Turniertanzen: Geras Paare behalten 6 von 10 Titeln der Latein-Landesmeisterschaft

Wann? 02.02.2013

Wo? Tanzschule Schulze, Friedrich-Naumann-Platz, 07548 Gera DE
Maximilian Krimig (15) und Annabell Heilmann (13) vom TSZ Gera setzten nun ihre Erfolgsserie zur Thüringer Landesmeisterschaft auch in der Jugend A fort.
 
Die Jugendklassen der Thüringer Landesmeisterschaft wurden erwartungsgemäß von Geras Paaren dominiert. Als Einsteiger in der Jugend A setzte sich Maximilian Krimig mit Annabell Heilmann (TSZ Gera) vor Dominik Shugaley /Annika Schilling und Maximilian Shugaley /Josefine Rab durch.
 
Spätestens nach dem Paso Doble und der ideal bewerteten Rumba (5x 1.) ahnten Maximilian Krimig / Annabell Heilmann wohl schon, dass sie erstmals in der Jugend A triumphieren würden? Sie holten sich bei der Rumba und nach dem Paso dann auch beIm Jive alle Einsen ab. Im Hintergrund applaudiert u.a. Marlen Heilmann ihrer jüngeren Schwester.
Gera: Tanzschule Schulze | Über die stille(re) Rückkehr Thüringer Landesmeisterschaften der Lateintänzer nach Gera / Hauptgruppe und Senioren starten am 2. März in Mühlhausen / Partner für Kinderpaare beim TSZ gesucht /

Einen weiteren Thüringer Landesmeistertitel statt einer Geburtstagstorte gab es am Samstag (2. Februar) zur schönsten Kaffeezeit für die jetzt nun 13-jährige Annabell Heilmann mit ihrem Partner Maximilian Krimig (15). Im Paarquartett der Jugend A waren die beiden vor den Augen der Wertungsrichter ziemlich eindeutig wieder die elegantesten, saubersten, originellsten und temperamentvollstebn "Lateiner" auf dem Parkett im großen Saal der Tanzschule Schulze. So eroberten sie 2013 auch in der nächsthöheren Altersklasse die Goldmedaillen und avancieren wohl zu den größten Hoffnungsträgern für den nationalen Vergleich.
Am Anspruch dieses Sportpaares vom Tanzsportzentrum (TSZ) Gera werden die bei der A-Jugend mitgestarteten neuen Meister der Junioren II B (Dominik Shugaley /Annika Schilling) bzw. der Jugend B (Maximilian Shugaley /Josefine Rab) vom Tanzkreis (TK) Brillant Gera trotz erkennbarer Steigerungen kaum rütteln. In der Tagesbilanz ging’s im internen Vergleich beider Geraer Vereine aber eher anders herum:

Die „Brillanten“ boten in der Kinderklasse (D) gleich sieben neue Paare auf; waren zahlenmäßig am stärksten und eroberten fünf der vergebenen Landesmeistertitel. Das TSZ musste sich als Ausrichter und Gastgeber dagegen mit einem Goldsatz begnügen. Dabei überließen die Geraer dem 1. TSC TK Schwarz-Gold Altenburg drei Siegerpokale für Eric Rauschenbach /Joelina Ermold (Kinder I /II D), Nico Gruchmann /Lea Weber (Junioren II D) und Moritz Dittrich /Lara Weber (Junioren II C). Einer ging an Georg Gebauer /Antonia Seyboldt vom Tanzsportverein Pößneck, die ehemals für den TC Kristall Jena antraten.

Für die größte Überraschung sorgten Hannes Obenauf /Vivien Harnisch (TK) mit ihrem ersten Meisterschaftsauftritt (bei den Junioren I D). SIe fanden sich erst im vorigen Jahr zusammen. Immerhin muss laut Reglement die noch deutlich jüngere "Dame" (Vivien ist erst acht Jahre alt) den Anforderungen der Altersklasse ihres Partners in so einem Wettkampf folgen können. Obendrein probierten sie als Sieger zur Verblüffung ihrer anverwandten Fans auch noch einen Start mit einem Tanz (Samba) mehr in der nächsthöheren Kategorie. Damit verdienten sie sich rundum Sonderlob; u.a. von TSZ-Latein-Trainer Daniel Stelter, der zugunsten der Neutralität und entgegen der Ankündigung im Programm auf den Auftritt als Wertungsrichter verzichtete.

