Turniertanzen: Ostthüringer machen Latein-Landesmeisterschaft unter sich aus

Die 12-jährigen „Brillanten“ Annika Schilling und Dominik Shugaley verteidigten ihren Landesmeistertitel von Gera 2011 auch in Sonneberg und freuen sie sich nun auf den Deutschlandpokal in Wetzlar.
 
Maximilian Krimig /Annabell Heilmann gehören zu den jüngeren Hoffnungsträgern im Thüringer Tanzsport. Auch sie trainieren regelmäßig bei Lateintrainer Daniel Stelter.
Doch die Besetzung der Turnierklassen lässt zunehmend Wünsche offen

Heiße Rhythmen zur kalten Jahreszeit - das gehört zum Timing für die Wettkampfkalender der Turniertänzer. Im Februar und März werden die Latein-Meisterschaften auf Landesebene sowie im nationalen Maßstab entschieden. Ostthüringens Sportpaare wollen da 2012 wieder ein paar Wörtchen mitreden. Das stellten die ambitionierten Geraer zuletzt im Trainingslager über die Winterferien und im tief verschneiten Sonneberg bei Thüringens Titelkämpfen bzw. den Landesjugendspielen unter Beweis. Dennoch gibt es Grund zu Nachdenklichkeit.
Dass sieben von neun vergebenen Titeln durch Nachwuchspaare aus Gera erobert wurden, klingt sehr gut. Die Aktiven vom Tanzkreis Brillant vier Goldmedaillensätze. Drei gingen ans Tanzsportzentrum Gera. Zwei holten sich Kinder des Tanzkreises Schwarz-Gold Altenburg.

In der Jugend A glänzten die Titelverteidiger Benjamin Becker /Josefin Dinger (TSZ), die sich 2012 schon in der Hauptgruppe S bewähren müssen, wenn sie weiter für den Bundeskader im Gespräch bleiben wollen. Jacques Bernstein /Marlen Heilmann (TSZ), Geras Beste in den Standardtänzen, wurden von den ehrgeizigen Philipp Köhler /Navina Laqua (Altenburg/Gera)
auf den dritten Platz verwiesen, zeigten sich aber gerüstet für den Start am 24. März in Gera zur Kombi-Gebietsmeisterschaft Ost über zehn Tänze. Mit ihrem Sieg bei den Junioren II C schafften Sebastian Trübner /Nadja Bernhardt (TSZ) den Aufstieg zur II B . Unter Junioren I B bestätigten Dominik Shugaley /Annika Schilling (Brillant) ihren Vorjahreserfolg; mussten jedoch mit den Junioren II B im Wettstreit antreten. Rang zwei in der Wertung des „offenen Turniers“ hinter den erwarteten II B-Landesmeistern Maximilian Krimig /Annabell Heilmann (TSZ) und vor Thore Arnold /Antonia Kiethe (TSZ) macht ihnen Mut. Maximilian Shugaley /Josephine Rab (Brillant) trumpften in den Augen der Wertungsrichter bei der Jugend B stärker auf als ihre Wettbewerber vom TSZ; für sie ein langersehnter Erfolg. Eduard Müller /Michelle Nerger (Brillant) gewannen JUN I D-Gold vor Petermann /Streu (Altenburg).

Die Qualität dieser Erfolge einzuschätzen, fällt allerdings schwer. Wohl erst die Deutschen Meisterschaften bzw. der Deutschlandpokal am 3./4. März in Wetzlar werden den Gewinnern zeigen, wo sie im großen Leistungsvergleich wirklich stehen. Denn nur noch 17 Sportpaare aus drei Thüringer Vereinen traten in Sonnebergs Stadtteilzentrum Wolke 14 auf. Das heißt, dass Entscheidungen in einigen Leistungsklassen ohne Zusammenlegungen von Turnieren, die Beteiligung von Gästen anderer Landesverbände oder gewünschte Mehrfachstarts von Tagessiegern in der nächsthöheren Kategorie nicht mehr möglich wären. Bei den Kindern II D, einst stolze Vorzeigeklasse, wurden Eric Rauschenbach /Joelina Ermold (Altenburg) als noch einzige Thüringer mit Gold belohnt. Nur ein Terminproblem wegen Ferienzeiten? Beim TK Brillant bahnte sich die Diskussion schon 2011 und zum Geraer Nikolausturnier an. Das TSZ reagierte Mitte Januar mit einem Casting für Einsteiger; sucht aber mit dem nach Gera zurückgekehrten Jungtrainer Martin Werner noch dringend Jungs.

Doch wo bleiben Vereine, wie die der Erfurter oder Jenaer Präsidiumsmitglieder des TTSV? Personalprobleme bahnen sich an, die auch an gähnender Leere auf Homepage-Seiten zum Jugend- und Freizeitsport des Thüringischen Tanzsportverbandes offenbar werden. Spätestens für Februar hätte die jährliche Jugendvollversammlung (§7) einberufen sein müssen... Werden die Erwachsenen in absehbarer Zeit lösen, was dem Nachwuchs Leistung im Sport erhält?

PS: Zum Tag des Erscheinens dieses Beitrages bis Mitte März 2012 fand sich als Jugendordnung auf der Verbandsseite des TTSV nur ein Dokument. Dessen Verwendung wurde namentlich vom Präsident Bernhard Köhler kritisiert. Wie sich zwischenzeitlich herausstellte, wurde es offenbar nicht aktualisiert, wie es allerdings der Verantwortung des Präsidiums für den Inhalt der Homepage entsprechen würde. Problematisch scheint mir als Autor: Die Zusendung der neuen / jüngeren Jugendordnung (von 2008 !?) wurde durch den TTSV-Präsidenten bisher leider verweigert. Warum? Das darf man wohl mindestens als unfairen Akt zur eventuellen Aktualisierung bezeichnen, wenn man meckern will. Im Gegenteil, es wurde nunmehr nur die alte Version unsichtbar gemacht. Naja, scheinbar. Zum Nachweis siehe: http://ttsv-tanzen.de/jugendordnung.html?searched=...
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Thomas Triemner aus Gera | 23.03.2012 | 17:21  
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