Engagiert gegen Armut

Marlene Spenst (li.), die "Seele" des Vereins "Tischlein deck dich/Die helfende Hand" mit der Ehrenamtlichen Heidi Fleischer, die ihr die Büroarbeit abnimmt und Vorstandsmitglied Roland Geipel, der stolz auf die engagierten Frauen ist.
Marlene Spenst und "ihr" Verein "Tischlein deck dich/Die helfende Hand" feiern 15. Geburtstag

„Sie ist eine Frau mit Herz, Courage und Ausdauer“, sagt Pfarrer und Vorstandsmitglied des Vereins „Tischlein deck dich/Die helfende Hand“ Roland Geipel auf die Frage, wie er den Mensch Marlene Spenst in einem Satz beschreiben würde. Sie ist die „Seele“ des Vereins – gemeinsam mit ihrem Mann Frank, der nicht nur das zeitintensive Engagement seiner Frau mit trägt, sondern selber zupackt, wo er kann. „Ohne ihn und die anderen Ehrenamtlichen wäre vieles nicht machbar“, erzählt Marlene Spenst. Die Vereinsvorsitzende freut sich über das 15-jährige Bestehen „ihres“ Vereins und über zahllose Glückwünsche, herzliche Umarmungen und angebotene Hilfe, die sie aus diesem Anlass entgegen nimmt.
Der Verein unterstützt seit seiner Gründung 1998 bedürftige Menschen jeden Alters aus Bieblach-Ost und Umgebung. Er betreut in der Schwarzburgstraße 6 einen kleinen Laden mit sorgsam aufbereiteten Textilien, Hausrat und Büchern – gewonnen ausschließlich durch Spenden. „Ich bin froh, dass viele Leute bereit sind, zu geben, denn leider nimmt die Anzahl armer Menschen weiter zu“, sagt die Engagierte.
Für einen kleinen Obolus finden Bedürftige hier viele nützliche Sachen – und menschliche Wärme. Bei einem Schwatz, einem freundlichen Lächeln. „Viele kommen regelmäßig, sie fühlen sich hier wie in einer Familie“, weiß Marlene Spenst.
Auch andere Angebote stehen allen Bürgern offen, wenn sie Hilfe benötigen. Beispielsweise beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen, im Umgang mit Ämtern und Behörden oder bei der Arbeitsplatzsuche und dazu den Computer nutzen. Einmal im Jahr wird eine Kinderweihnachtsfeier organisiert – die strahlenden Kinderaugen sind der schönste Lohn. Der kleine Verein mit neun Mitgliedern und einer Handvoll Ehrenamtlicher stemmt ein enormes Arbeitspensum mit sehr bescheidenen Mitteln. Doch den Kopf in den Sand stecken, gibt es nicht.
„Wenn du denkst, deine Kraft reicht nicht mehr, dann kommt jemand, der hilft“, für diese Erfahrung ist Marlene Spenst dankbar. Und für die gute Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Einrichtungen vor Ort. Ihre Wünsche sind bescheiden: billigere Straßenbahntickets für Bedürftige in Gera, weiterhin eine hohe Spendenfreudigkeit und gern auch neue Mitstreiter für den Verein. Wer also Hausrat und Sachen zu Hause hat, die er selbst nicht mehr benötigt, die gut erhalten sind und somit zu schade zum wegwerfen, ist gerne gesehen. Auch diejenigen, die sich gern ehrenamlich mit einbringen möchten.

Mehr Infos zum Verein: www.home.akf-online.com/die-helfende-hand.de
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