Nach dem Fiasko: Neustart für Verein "Wir für das KuK Gera"

Der Verein „Wir für das KuK Gera“ e.V. hat einen neuen Vorstand gewählt: Ronny Häberer (von rechts, Vorsitzender), Fayme Feliciano (Stellvertreterin), Marcel Blümm (Kassenwart), Jens Glinkemann (Pressesprecher) und Martin Beckert (Öffentlichkeitsarbeit). Man wolle künftig mit Taten glänzen, verspricht der neue Vorstand.
Gera: Kultur- und Kongresszentrum Gera | Es ist still geworden um den Verein „Wir für das KuK Gera“ eV.. Höchstens hinter vorgehaltener Hand wird getuschelt und schäbig mit dem Finger gezeigt. Auf ihrem Facebookauftritt einzig zu lesende Neuigkeiten sind die abgesagte Benefizveranstaltung und die Neuwahl des Vorstands. Wie vom neuen Vorstandsvorsitzenden Ronny Häberer zu erfahren war, hat der Verein derzeit 17 Mitglieder. Neun von ihnen waren zur ordnungsgemäßen Wahl anwesend. Als Stellvertreter wurde Fayme Feliciano, als Kassenwart Marcel Blümm, als Pressesprecher Jens Glinkemann und für die Öffentlichkeitsarbeit Martin Beckert gewählt. Somit hat der Verein wieder einen funktionierenden Vorstand.

Wie kam es zu dem Fiasko (meinAnzeiger berichtete)? „Fehlende Kommunikation innerhalb des Vorstands“, fasst es Häberer zusammen. Als amtierender Vorsitzender hatte er zur Podiumsdiskussion im KuK Gera bekannt gegeben, dass der erste Runde Tisch – zu dem der Verein einlädt - in der zweiten Märzwoche stattfinden wird. Den gab es allerdings bereits am 26. Februar, organisiert im Alleingang vom zurück getretenen Vorsitzenden Jürgen Schaab. Drei Vorstandsmitglieder und weitere Vereinsmitglieder verließen damals demonstrativ diese Veranstaltung. „Der Runde Tisch wurde von der Piratenpartei geführt und es ging ausschließlich um die zu gründende Genossenschaft. So war der Runde Tisch seitens des Vereins nie geplant. Hier wurde nur brutaler Wahlkampf geführt. Wir sahen keine andere Möglichkeit, als unsere Ämter niederzulegen, um ein eindeutiges Zeichen zu setzen, dass der Verein das so nicht mitträgt“, erklärt Häberer. Von daher waren die Neuwahlen erforderlich.

Für die Öffentlichkeit war die Karre zu diesem Zeitpunkt in den Dreck gefahren. Auch der neu gegründete Vorstand spricht von einem immensen Schaden. „Die einst offenen Arme sind klein geworden. Von den uns gereichten Händen sind vielleicht noch zwei Finger übrig geblieben“, sieht es Häberer realistisch, der mit dem neuen Vorstand jetzt erst mal den Schaden analysieren möchte.

„Wir werden bald wieder von uns reden machen. Wir kämpfen nach wie vor für den Erhalt des KuK, werden aber ebenso andere Baustellen aufzeigen“, blickt Pressesprecher Jens Glinkemann optimistisch in die Zukunft. Und der Vorsitzende garantiert, dass man künftig als Verein gemeinsam stark auftreten werde. „Wir müssen jetzt den Geraern zeigen, dass sie uns vertrauen können“, so Häberer.

Am Interessenbekundungsverfahren – der Termin dafür ist am Montag abgelaufen - hat sich der Verein nicht beteiligt. Man wolle sich künftig als Förderverein für den weiteren Betrieb des KuK einsetzen und dafür sorgen, dass die Stadt nicht aus ihrer Verantwortung entlassen wird. „Jetzt wollen wir mit Taten glänzen“, so der Vorstand einstimmig.

Rückblick:

Geraer finden sich erstmals zusammen, um darüber zu reden, wie das KuK erhalten werden könnte:

http://www.meinanzeiger.de/gera/vereine/moechten-d...

Ankündigung der Podiumsdiskussion:

http://www.meinanzeiger.de/gera/vereine/na-kuck-ma...

Podiumsdiskussion im KuK:

http://www.meinanzeiger.de/gera/vereine/konstrukti...

Der 1. Runde Tisch, verbunden mit dem Rücktritt von drei Vorstandsmitgliedern:

http://www.meinanzeiger.de/gera/vereine/tot-gequat...

Mehr über das KuK Gera:

http://www.meinanzeiger.de/gera/themen/kultur-und-...
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4 Kommentare
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Steffen Weiß aus Gera | 01.04.2014 | 20:21  
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Antje Hellmann aus Jena | 02.04.2014 | 11:39  
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Steffen Weiß aus Gera | 02.04.2014 | 11:43  
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Klaus Köhler aus Gera | 08.04.2014 | 14:04  
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