Volleyball: Geras U18-Mädchen bei Thüringenmeisterschaft ohne Medaille

Im Angriff der Geraer U18-Mädels: Helena Szallies (3). (Foto: Foto: GVC)
Trainer Dirk Stüllein kritisiert: GVC-Mädchen traten ersatzgeschwächt zum Finalturnier in Suhl an

Dieses Mal ist der 4. Platz nicht wirklich undankbar: Vom Finalturnier um die U18-Thüringen-Meisterschaft kehrten die 7 verbliebenen Nachwuchsvolleyballerinnen des Geraer VC am Sonntag ohne Medaillen aus Suhl zurück. Real betrachtet war kaum zu erwarten, dass sie sich gegen die erwartet spielstarken Mädels der Thüringer Spitzenklubs aus Suhl oder Erfurt durchsetzen würden. Frau wollte sich eigentlich auf die Chancen im Kampf um Bronze gegen das Team des HSV Weimar konzentrieren...

Allerdings reiste dann die Geraer Mannschaft nach vier kurzfristigen Absagen buchstäblich mit dem letzten Aufgebot an, sagte Nachwuchswart Dirk Stüllein über die weniger erfreuliche Ausgangsposition. Mit Thea Rose und Marie Stüllein kamen dabei gar zwei noch 13-jährige zum Einsatz. Neben ihnen spielten für den Geraer VC: Nora Schneider, Anne Planer, Ulrike Nitzsche, Helena Szallies und Sophie Papczyk.

Gegen die Turnierfavoriten endeten die ersten Partien entsprechend jeweils 0:2; d.h. 25 zu 13 und zu 19 gegen den VfB Suhl sowie zu 10 und zu 17 gegen das SW Erfurt Volleyteam. „... wobei in den jeweils zweiten Sätzen kämpferisch durchaus ansprechende Leistungen gezeigt wurden. Besonders die unbekümmerte Thea Rose setzte mit druckvollen Aktionen Zeichen, die für mehr Selbstbewusstsein im Geraer Sechser sorgten.“, wertete Geras Trainer zum Verlauf.

Dann die Entscheidung über die Vergabe der Bronzemedaillen: Das Spiel begann für den GVC-Nachwuchs mit vielen Annahme- und obendrein noch Aufschlag-Fehlern denkbar schlecht. So brachte auch die Einwechslung von Marie Stüllein nur kurzzeitig Verbesserungen. Die Aufholjagd in der zweiten Satzhälfte blieb unbelohnt (18:25). Ein anderes Gesicht zeigte Geras Vertretung im zweiten Satz. „Sie trat von Beginn an anders auf, störte über druckvolle Aufschläge das Aufbauspiel der Weimarer Mädchen.“ Damit kam man selbst immer wieder zu erfolgreichen Angriffsaktionen und konnte diesen Durchgang 25:14 für sich verbuchen. Doch im Tiebreak geriet der GVC wieder durch Annahmeschwächen in Rückstand. Noch einmal schien Bronze gfreifbar - beim Zwischenstand von 12:11 für Gera. Danach aber gelang kein Punkt mehr. „Wieder halfen zwei einfache Fehler Weimar zum Sieg.“, Stülleins schmerzhaft kurze Teamgeist-Diagnose. Er ging noch weiter ins Gericht: Im Geraer Lager sollten sich manche Spielerinnen mehr Gedanken um ihre Einstellung zu Wettkämpfen und Zuverlässigkeit machen.

Im Endspiel setzten sich jedenfalls die Mädchen des VfB Suhl im knappen Tiebreak mit 17:15 gegen den Sechser des Erfurter Sportgymnasiums durch und nahmen unter Jubel des heimischen Publikums die Goldmedaillen der Thüringenmeisterschaft 2011/12 entgegen.
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