Ritter zur Osterburg Weida sind fit für das mittelalterliche Burgspektakel

Der Kampf ist entschieden: Wolfram von Ebersborn (René Richter) streckt Otto von Brahmetal (Nils Köhler) nieder. Um derartige Szenen dem Publikum vorführen zu können, bedarf es regelmäßigem Training.
 
Rittergelage mit Maximilian von Eichenberg (von links), Otto von Brahmetal und Wolfram von Ebersborn.
Weida: Osterburg | Aerobic machende Ritter? Es sieht im ersten Moment sicher komisch aus, was die drei Gerüsteten da machen. Das Schwert wird um den Körper geführt. Das Schwert drehen, schön groß drehen. Wechseln auf die andere Hand. Von einer Hand in die andere fliegen lassen. Aufwärmung. Die Schultergelenke geschmeidig machen.

Ritter wärmen sich auf? Das kennt man aber aus den historischen Filmen ganz anders: Wenn der Feind in Reichweite ist, geht’s los. Feinde haben die heutigen Ritter nicht mehr. Und wenn doch, dann ist es gespielt. Und da ist es natürlich nicht das Ziel, jemand zu gefährden – auch nicht sich selbst. Also wird fleißig trainiert. Und wie bei jedem Sporttraining üblich gibt es zuvor die Aufwärmung.

Mit langsamen, kontrollierten Schwertbewegungen gehen Otto von Brahmetal und Maximilian von Eichenberg aufeinander zu. Sämtliche Waffengattungen, die bei Schaukämpfen zum Einsatz kommen, werden trainiert. Bei den Schwertern ist es hauptsächlich der Anderthalbhänder. Etwas deftiger geht es mit den schweren Waffen wie Kettengeißel, Axt und Schild zu. Meistens kämpft Mann gegen Mann. Allergrößte Obacht ist geboten, wenn ein Ritter gleich zwei Gegner hat. „Das muss trainiert werden“, erklärt Wolfram von Ebersborn, alias René Richter. Aller zwei Wochen treffen sich die Ritter zur Osterburg zum gemeinsamen Training. Vor großen Events sogar wöchentlich.

Der Verein Ritter zur Osterburg zählt mittlerweile 32 Mitglieder aus Weida und Umgebung, darunter sechs Schaukämpfer. Wo Rittersleute sind, ist das Gefolge einschließlich des mittelalterlichen Lagerlebens nicht weit. Eigens hierfür haben sie zwei große Wohnzelte, ein Küchenzelt und ein Schauzelt.

Die Vereinsmitglieder sind mit der beginnenden Saison jetzt fast wieder jedes Wochenende unterwegs. Die Saisoneröffnung am kommenden Wochenende wird ein „Heimspiel“. Auf der Osterburg geht am Samstag und Sonntag das 10. Mittelalterliche Burgspektakel über die Bühne. „Wir werden uns wieder eine Geschichte ausdenken. Vielleicht eine Tavernenschlägerei, die in einem Schaukampf gipfelt“, stellt René Richter in Aussicht. Nicht fehlen darf die Feuershow. Das Lagerleben wird nachgestellt und die Gäste können im Gewölbe der Osterburg – dem Sitz des Vereins - auch mal Schwert und Schild in die Hand nehmen. Im Rittersaal mit großer Tafel gibt es noch viel mehr zu entdecken. Lassen Sie sich überraschen!

Der offizielle Ankündigungstext:

Mittelalterliches Burgspektakel in Weida vom 22. bis 23. März 2014

Hiermit wird kund und zu wissen getan, dass am 22. März und dem Tag hernach, für das Volk zu Weida und seine Gäste, wieder ein gar mittelalterliches Spektakulum auf der Osterburg zu Weida stattfindet.

Handwerker gekleidet wie einst, kann man bei der Ausübung alter Handwerkskünste beobachten und sogar selbst Hand anlegen. Unter den über 40 Händler- und Handwerkerständen kann man unter anderem den fast vergessenen Zinngießer, Kettner und einen Waffenschmied sehen. Aber auch Kaufleut, die alle Welt fahrend erkunden, auf der Suche nach Schätzen für euer Auge, bieten ihre Ware feil – Glas und Eisen, Met und Weihrauch, stolze Schwerter und edle Gewande.

Im Ritterlager kann man die „Ritter der Osterburg“ beobachten, beim Lagerleben, bei ihren grobschlächtigen Raufereien und Auseinandersetzungen. Mit Schwert und Schild verteidigen Ritter ihre Auffassungen von Ruhm und Ehre, ebenso die ihnen Schutzbefohlenen gegen Überfälle, Diebe und allerlei Gesindel.

Auf historischen Instrumenten werden durch die Spielleut “Varius Coloribus” alte Tänze und Balladen dargeboten und so Mythen und Legenden wieder lebendig.
Es erklingen historische Klänge mit Sackpfeifen, Schalmeien, Pommern, Hörner, Flöten, Cister, Fiedel, Radleier und Trommeln.

Wie es Sitte und Brauch war im Mittelalter, finden sich an diesen Tagen auch Gaukler, Puppenspieler und anderes Künstlervolk auf dem Markt ein, um das Volk auf das Trefflichste zu unterhalten.

„Braxas A“ verbindet Weiblichkeit mit dem Element Feuer. Zu erleben ist eine Fakirshow und der Tanz mit lebend Getier. Des Abends, mit Einbrechen der Dunkelheit, erwartet das Volk ein grandioses Feuerspektakel.

Die kleinen aber auch großen Besucher können sich vom Marionettenspiel mit
„Christopher vom Alaunenberg“ begeistern lassen.

Fürs leibliche Wohl sorgen Backstube, Garküchen und Tavernen. Laben kann sich ein Jeder an Bier, Met, Kräuterfladen, Räuberspieß und manch anderen Gaumenfreuden.

Ein solcher Markt wird richtig zum Erfolg, wenn sich viele beteiligen und sich fangen lassen von der Atmosphäre, welche die Handwerker, Gaukler, Bettler und Marktweiber verbreiten.

Nutzen Sie diese Möglichkeit und lassen Sie sich entführen in eine Zeit vor hunderten von Jahren, weg vom Alltagsstress, hinein in ein ursprüngliches Markttreiben - ein Vergnügen pur.


Wer schon mal sehen will, wie es beim mittelalterlichen Burgspektakel auf der Osterburg zugeht, kann hier schauen:

http://www.meinanzeiger.de/gera/ratgeber/mittelalt...
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5 Kommentare
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 19.03.2014 | 19:00  
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Steffen Weiß aus Gera | 19.03.2014 | 22:50  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 19.03.2014 | 23:32  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 20.03.2014 | 06:55  
12.760
Renate Jung aus Erfurt | 20.03.2014 | 13:43  
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