Am Anger geht’s weiter. Die Zwötzener müssen nicht auf ihre Feste verzichten – Verein Bürgerservice24 gegründet

Die Vereinsmitglieder des neugegründeten Bürgerservice24 sind an ihren einheitlichen T-Shirts zu erkennen. Mit neuem Elan möchte Günter Brinkmann (rechts) und seine Mitstreiter die Zwötzener wieder zueinander bringen.
Was soll nun werden? Diese Frage stellten sich Ende vergangenen Jahres die Zwötzener. Das soll’s gewesen sein, mit den heiß geliebten Kinderfesten, Angerfesten, den Martinsumzügen und den Adventsfeiern? Das gemeinsame Feiern hat im dörflichen Ortsteil von Gera eine lange Tradition.

Aber irgendwann werden die Macher müde, verlieren den Elan an der Vorbereitung und Durchführung. Die Mitglieder des Angervereins um den Vorsitzenden Wolfgang Krieg sind in die Jahre gekommen, die sprichwörtliche Puste ist raus, sie wollen nicht mehr. Zum Jahresende wurde der Beschluss gefasst, den Verein aufzulösen.

Und nun? Dass in ihrem Ortsteil künftig nichts mehr los sein soll, möchten die Zwötzener nicht akzeptieren und sprechen den früheren Vorsitzenden und Gründer des Angervereins, Günter Brinkmann, an. Der scharte in kurzer Zeit 30 Leute um sich, die gewillt sind, die Traditionen nicht sterben zu lassen. Nein, einen fortgeführten Angerverein wird es nicht mehr geben. Stattdessen nennt sich der Verein, der im März gegründet wurde, Bürgerservice24. Die Beantragung der Gemeinnützigkeit ist in Vorbereitung. „Die Voraussetzungen hierfür sind bereits geschaffen“, so Brinkmann.

„Wir möchten mit dem neu gegründeten Verein mehr mit Bürgern für Bürger tun, vor allem auch um die Älteren kümmern“, erklärt der Vorsitzende. Gemeint ist damit Nachbarschaftshilfe, Hilfe im Alltag, mal einkaufen gehen oder Behördengänge für Senioren erledigen. Die Vereinsmitglieder planen, regelmäßig Seniorennachmittage durchzuführen. Eigens hierfür wird im Sommer auf dem Anger eine „Bürgerbaude“ errichtet. Die soll dann wöchentlich an einem Nachmittag geöffnet sein. Bezüglich des Angebotes denkt Brinkmann über bloßes Kaffeetrinken und Kartenspielen hinaus. „Warum nicht auch mal einen Computerkurs für Senioren anbieten, um ihnen die Angst vor dem Internet zu nehmen?“.

Und die bisherigen Feste? Die soll es unter Federführung des „Bürgerservice24“ natürlich auch weiterhin geben. Die Zwötzener warten schon darauf, dass es endlich wieder losgeht. Sie müssen sich zum Glück nur noch wenige Tage gedulden. Das Maifest am 16. und 17. Mai ist die erste große Bewährungsprobe für den Verein. Mitglied Marion Kuhl freut sich bereits darauf, dass dann endlich Schluss mit der Todesstille in Zwötzen ist. „Gemeinsame Treffen wie in einer großen Familie sind wichtig, dass man sich nicht aus den Augen verliert“, erklärt Schriftführerin Susanne Burkhardt. Die Besucher des Maifestes können sich unter anderem erstmals auf Bungeespringen und eine Show historischer Autos freuen.

www.buergerservice24-gera.de
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