Michael Schurig als Vorsitzender wiedergewählt - Jahreshauptversammlung der Thüringer Radsportjugend setzt deutliche Akzente für 2013

Neu gewählter Vorstand der Thüringer Radsportjugend (v.l.): Sandra Knoch (SV Elsterfüchse), Michael Schurig (RC Jena), Petra Franke (SSV Gera 1990).
  Gera. Ohne Quotenregelung und besser als die Gesetzesinitiative der Thüringer Landesregierung, das zeigte die Thüringer Radsportjugend (TRSJ) auf ihrer satzungsmäßigen Jahreshauptversammlung in Gera. Michael Schurig vom RC Jena wurde von den Delegierten der Jugendorganisationen Thüringer Radsportvereine einstimmig in der Funktion des Vorsitzenden bestätigt. Ihm zur Seite wurden als Stellvertreter Petra Franke vom SSV Gera 1990 und Sandra Knoch vom SV Elsterfüchse Gera gewählt. Beide können bei ihrer künftigen Arbeit im Verband der TRSJ auf ihre Erfahrungen als Vorstandsmitglieder der Geraer Sportjugend zurückgreifen. Michael Schurig und Petra Franke sind in ihren Vereinen als ehrenamtliche Trainer tätig und alle drei gewählten Vorstandsmitglieder gehören zum Team der Ostthüringer Kampfrichter.

Ausrichter der Jahreshauptversammlung war der SSV Gera 1990. Auf der Tagesordnung der im Kommunikationszentrum der Sparkasse Gera-Greiz stattgefundenen Jahreshauptversammlung standen neben der Wahl des Vorstandes, der Rechenschaftsbericht für das Sportjahr 2012 sowie die Zielstellungen der Thüringer Radsportjugend für 2013.

Für das abgelaufene Sportjahr zog Michael Schurig ein eher kritisches Resümee. So wurden zwar die satzungsmäßigen Aufgaben erfüllt, was auch für die Zusammenarbeit mit der Thüringer Sportjugend und der Bundesradsportjugend gilt, doch mangelt es an der Bereitschaft zur Übernahme von Ehrenamtstätigkeiten. So liegt ein Hauptaugenmerk auf der Stärkung und Förderung des Ehrenamtes. Ein Schritt in diese Richtung sieht die TRSJ in der Beteiligung an einer Studie der Bundesradsportjugend in Kooperation mit der Sporthochschule Köln. Ziel sei es, nach Analyse der konkreten Situation, Wege zur Stärkung und Förderung des jungen Ehrenamtes aufzuzeigen.

Die TRSJ befürwortet den Vorstoß des Bundes Deutscher Radfahrer, sich künftig an der Initiative „Jugend trainiert für Olympia“ zu beteiligen. Damit soll, so Michael Schurig, der Negativtrend bei den Lizenzen gestoppt werden. Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden in den Altersklassen u11 bis u19 bundesweit 1.500 Lizenzen weniger gelöst. „Die Kaderpyramide steht auf dem Kopf“, bringt es der TRSJ-Chef auf den Punkt.

Völlig indiskutabel sei die Mitgliederzahl im Bereich MTB, BMX und Radtouristik, wie Michael Schurig betont. „Besonders traurig schaue ich hier auf den Bereich MTB, wo sich in den letzten zehn Jahren die Zahl der Sportler von ca. 50 auf 5 reduziert hat.“

Unmissverständlich stellte Michael Schurig klar, dass dem schlechten Ruf, den sich der Radsport im Rahmen der Dopingdiskussion eingehandelt hat, offensiv entgegen getreten werden muss. „Wir müssen etwas tun! – Jedes neue Mitglied macht uns stark und sichert unsere Zukunft“, so der Vorsitzende.

In der Aussprache um die Zielstellung und Maßnahmenplanung für 2013 konnte in einem konstruktiven Gespräch Einigkeit erreicht werden. Auch in 2013 werden eine Reihe von Jugenderholungsmaßnahmen und Jugendbildungsmaßnahmen organisiert.

Ausführlich diskutiert wurden Fragen zur Verbesserung der Nachwuchsgewinnung wie auch zur Gewinnung von Ehrenamtlichen für die Tätigkeiten in den Sportvereinen. Ein weiteres Ziel ist eine stärkere Vernetzung der Radsportvereine, um so die Zusammenarbeit effektiver zu gestalten, wie auch das Erreichen einer größeren Außenwirkung durch die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit.
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