Warum der Uppo-Nalle-Bär vorerst verschwinden musste

Wann? 28.04.2012 14:00 Uhr

Wo? Hofwiesenpark, Hofwiesenpark, 07548 Gera DE
Im Spätherbst 2011 gab der Uppo-Nalle-Bär im Hofwiesenpark nur noch ein trauriges Bild ab.
 
Ein Motiv aus intakten Zeiten: Der Uppo-Nalle-Bär als beliebter Treffpunkt im Geraer Hofwiesenpark. Hier wurde 2007 der bundesweite Finnland-Tag der DFG eröffnet.
Gera: Hofwiesenpark | Geraer schmieden Pläne für die Feier von Städtepartnerschaftsjubiläen +++ Rückkehr von Uppo Nalle zum Hofwiesenparkfest am 28. April 2012 +++

Bilanz vor dem Ausblick: Gera ist in mancherlei Dingen internationaler als man sich bewusst ist, z.B. in Sachen Städtepartnerschaften. Da bringt es wohl kaum eine andere Kommune in Deutschland auf fast ein Dutzend Schwesternstädte. Arnhem (Holland), Fort Wayne (USA), Gorazde (Bosnien-Herzegowina), Pskow und Rostow am Don (beide Russland), Saint Denis (Frankreich), Skierniewice (Polen), Sliven (Bulgarien), Timisoara (Rumänien) und Nürnberg gehören dazu. Allerdings stehen dahinter zunehmend eher Rathaus-Diplomatie oder private Initiativen und in den letzten Jahren leider weniger aktive Partnergesellschaften. Dessen wird man sich sicher gerade 2012 bewusster werden. Denn im Januar traf sich der Stammtisch international, um zum Beispiel eine Reihe von Plänen für am Rande des Geraer Höhlerfestes gedachte Jubiläumsfeierlichkeiten mit mehreren Partnerstädten zu beraten und passend die Anträge auf Fördermittel in die Wege zu leiten.

Immerhin: „Über 60 internationale Projekte in Sachen Städtepartnerschaften wurden 2011 in der Otto-Dix-Stadt Gera realisiert.“, resümierte die Stadtverwaltung Gera kürzlich. Weit vorn erwähnt das Projekt „Ehrenamtsarbeit in Europa - Ehrensache, Freiwilligenarbeit im Kontext mit Bürgerbegegnungen im Rahmen von Städtepartnerschaften“ vom Mai; Foto- und Kunst-Ausstellungen mit Elske Doornbos aus Arnhem und Anna Pokora aus Skierniewice; Starts
junger Sportler aus Rostow und Nürnberger Familien beim Powertriathlon und der Austausch von Schülern zwischen der Northrop High School Fort Wayne und dem Goethe-Gymnasium.

Eindrucksvoll vielseitig setzten sich Finnen und Finnland-Freunde der DFG-Bezirksgruppe in Szene – vom Neujahrskonzert des Kammerstreichorchesters Gera e.V. mit dem Kuopio-Salon-Orchester über den Auftritt Kuopioter Akkordeonschülern an der Geraer Musikschule bis zur typischen Kleinweihnachtsfeier Pikku Joulu. Im Juni betreute vier Wochen lang Anu Häyrinen Mädchen und Jungen in der KiTa „Kinderglück“ des ASB mit und verabschiedete sich zur Mittsommerfeier mit der Hoffnung auf Fortsetzung des Austausches. Zwischendrin kam die Erfolgsmeldung: Gera wird 2014 Tagungsort zur Bundesversammlung der Deutsch-Finnischen Gesellschaft sein.

Aber kurzfristiger denkt man nun erst einmal an 40 Jahre Städtepartnerschaft von Gera und Kuopio. So wäre es nur schlecht vorstellbar, die Gäste im Herbst durch einen Hofwiesenpark zu führen, in dem ein heftig geschädigter Uppo-Nalle-Bär als Symbol der Freundschaft sitzt. Es kam daher kurz vor Jahresende ähnlich wie in einem Weihnachtslied besungen: So viel Heimlichkeit, der Bär ist verschwunden, erstmals seit Buga-Eröffnung 2007. Ein nochmaliges Überwintern im Freien hätte er mit gebrochener linker Hand am Buch und gespaltenem Holz an den Beinen kaum überstanden. Beim CJD-Berufsbildungswerk Gera fanden sich in der Werkstatt des Ausbildungsbereichs Holz Helfer für die Notoperationen. Dort soll er über den Winter trocknen. Risse werden verfüllt, das geglättete Holz lackiert und versiegelt. Auch die zerfetzte Tasche, der zerlederte Hut und sein Schirm sollen ersetzt werden. Dann sitzt der Kinderbücherstar wohl ab Frühjahr wieder am Platze auf dem dunkelblauen Granitblock im hellen Zierkies des Partnerschaftsgartens. Noch lieber möchte die DFG in absehbarer Zeit eine Kunststoffkopie von Uppo Nalle herstellen lassen. Allerdings übersteigt der absehbare finanzieller Aufwand dafür die Grenzen der Vereinskasse. Zwei Varianten für eine mögliche Vereinsreise im Juli nach Finnland liegen auf dem Tisch und müssen bald abgewogen sein.
Ganz sicher ist, ein ereignisreiches Jahr steht für die Freundschaftsgesellschaft an. Wer sich näher für die Arbeit der DFG interessiert, kann den Kontakt beim monatlichen Stammtisch aufnehmen oder sich an den Vorsitzenden Klaus Franke (Telefon 0365 8004904) wenden.
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