Wismut Gera vor der Oberligasaison, Sonntag Test gegen Chemie

(Foto: BSG Wismut Gera)
 
Neuzugänge: v.l.: David Himmer (vom 1.FC Greiz), Nick Pohland (vom FC Thüringen Weida), Fabian Runau (vom SV Elstertal Bad Köstritz), Florian Schubert und Martin Simic (beide vom Chemnitzer FC II) (Foto: Beate Pauli)
Gera: Stadion am Steg | Seit dem 06.07. laufen die Vorbereitungen der Orange-Schwarzen für das Abenteuer Oberliga. Dieses beginnt am 16.08.2015, 14 Uhr, gegen den SSV Markranstädt im heimischen Stadion am Steg. Also gleich zu Beginn eine Spitzenmannschaft der vergangenen Saison, sicherlich kann man auch diesmal von der Mannschaft aus dem Landkreis Leipzig viel erwarten.

Viele Jahre mussten die Wismut-Fans durch die Niederungen des Freistaates Thüringen wandern und speziell 2003 hatten viele keine Hoffnung mehr, dass die Wismut jemals wieder überregional durch die Lande ziehen kann. Der Verein stand damals vor dem Aus, ab 2007 ging es langsam wieder aufwärts. Von der Bezirksliga ging es über die Landesklasse in die Thüringenliga. Ende 2013/Anfang 2014 wackelte der Verein nochmals kurzzeitig, als erst nach langer Suche ein neuer Vorstand gefunden wurde. Das Team um Volker Fiedler lieferte seitdem meist eine gute Arbeit ab und hat den Verein wieder auf ein ansprechendes Niveau gebracht.
Nun also Oberliga, als Zweiter nahm man das Aufstiegsrecht wahr, da der Landesmeister FSV Wacker 90 Nordhausen II auf den Aufstieg verzichtete. Für viele Fans ist die Oberliga auch Neuland, besonders für die junge Generation, die in der letzten Oberligasaison 1999/2000 etwas zu jung waren oder für diejenigen, die einfach damals noch nicht bei der Wismut waren.

Die Verantwortlichen der Wismut konnten fast den kompletten Aufstiegskader halten, nur Andre Jahn verließ die Wismut Richtung Bad Köstritz. Andy Warning legt aus familiären und beruflichen Gründen eine Pause ein. Der Rest blieb und bisher konnten mit Florian Schubert und Martin Simic vom Chemnitzer FC II, Nick Pohland vom FC Thüringen Weida, David Himmer vom 1.FC Greiz, Kay Weska von der SG Dynamo Dresden II und Fabian Runau vom SV Elstertal Bad Köstritz sechs Neuzugänge vermeldet werden.

Die vergangenen zwei Wochen war hartes Training angesagt, dass teilweise in den Testspielen zu sehen war. Die Grüttner-Schützlinge blieben zwar in allen vier Spielen ungeschlagen, konnten aber nicht jederzeit überzeugen, was nach den Trainingseinheiten sicherlich verständlich ist.
Im ersten Test am 08.07. gab es am Steg ein 8:0 gegen den Kreisoberligisten FC Altenburg. Am 12.07. ging es zum Landesklassisten SV Elstertal Silbitz/Crossen. Vor 200 Zuschauern, darunter vielen Wismut-Fans, gab es einen hart erkämpften 2:1-Sieg. Am darauffolgenden Mittwoch (15.07.) wurde im Heimspiel der letztjährige Dritte der Verbandsliga SV Eintracht Eisenberg ebenfalls mit 2:1 bezwungen. Knapp 150 Zuschauer waren am heimischen Steg dabei. Der Sachsenligist BSC Freiberg hielt am vergangenen Sonntag bis zum Schluss voll dagegen. Die knapp 20 Wismut-Fans sahen in der Universitätsstadt Freiberg ein durchwachsenes 1:1, eine Steigerung zum Spielende hin, war wie gegen Eisenberg, zu sehen.

Weiter geht es am Wochenende mit zwei Heimspielen. Am Samstag wird ein Landesklassist aus Sachsen, der VfB Zwenkau 02, im Stadion am Steg erwartet. 15 Uhr ist Spielbeginn.
Am Sonntag dann der Höhepunkt in der Vorbereitung, wenn die BSG Chemie Leipzig zum Traditionsduell im großen Stadion der Freundschaft erwartet wird. 14 Uhr treffen die beiden Vereine aufeinander, das letzte Spiel gegeneinander war übrigens 1994. Mehr als 20 Jahre liegen also dazwischen, für beide Vereine gab es in diesen zwei Jahrzehnten eine bewegte Zeit mit Höhen und Tiefen. Vor der Wende und kurz danach gab es etliche Spiele zwischen den Vorgängervereinen, vor allem in der DDR-Liga. Vielen älteren Gerschen ist sicherlich der 1.Mai 1983 noch in guter Erinnerung, als 18000 Zuschauer im Stadion der Freundschaft eine 0:2-Niederlage in der Aufstiegsrunde zur DDR-Oberliga gegen Chemie sahen. Oder 1993 als der inzwischen zum FC Sachsen Leipzig (Fusion zwischen Chemie und der BSG Chemie Böhlen) umbenannte Verein ebenfalls im Stadion der Freundschaft am letzten Spieltag die Meisterschaft in der NOFV-Oberliga Süd klarmachte, aber durch Lizenzverweigerung nicht an den Aufstiegsspielen zur 2.Bundesliga teilnehmen durfte. Immerhin 2450 Zuschauer sahen dieses Spiel, in dem die Chemiker vor dem Spiel mit einem friedlichen Protest auf dem Rasen auf die missliche Lage rund um die Grün-Weißen aufmerksam machten.

Ein Testspiel steht dann noch am 01.08. an, wenn es zum Kreisoberligisten SG Hirschberg/Rosenthal Blankenstein in den Saale-Orla-Kreis geht. 13 Uhr ist Anpfiff.
Am 08.08.2015, 15 Uhr, beginnt die Pflichtspielsaison mit einem Pokalspiel beim Landesklassisten SV Blau-Weiß Büßleben 04 aus dem Erfurter Raum.

Die Vorbereitung der Zweiten auf die Kreisligasaison laufen derzeit auch auf Hochtouren. Drei Testspiele wurden bisher absolviert, mit einem überraschenden 1:1 beim Kreisoberligisten SV 1924 Münchenbernsdorf, einem 0:3 beim Kreisligaaufsteiger TSV 1861 Pölzig und dem beachtlichen 3:5 zuhause gegen den Landesklasseaufsteiger Post SV Gera.
Die Schützlinge von Roy Beck testen natürlich weiter. Am Sonntag ab 10 Uhr wird im Stadion am Steg der SV Roschütz II erwartet.

Der Nachwuchs ist noch in den Ferien, hier werden diese Saison mehr Mannschaften starten als 2014/15.
Das erste Spiel diese Saison im Nachwuchs wird es am 02.08., 14 Uhr, geben. Die A-Junioren erwarten in einem Testspiel die zweite Männermannschaft des FC Altenburg im Stadion am Steg.
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