Wing Chun Kung Fu - Körper und Geist und Geist in Einklang bringen

Der zehnjährige Matteo Kluge aus Korbußen ist das jüngste Mitglied in der Geraer Runde. Er lernt fleißig an sich um die Übungen von Trainer Yves Kratsch bestens umzusetzen.
 
Der Geraer Clemens Lange (rechts)lernt seit einiger Zeit Wing Chun Kung Fu. Mit seinem Trainer, Yves Kratsch, übt er an einer der vielen Techniken zur Selbstverteidigung.
Wer sich erstmalig für Wing Chun interessiert, wird mit vielen verschieden Schreibweisen konfrontiert. Die Ursache hierfür liegt in dem Umstand, dass es keinerlei Regeln gibt, wie man chinesische Schriftzeichen in die lateinische Schrift übersetzt. In Europa wird häufig „Wing Chun“ verwendet. Die Jahrhunderte alte Kampfkunst kommt aus dem asiatischen Raum und wurde nicht dafür entwickelt um sich nach Lust und Laune mit seinem Gegenüber zu prügeln. Natürlich dient sie auch zum Mittel der Selbstverteidigung, aber vor allem geht es darum Körper und Geist in Einklang zu bringen und fit zu halten. Damals entwickelten vor allem geistliche das ursprüngliche Kung Fu weiter, was dazu führte das einige Stilrichtungen wie das „Wing Chun Kung Fu“ hervor kamen.

Die am weitesten verbreitete Legende erzählt von der buddhistischen Shaolin-Nonne „Ng Mui“, die ein Kampfsystem entwickelt hat welches sich gegenüber den harten KungFu Stilen behaupten konnte. Sie hat den Stil nach ihrer ersten Schülerin „Yim Wing Chun benannt und gab ihr Wissen vor allem an Frauen weiter, welche sich damals gegen zahlreiche Männer zur Wehr setzen mussten. „Genau das macht diesen Stil aus. Wenn man körperlich und geistig im Einklang steht, kann man mit Wing Chun Kung Fu jeden Angreifer in kürzester Zeit außer Gefecht setzen und dabei ist es egal wie groß oder klein man ist. Es geht nicht darum jemandem Schaden zuzufügen, sondern sich zu verteidigen und sich gegen Angriffe zu wehren“ erzählt Yves Kratsch, der Trainer des O.W.C.O – Ostthüringer Wing Chun Organisation. Bekanntester Vertreter des Kampfstils war der Künstler Bruce Lee. Durch ihn wurde Kung Fu weltweit bekannt und vor allem die westliche Welt merkte schnell, dass die asiatischen Künste keinesfalls sinnfreies herumspringen bedeutet. Vor allem der Stil „Wing Chun“ setzte sich durch, da er einer der effektivsten Stile des Kung Fu ist um mit minimalem Kraftaufwand den maximalen Erfolg zu haben.

Doch da es nicht vorsätzlich um das Kämpfen geht, sondern um Verantwortung, Fitness und Training zur Gewaltprävention gewann die Kampfgunst immer mehr Ansehen und viele Anhänger die es lernen wollten. So gründete der Großmeister des Wing Chun Kung Fu, Hardy Peschke, im Jahr 2006 die „O.W.C.O – Ostthüringer Wing Chun Organisation“. „Wie der Name schon sagt sind wir in ganz Ostthüringen tätig. Bei uns lernt man sich zu verteidigen und Körper und Geist zu stärken. Durch das Training im Verein merken die meisten schnell wie Wohlbefinden, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Gesundheit gesteigert werden“ erzählt der Wing Chun Kung Fu Trainer, Yves Kratsch, weiter. Er selbst ist Teak-Wondo-Meister und übt die asiatischen Kampfkünste seit über 13 Jahren aus. Vor einigen Jahren ist er zum Gründer der Organisation gekommen und hat stark daran mitgearbeitet diese aufzubauen. Mittlerweile hat man über 100 aktive Mitglieder und mehr als zehn Trainingsorte in ganz Ostthüringen. Yves Kratsch ist Geraer und nachdem der Verein in seiner Arbeit nun auf soliden Füßen steht, hat er vor über einem Jahr damit begonnen die Kampfkunst auch in Gera an interessierte weiterzugeben.
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