Von der Tussi zur Bikerin - Bikerverein setzt auf Familie und Zusammengehörigkeit

Der ganze Stolz der Biker ist ihre Maschine. Der Präsident des Vereins, Steve Dreyer (rechts) und der Vizepräsident, Thomas Morgenroth, präsentieren gern ihre Maschinen. Für beide gehört der Verein zum Leben und alles Dazugehörige ist Lebensgefühl und Freiheit zugleich.
 
Christiane Dreyer gehört seit 1996 zum Verein und ist als Frau des Präsidenten auch die heimliche Chefin im Haus, was aber von jedem der Mitglieder akzeptiert wird. Anfangs konnte Sie sich nicht vorstellen einem Motorradclub beizutreten, jetzt gehört es zu ihrem Leben und sie möchte es keinesfalls mehr missen.
Korbußen: Asphaltkristalle | Wenn das Motorrad ruft, sind Biker hart im Nehmen. Gerade mal ein Grad Plus zeigte das Thermometer, als die Asphaltkristalle zu ihrer ersten Fahrt in dieser Saison aufbrachen. „Das war im April und als wir im Harz ankamen, staunte der Tankwart nicht schlecht. Klar war es kalt, aber wir waren heiß darauf, endlich loszulegen“, erzählt Steve Dreyer, Präsident der Geraer Motorrad und Fahrgemeinschaft (MFG) Asphaltkristalle.

Noch immer haben Biker gegen Vorurteile anzukämpfen, wenn sie mit ihren Maschinen auf Tour sind. Für die einen sind sie rücksichtslose Raser, für andere böse Jungs, die Angst und Schrecken verbreiten. Auch für Christiane Dreyer eröffnete sich eine neue Welt, als sie ihren späteren Ehemann Steve kennenlernte. „Ich hatte damals auch meine Meinung, die sich aber schnell änderte, denn kein Vorurteil hat sich bis heute bestätigt“, erzählt die 34-Jährige. Im Gegenteil: Der Verein setzt auf Familie und Zusammengehörigkeit. Das mag daran liegen, dass viele Mitglieder selbst Eltern sind und ihre Familie in den Verein integrieren. „Genau so war es bei mir. Ich war eine Tussi und bin heute Bikerin, Mama und kann mir ein Leben ohne Motorrad nicht mehr vorstellen“, erzählt die Geraerin lachend.

Dem MFG-Präsidenten Steve Dreyer und seinem Vize Thomas Morgenroth wurde diese Leidenschaft offenbar in die Wiege gelegt. Beide waren von klein auf begeistert von Motorrädern und es dauerte nicht lange, bis sie selbst einen „heißen Ofen“ besaßen. „Es klingt zwar klischeehaft, aber es ist die Freiheit und Ruhe, die man auf dem Motorrad genießt. Auf dem Bock gemütlich durchs Land zu fahren, ist immer wieder ein Erlebnis“, schildern sie das Lebensgefühl. Andere indes stempeln sie als Asphaltcowboys ab. „Doch damit kommt man klar“, sagt Steve Dreyer. Denn Idioten gäbe es überall, selbst unter den Motorradfahrern, die meinen, die Straße sei eine Rennstrecke.

Bereits vor der Gründung des Clubs trafen sich Gleichgesinnte im damaligen Geraer Jugendclub Kristall, dem späteren Namensgeber für den Verein. Die meisten fuhren mit ihrem Motorrad vor und so beschlossen damals über 40 Biker, einen Verein zu gründen. „Anfangs lagen unsere Prioritäten bei Ausfahrten und beim Schrauben an den Maschinen. Doch spätestens, als wir unser selbst ausgebautes Vereinshaus in Korbußen bezogen und einige von uns Eltern wurden, änderte sich das. Wir mussten Hobby und Familie unter einen Hut kriegen“, erzählt Steve Dreyer. Und Thomas Morgenroth bestätigt: „Das haben wir sehr gut hinbekommen. Heute sind wir eine große Familie, in der sich jeder um den anderen kümmert. Manchmal sind wir mehr Familienverein als Bikerclub.“

Neben den Asphaltkristallen gibt es in und rund um Gera noch weitere Motorradclubs mit denen man gemeinsame Ziele verfolgt, sich gegenseitig hilft und auch aufklärend tätig ist.

Wissenswertes zum Verein
- Gründung 1992
- Sitz in Korbußen
- MFG = Motorrad und Fahrgemeinschaft
- Offene Clubabende für Interessenten jeden 2. Freitag im Monat ab 20 Uhr
- Informationen unter www.asphaltkristalle.de
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1 Kommentar
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jochen mars aus Apolda | 25.12.2013 | 13:57  
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