Wie einst Jacques Cousteau - Tauchen, die Welt aus einer anderen Sicht

Atemberaubend zeigt sich die Unterwasserwelt mit ihrer Vielzahl an Pflanzen und Tieren. (Foto: Maximilian Amthor)
 
Maximilian Amthor (links) ist fast jedes Wochenende unterwegs, um in die Unterwasserwelt einzutauchen. Mit dem Tauchpartner gibt es dabei auch keine Probleme, da dieser seine Freundin Franziska Seidel (rechts) ist, welche das Hobby mit gleicher Begeisterung teilt.
Ein zwei Meter langer Wels, Karpfen so groß wie Zackenbarsche, dicht gedrängte Jungfischschwärme, Krebse, grazile Quallen und grüne Unterwassergärten – auch wenn man Thüringen eher mit Wandern in Verbindung bringt, gibt es hier viele Gewässer, die eine atemberaubende Unterwasserwelt bieten. „Zum einen ist es faszinierend, die Unterwasserwelt zu erleben, welche den meisten verborgen bleibt. Zum anderen sind die Schwerelosigkeit und vor allem die Ruhe für mich Gründe, immer wieder abzutauchen. Man ist von der Außenwelt abgeschnitten, kann abschalten, genießen und braucht keine Angst zu haben, dass man von Telefon oder Arbeit gestört wird“, begründet Maximilian Amthor seine Faszination für das Tauchen.

Im Urlaub besuchte der 25-Jährige einen Schnuppertauchkurs und seitdem hat den Geraer das Tauchen in seinen Bann gezogen. 2010 machte er seinen ersten
Brevet – einen Tauchschein. Das ist ein Nachweis für eine erfolgreich absolvierte Ausbildung zum Sporttaucher. Die Scheine werden von verschiedenen Tauchorganisationen, Tauchschulen und Vereinen ausgestellt. „Tauchgänge und Tauchschein – die auch die Fähigkeit bescheinigen, bestimmte Tiefen zu unterschreiten – werden in einem Logbuch festgehalten. So sind der Ausbildungsstand eines jeden Tauchers und an welchen Basen er schon einen
Tauchgang gemacht hat, nachvollziehbar“, weiß der Medieninformatikstudent.

„Tauchen kann eigentlich jeder: Er muss sich in einem normalen gesundheitlichen Zustand befinden, schwimmen können und sich im Wasser wohlfühlen“, erklärt Maximilian Amthor. Wichtig ist das Einhalten von Sicherheits- und Verhaltensregeln. Es gibt zum Beispiel keinen Grund, allein zu tauchen. Außerdem rät der erfahrene Taucher, dass man sich durch regelmäßiges Training mit seiner Ausrüstung vertraut machen und diese vor jedem Tauchgang kontrollieren muss. Denn der Taucher muss sicher gehen, dass das Zubehör nicht beschädigt ist und Probleme bereitet.

„Wichtig ist, dass jeder seine Grenzen kennt und in allen Situationen Ruhe bewahrt, denn Tauchen birgt auch gewisse Gefahren“, mahnt Amthor und erklärt:
„Beim Auftauchen muss man beispielsweise langsam nach oben kommen und darf nicht mehr als neun Meter pro Minute zurückzulegen. Denn beim Tauchen wird die Lunge zusammengepresst und beim Auftauchen dehnt diese sich wieder aus. Atmet man also in etwa 20 Meter Tiefe Luft ein und steigt in Panik ohne Auszuatmen nach oben, wird die Lunge überdehnt.“ Beim Gerätetauchen lautet deshalb die wichtigste Regel: stets regelmäßig ein- und ausatmen und keinesfalls beim Aufstieg die Luft anhalten. „Wer die Risiken kennt und sich dieser bewusst ist, dem stehen viele schöne Stunden unter Wasser bevor“, verspricht Maximilian Amthor.



VERLOSUNG
• Der Allgemeine Anzeiger verlost zwei Schnuppertauchkurse bei der Firma „Lange Tauchen“ aus Leipzig.
• An der Auslosung nehmen alle teil, die am Montag, 22. Oktober, zwischen 10 und 10.30 Uhr eine E-Mail an redaktiongera@allgemeineranzeiger.de schicken. Bitte Name und Telefonnummer nicht vergessen. Die Gewinner werden
benachrichtigt. Viel Glück!


Tauchtipps

• Hohenwartetalsperre
Hier gibt es viele Einstiegsplätze und einiges zu sehen: zum Beispiel Brückenreste, Steilwände, Segelbootwrack, einheimische Fische und Vegetation.

• Bleilochtalsperre
Der größte Stausee Deutschlands ist immer einen Ausflug wert.

• Sundhäuser See (Nordhausen)
Derzeit entsteht hier die Unterwasserstadt „Nordhusia“. Teile der alten ehemaligen Reichsstadt Nordhausen werden an Land nachgebaut und die Segmente in einer Tiefe von zehn bis zwölf Metern zusammengefügt. Schon
jetzt kann man die ersten Teile beim Tauchen bestaunen. Das komplette Projekt soll bis 2015 abgeschlossen sein.

• Nordstrand (Erfurt)
Ein Kiessee mit schöner Unterwasserflora und Fauna inmitten eines Erholungs- und Freizeitzentrums.

• Kulkwitzer See (Leipzig)
Der See entstand aus zwei Restlöchern, in denen Braunkohle gefördert wurde. Es gibt zwei Einstiege und der Unterwasserpark mit Tagebaugeräten erinnert an die Geschichte der Gegend.

• Weitere Seen und Informationen im Internet unter
www.taucher.net und www.tauchseen-portal.de
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
Sandra Rosenkranz aus Sömmerda | 21.11.2012 | 10:21  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige