Aber die letzten Wochen waren sehr kräftezehrend. Hinzu kamen die gesundheitlichen Probleme während der Krasna-Lipa-Rundfahrt. Aber aufstecken wolle ich nicht. Ich hab´s geschafft und nur das zählt. Ein tolles Gefühl“, freute sich Marie-Therese nach der Zielankunft in der Skatstadt und kann sich nun verdienterweise, so Bert Dressel, jetzt wenigstens eine Woche Ruhe gönnen.
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