Radsport: Förstemann wurde WM-Fünfter in Melbourne

Sprinter-Ass Robert Förstemann gilt in Wort und Tat als "Botschafter des Geraer Sports" und erhielt diesen Titel auch schon als einmalige Auszeichnung.
Bahnradsprinter Robert Förstemann fuhr am 6. April 2012 zur Weltmeisterschaft im australischen Melbourne erneut unter die TOP-5 der Welt, informierte sein Vater Frank schnell und stolz zur Entscheidung im Einzel. Dabei wurde diese WM für den Thüringer eher zu einem Wechselbad der Gefühle. Denn dass er nach dem Weltcup-Erfolg letztendlich nicht für diesen Teamsprint nominiert wurde, konnte ihm in der Vorentscheidung zur Olympianominierung nicht recht sein. Und dass das deutsche Trio um René Enders als Anfahrer dann disqualifiziert wurde, hatte die Stimmung nicht gerade gehoben. Aber Robert konnte sich seine Motivation bewahren - und da war ja noch der Startplatz im Einzel-Sprint. Eine hervorragende 200-m-Qualifikationszeit und eine entsprechend gute Platzierung im Turnier der Solisten war ein zwingendes Ziel, um weiter bei der Vergabe der Olympia-Tickets mitreden zu können:

53 Fahrer traten am Freitag zum Sprint an. Robert fuhr erst als 48. Starter seine Qualifikationsrunde. Bis dahin boten die Mitfavoriten schon sensationelle Zeiten. Allein zehn Männer blieben unter 10 Sekunden. Für Förstemann wurde die Uhr nach 9,873 Sekunden eingestoppt. (Bisher gab es wohl nur einen Deutschen, der jemals schneller war: Förstemann selbst - 2011 auf der weltschnellsten Bahn in Moskau mit 9,814 Sekunden.)
Im 1/16-Finale begannen die Duelle mit Crampton (ENG). Robert gewann souverän. Im Achtelfinale war auch der Sieg gegen Nakagawa (JPN) recht deutlich. Aber im Viertelfinale wartete wieder einmal Sir Chris Hoy (ENG), und der deplatzierte Robert im ersten Lauf nach einem Konzentrationsfehler. In der Rückrunde gelang mit toller Taktik eine Revanche. Selbst im dritten, sprich: Entscheidungslauf fiel es nach dem Zielfoto noch schwer Hoy als Sieger zu identifizieren. Damit fuhr der Deutsche noch das Rennen um Rang 5 bis 8 (gemeinsam mit Youngster Stefan Bötticher). Förstemann trumpfte dabei erneut mit seiner Antrittsstärke. Er fuhr die letzten beiden Runden von vorn und kam weit vor Bötticher (6.) und Sireau (FRA /7.) ins Ziel. Danach schrieb er per SMS nach Hause: „Ich hatte richtig Bums, so ein gutes Ergebnis war jedenfalls wichtig heute, meine Gegner haben mittlerweile viel Respekt ..."
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