Max Krafft /Josefine Klaus (Junioren I C) zeigten nochmals, was in ihnen steckt, konnten aber die Berliner Konkurrenz A. Kulik /V. Zoldan im offenen Turnier nicht übertreffen. Dominik Shugaley /Annika Schilling (TK) gelang die Titelverteidigung unter Junioren II B, der einst stärksten Thüringer Leistungsklasse, vor Sebastian Trübner /Nadja Bernhardt (TSZ). Steffen Margarit /Sophie Windisch (TK) sicherten sich das vakante oberste Treppchen in der Jugend C-Thüringenwertung gegen die Altenburger Mitbewerber Jannik Nastke /Isabelle-Sandra Lucas. In der Jugend B komplettierten dann Maximilian Shugaley /Josefine Rab erstaunlich souverän den Siegerreigen des TK Brillant, obwohl man sie sonst eher als im Standard stärkeres Paar kannte. Das verbessert die Aussichten bei einem Start in der Kombination aller zehn Tänze deutlich. Der Lohn gezielten Trainings der letzten Zeit...

Wer am Samstag (trotz recht schwacher Vorwerbung) dabei war (sprich: den Weg als Aktiver oder Zuschauer in das zu früheren Geraer Landesmeisterschaften alternative Domizil gefunden hatte), dem hat die Stimmung bei den besser und mit Lokalmatadoren besetzten Turnieren sicher gefallen. Das Umfeld passte gut. Und doch: Es blieb in Einigem wieder eine Insiderparty mit Wettkämpfen, die teilweise gar unter Bedeutungslosigkeit litten.

Man schaue also bitte etwas genauer auf die Statistik und Tendenzen:
Es nahmen 41 Sportpaare teil; davon 27 aus fünf Thüringer Vereinen. Zur Wertung der Landesmeisterschaft gab es 30 Starts in zehn (von zwölf ausgeschriebenen) Turnieren. Zwei Titel wurden gar landesweit konkurrenzlos vergeben. Nur noch zur Hälfte der Entscheidungen standen drei Paare aus dem Freistaat für einen Platz auf dem Treppchen im Wettkampf. „Gäste“ mussten die Felder dringend auffüllen.
Schlussfolgerung: Die etwa vor Jahresfrist aufgezeigten größeren Lücken in der Alterspyramide, d.h. vor allem in mittleren Nachwuchsjahrgängen (Kinder C und Junioren I) sind unverkennbar. Außerdem sind ältere Leistungsträger wie Jacques Bernstein /Marlen Heilmann und Florian Baierl /Femke Trede (alle TSZ Gera) nicht mehr (zusammen) aktiv.

Der TK Brillant brauchte für eine Durststrecke im Kinderbereich nun doch über zwei Jahre bis zur Turnierreife seiner Anfängerpaare. Für das TSZ Gera übt jetzt wohl ein halbes Dutzend Kinderpaare seit einem Jahr beim ehemaligen Geraer Vorzeige-Tänzer Martin Werner. In der Tanzschule am Naumannplatz werden vor allem noch Jungs (Zitat Ralf Schulze: „ob mit oder ohne Vorkenntnisse“) dienstags jeweils ab 16 Uhr hoffnungsvoll erwartet. Immerhin: Die Begrüßungskinder Konrad und Estrelle waren nun z.B. schon einmal bei einem Wettkampf dabei. Man darf gespannt sein, wann die neue Generation aus dem TSZ ins Starterfeld nachrückt.

Das Geraer Tanzsportjahr 2013 bietet den Fans im Amateurbereich voraussichtlich nur in anderen Disziplinen wie im Jazz- und Modern Dance oder HipHop Turniere bzw. zu Anfang September als Höhepunkt die (Kür-)Europameisterschaften der Professionals. Damit im leidigen Zusammenhang, d.h. In mittelbarer Folge von Ausschlusspolitik des Thüringischer Tanzsportverbands, kann es 2013 kein Geraer Mai-Turnier des TTSV-Nachwuchses beim Förderverein TANZEN e.V. geben. Und über eine Wiederaufnahme des Nikolaus-Turniers denkt man da noch nach. Vorerst bietet der umtriebige und erfolgreiche Geraer Veranstalter montags im Kulturhaus Heinrichsbrücke wöchentlich ein abwechselnd von Laurens Mechelke oder dessen Frau Anastasiya Mechelke-Kravchenko geleitetes Fördertraining an und hält seine Räume als Domizil für verschiedene Vereine der Tanzsportszene offen.
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