Tafeln verdienter Geraer Persönlichkeiten in der Straßenbahn – Über Adele Zabel, Werner Simsohn und Heinrich Postumus können sich die Fahrgäste an Bord der Triebwagen informieren

Eine TV Präsentation in einer Straßenbahn über Werner Simsohn, einen Ehrenbürger von Gera, gibt Informationen, weshalb der Triebwagen dessen Namen trägt.
Gera: GVB | Die Namen von neun verdienten Persönlichkeiten aus der Geschichte der Stadt Gera tragen inzwischen Triebwagenzüge aus dem Nummernkreis von 201 bis 212. "Die restlichen vier lassen sich auch noch finden, denn Gera ist reich an Menschen, die Gera bekannt und berühmt gemacht haben.", wünscht sich Dieter Nendel, Mitglied im Fahrgastbeirat der Geraer Verkehrsbetriebe und im jüdisch-deutschen Kulturverein unter dem Dach des Interkulturellen Vereins der Stadt. Die Idee, so Nendel, habe er aus Darmstadt mitgebracht und fand sie richtig passend für Gera.
2008 und 2010 wurden Triebwagen Personen gewidmet und fahren seitdem mit dieser Aufschrift durch Gera. Das sind im Einzelnen: Nr. 201 – Berta Schäfer, Nr. 202 – Werner Simsohn, Nr. 203 – Auguste Zabel, Nr. 207 – Otto Dix, Nr. 208 – Heinrich Posthumus, Nr. 209 – Otto Lummer, Nr. 210 – Clemens Weisker, Nr. 211 – Aenne Biermann und Nr. 212 – Thilo Schoder.
"Durch das Bundesprogramm "Demokratie leben" ist jetzt die Möglichkeit gegeben, alle gewidmeten Straßenbahnen mit Informationstafeln auszustatten.", erklärt Olga Lange, stellv. Vorsitzende vom Interkulturellen Verein Gera. "Damit reiht sich diese Aktion nahtlos in das Rahmenprojekt "Das Fremde und das Eigene" unserer Initiativen ein."
Hier stehen Begegnungen mit fremden Kulturen und das was in unserer Stadt wichtig ist in dem Vordergrund. Schwerpunkte seien, so Olga Lange, die Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft und die kulturelle und geschichtliche Identität unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen, was sich auch bei den Gedenktafeln widerspiegle.
Die Schüler Antonio Thiers und Richard Bassek vom Goethe Gymnasium gestalteten die Tafeln für Heinrich Posthumus, Vincent Schneider von der Ostschule die Tafeln für Adele Zabel. Edith Liehnert hat sich intensiv bei der Ehrung für Werner Simsohn eingebracht und sorgt mit dafür, dass das Andenken an den Ehrenbürger der Stadt erhalten bleibt. Simsohn verfasste eine Trilogie zum Thema "Juden in Gera" und war ein erfolgreicher Handballtrainer der Stadt. Eine kurze Präsentation im Straßenbahn TV, erstellt vom Interkulturellen Verein, ergänzt die Tafeln in der Bahn.
Oberbürgermeisterin Viola Hahn erklärt, dass derartige Informationen für die Bürger und die Gäste unserer Stadt identitätsstiftend seien und damit eine wichtige Maßnahme im Stadtmarketing darstellten. "Dies möchte gerade junge Menschen anregen, sich selber mit diesen Persönlichkeiten zu beschäftigen und selbst einmal eine Persönlichkeit in unsere Stadt zu werden."
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige