Triathlon: Vom Powertriathlon und Thüringer 3-Cup bis zur WM in Las Vegas

Wann? 18.05.2014

Wo? Hofwiesenbad, Hofwiesenpark 2, 07548 Gera DE
Testwettkampf im Training vor dem Geraer Powertriathlon 2013 - besonders geübt wurden die Wechsel zwischen den drei Disziplinen
 
Häkelmützen á la Robin sind jetzt die Mode bei den Triathleten des TSV 1880
Gera: Hofwiesenbad | Die Mehrkämpfer des TSV 1880 Gera-Zwötzen feiern 2013 das 20jährige ihrer Abteilung / Und sie haben viel mehr Grund als das Bestehen an sich ... /

Auch Geraer Triathleten haben (scheinbar) verborgene Talente. Das bewiesen Mitte November einige mit dem selbst gestalteten Rahmenprogramm bei der Feier des 20-jährigen Bestehens ihrer Abteilung im TSV 1880 Gera-Zwötzen auf der Rieger-Bühne oder auf dem Saalboden oder mit individuell gestalteten Fotoschauen zum Rückblick auf die jüngeren Erfolge. Da hat sich nun so manches angesammelt, was schlagzeilenwürdig ist. Jedenfalls freute sich auch der TSV-Präsident Josef Wex uneingeschränkt zufrieden, sogar begeistert, mit dem munteren Völkchen. Das besteht aktuell aus 235 Mitgliedern im Durchschnittsalter von nur 23 Jahren. Unter ihnen sind 125 Kinder und Jugendliche. Wer hätte diese Zahlen vor 5 Jahren noch als gewagte Prognose durchgehen lassen?

Eben im Jahr 1993 wurde die Abteilung der ambitionierten Mehrkämpfer (fast im Familienrahmen) unter Leitung von Edith Kowalski gegründet. Damals richtete sich Vieles vorrangig auf den Sport für die erwachsenen Athleten, erinnerte sich Margit Rockstroh. Sie ist seit 1994 dabei und nunmehr das dienstälteste Mitglied. Noch 2008 gab es gerade stolze zwei Jugendliche in der Triathlontruppe des TSV 1880.

Aber genau das Jahr war wohl der Ausgangspunkt für neue Wege. Martin Ertel nannte jetzt nochmals diese Stichworte zur damaligen Neuwahl und zwingenden Verjüngung des Vorstands: mehr Jugendarbeit, Veranstaltungen in Gera und gemeinsame Trainingsangebote für Erwachsene lauteten die Vorhaben.
Im Jahr darauf übernahmen die Zwötzener zum Beispiel mehr und dann die Hauptverantwortung für die Organisation des beliebten Geraer „Powertriathlons“, der am 18. Mai 2014 zum 20. Mal stattfinden soll. Als Koordinator dafür wirkte Jens Winter. Für die Arbeit als Jugendwart engagierte sich seither ein gewisser Robin Schneider; der als ehemaliger Schwimmer im Leistungszentrum erfahren genug mit verschiedenen Ansprüchen an Sport ist.

Am Gala-Samstag-Abend feierten ihn seine Vereinskameraden als aktuellen 70.3-Weltmeister der AK 18 bis 24 Jahre. Aber sicher nicht nur deswegen. Denn: Robin legt viel Wert darauf, dass man möglichst im gleichen Atemzug die Helfer-Crew, Angehörige und seinen Sportfreund Dr. Thomas Dörfer nennt. Ohne die hätte er das WM-Ziel von Las Vegas nicht gesehen. Von Trainingspartner Thomas, selbst 27. der WM (AK 30-34), habe er z.B. mentale Stärke gelernt und einiges mehr. René Christensen sponserte über Graakjear eine ideale Zeitfahrmaschine. Das Rad muss jetzt allerdings finanziell ausgelöst werden. Dafür sucht der junge Weltmeister, Student für Sport- und Wirtschaftswissenschaft der FSU Jena, möglichst Unterstützer. Er meint, besser erst nach dem Abschluss Profi werden zu wollen.

Robin und Co. als junge Übungsleiter waren es, die wie Magneten auf den neuen Triathlon-Nachwuchs wirkten; u.a. erste Projekte „Schule - Sportverein“ mit der Grundschule Erich Kästner und den Dix-Schulen anschoben; Geraer Schulteams zur Premiere von „Jugend trainiert für Olympia“ führten usw.
Inzwischen sind des derer drei Schulpartnerschaften und eine Kooperation mit der KiTa Traumland. Außerdem: Einige Kinder zogen ihre Eltern dann nicht nur als Helfer, sondern zudem als Aktive in diesen vielseitigen Sport. Aktuell seien 15 erfolgreiche Triathleten Vorbilder und zugleich beliebte Trainer, resümierte Martin Ertel als Abteilungsleiter. So funktioniere der TSV-Triathlon. Und das kann man ja gern feiern.

Apropos: Am letzten Wochenende ließ die Auszeichnungsveranstaltung des Landesverbandes die ganze Ernte 2013 des TSV 1880 noch reifer erscheinen durch erstaunliche Erfolge im Thüringer 3-Cup: In Erfurt wurden die Platzierten in der Gesamtwertung zu dieser landesoffenen Wettkampfserie geehrt. Die 1880er rückten in der Vereinswertung auf Rang 2 hinter dem lange etablierten HSV Weimar vor. Einzelsiege in ihren Altersklassen gelangen z.B. David Hoffmann (TM20), Jürgen Rückstroh (TM60) und Cornelia Geldner (TW40); aber auch Marius Rinke (Schüler C). Dazu kamen noch sechs Medaillenränge in der Jahresbilanz; erfreulicherweise gerade bei den Jüngsten. Die kontinuierliche Arbeit mit dem Vereinsnachwuchs trägt ganz offenbar Früchte.
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